anschaffung eines Brutkastens

  • N Brutschrank ist schon ne Geniale Sache, alleine schon weil man sich nicht die Völker Blockiert und die Ausfälle auch geringer sind.

    Außerdem machts weniger Dreck.


    Wenn man nur 40 Königinnen zieht, sind sie aber der unnötig und bringen kaum Vorteile, bzw. die Vorteile werden von den Nachteilen aufgefressen.


    Wirklich viele Vorteile bringen sie aber in dem Momment wenn wir über die Begattung in EWK‘s/Kielern/Apideas (erstbeweiselung) reden. Da kann man die Königinen alle schön Zeichnen und die Zellen wegbrechen, ohne das es Probleme mit dem Händeln am Stand gibt. Dann nimmst du die Königinen mit an den Stand, machst die Einheiten fertig und weiselst die Königinen ein.

  • also ich habe mir auch den Nursery angeschafft...

    LionBee Ich nutze auch den Nursery. Die Steuerung muss aber ausgetauscht oder modifiziert werden, ansonsten gibt es unterschiedliche Temperaturzonen. Das wird auch vom Hersteller so angegeben. Bei mir betrug der Temperaturunterschied 3 Grad. Viel zu viel für gleichmäßig gute Königinnen. Nach der Modifizierung bin ich bei max 0,5 Grad. Zur Messung der Temperatur/Luftfeuchtigkeit nutze ich ein digitales und zusätzlich ein analoges Thermometer/Hygrometer. Abgeglichen wurde alles mit einem geeichtem Laborthermometer.


    VG

    Ron

    was genau hast du modifiziert? Muss ich den Elektiker mal fragen. Welche Geräte nutzt du zum Messen? Link?

    Hallo, ich werde mir um genaue Thermometer keine Gedanken machen. Wenn es soweit ist, kaufe ich mir ein Thermometer mit Kabelfühler. Dieses hänge ich dann mitten in das Brutnest, wenn es mir 39,8 °C anzeigt, werde ich auch dwn Brutschrank mit dem gleichen Thermometer auf diese Temperatur bringen.

    Bis bald

    Marcus

    quasi mit einem Bratenthermometer, wo man ins Fleisch stechen kann?

  • Die billigen Außenthermometer / Hygrometer / Wetterstationen liegen oft weit daneben.

    Zwei UT-300 und ein neues Regelsystem (also 3 Thermometer) in meiner neuen Brutbox sind sich dagegen auf ein Zehntel Grad einig. Tricky ist dagegen tatsächlich die Lüfter so anzuordnen, das auch in jeder Ecke die Temperatur auf 1/10 Grad gleich ist. Bei mir sind jetzt 4 Lüfter verbaut. Einer springt nur an, wenn mehr Luftfeuchtigkeit benötigt wird und die anderen drei sind immer an um die Wärme absolut gleichmäßig zu verteilen und um den Fühler vom Regler so schnell wie möglich auf dem laufenden zu halten...

    Und schick ist sie auch noch, die neue Kiste! :)

    Hab sie in brauner Farbe mit Pinsel (fast schon Holzoptik) gestrichen und es kommt nur noch ein Stromkabel raus, der Rest der Technik liegt jetzt innen.

    Ein Foto mach ich sicher morgen mal...


    Und was das ganze Thema, lass sie doch im Mini nachziehen angeht, das reicht vielleicht für die Erhaltung der Genetik, aber für Königinnen, die unter absolut idealen Temperaturbedingungen aufgezogen wurden und dementsprechend optimal entwickelt sind wohl nur mit Glück.


    Was den überteuerten Brüter bei E- Bay angeht:

    keine Ahnung wie gut der ist, aber wenn schon in der Beschreibung sinngemäß steht: "Dieser Brüter hält die Temperatur konstant, weil es sich um einen Motorbrüter handelt" da frag ich mich schon wie viel Ahnung der Händler hat, weil ein Motor eigentlich nur zum Wenden von Bruteiern sinnvoll ist.

  • Hallo Kruppi, ist doch egal wie weit das billige Thermometer daneben liegt. Messen heißt vergleichen. Ich vergleiche immer mit dem gleichen Geraet. Wenn es mir im Brutnest 38 Grad anzeigt, dann stelle ich auch mit dem gleichen Thermometer den Brutschrank auf 38 Grad.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • lass sie doch im Mini nachziehen angeht, das reicht vielleicht für die Erhaltung der Genetik, aber für Königinnen, die unter absolut idealen Temperaturbedingungen aufgezogen wurden und dementsprechend optimal entwickelt sind wohl nur mit Glück.

    Lieber Kruppi,

    nö, Einspruch, du bewertest den Brutschrank über, die Aufzucht/Pflege der Larven bis zum Deckeln, die Wahl und der Umgang mit den Larven bzw. der Zuchtmutter, der Zustand der Pflegevölker, nicht zuletzt der Begattungseinheit ist viel wichtiger. Die Fehler die "da" gemacht werden kompensiert ein Brüter nicht. (kanns eher noch schlimmer machen, zb. wenn Zellen öfters spazieren gefahren werden)

    Klar, ich arbeite mit so einem Ding, kenne die Fehler die damit gemacht werden gaanz gut, und ich hab sicher keinen ausgelassen.

    Das da Queens bei rauskommen, sagt eben nicht das die optimal ausgebrütet worden sind, schon garnicht mit fragwürdigen Eigenbauten. (der Wunsch ist Mutter des Gedankens)

    Darum sag ich, für die paar Queens die Ottonormalimker braucht,

    lohnen sich die Kosten und die Mehrarbeit und die Gefahr des (quallität) Verlustes einer ganzen Serie(n) nicht.

    Das Ding ermöglicht dir, ganz klar, MENGE, und GSCHWIDIGKEIT, neben perfekter Ausnutztung deiner Kapazität, beinhaltet dem gegenüber aber auch einige Risiken, das braucht der Imker mit wenigen Völkern nicht.

    Ich würd mir die Aussage nicht zutrauen, das ich das besser als die Bienen kann.

    LG

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Hast recht. Kann viel schief gehen, aber auch ohne Brutkasten. Bei mir sind meist die Zellen ab dem 6. Tag stark verbaut, deshalb hole ich schon am 4.+5. Tag alle fertigen Zellen aus dem Pflegevolk und gebe neue Larven + 1 neue Brutwabe ( oft die vom Zuchtvolk vom Umlarven ) dazu. So ist das Pflegevolk lange super stark ( auf 2 Zargen ) und baut mir schöne Weiselzellen, die aber wie gesagt auch schnell verbaut werden würden, wenn ich sie nicht rechtzeitig raushole. Und dann traue ich dem Brutkasten tatsächlich mehr zu, das er die Temperatur bis zum Schlupf konstant hält, als "den Bienen", weil da weiß ich es, bei den Bienen aber nicht, da kommt es eben auch auf die Bienenmasse an, auf die richtige Stimmung und manchmal auch auf das Wetter...

  • ei mir sind meist die Zellen ab dem 6. Tag stark verbaut

    zu stark gereizt ?

    Bei der ersten Serie nich mehr als 2 KG verdünnter Sirup.

    Vor der Nächsten, FUWA raus Mittelwand rein und 4KG verdünnter Sirup

    Abhilfe: also ne Mittelwand an Tag 5 oder vorher reinstecken

    manchmal auch auf das Wetter...

    das kann nur bei Hitze passieren.

    Ne Leerzarge drunter behebt alle Sorgen. Die Traube kann da schön ins Kühle abhängen ohne das die Bienen vor die Tür müssen. Ebenso heizt die Traube wenn zu Kühl draussen. Also der Zuchtrahmen bleibt besetzt... (auch von unten, denk dabei an die schlechtere Pflege an der unteren Leiste;))

    Ne Wasserwabe ist auch immer zuträglich, aber das weisst du ja alles!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Danke für die Tips. Ich hab keine Leerzarge drunter, sondern eine Zarge voll mit Futter / Honig / Pollenwaben. Bei uns ist ab Mitte April bis Ende Juli fast durchgehend Tracht, da braucht kein Reizfutter oder eine Wasserwabe gegeben werden. Das mit der Mittelwand ist natürlich eine gute Idee um den Verbau zu minimieren, wenn man vorhat die Zellen im Volk ausbrüten zu lassen. Auch das einseitige Antackern eines ASG an den Zuchtrahmen soll ja helfen.

    Wenn man nur ein paar Königinnen für den Eigenbedarf nachzieht sollte das natürlich reichen, und dann braucht man sicher auch keinen Brutkasten, schon garnicht solche einfachen Dinger, die eigentlich für Bruteier gebaut wurden und vielleicht zu starke Temperaturunterschiede + Schwankungen haben, hast vollkommen recht, da kann man den Bienen mehr zutrauen. Mich wundert nur, das schon im Mini Plus so gute Bedingungen herschen sollen. Da würde ich, wenn schon doch lieber gleich ein großes Volk im Standmaß nehmen.

  • Mich wundert nur, das schon im Mini Plus so gute Bedingungen herschen sollen. Da würde ich, wenn schon doch lieber gleich ein großes Volk im Standmaß nehmen.

    Ein entweiseltes gut gefülltes Mini is ja nichts anderes und du bindest nicht so viele Ressourcen ein.

    Großes Volk im Standmaß heißt Brutpause, in Verbindung mit Ableger keine Honigernte etc.

    Wenn ich die Königinnen nur für den Eigenbedarf, Ablegerbildung und Standbegattung brauch ist das ja kein Problem, dann hat das Standmaß nur Vorteile.

    Will ich aber auf Belegstellen fahren sieht das anders aus, dann nehm ich Minis.


    Ich hab letztes Jahr noch 2 kleine Serien recht spät in Minis gemacht. Von je 4 Zargen auf eine gedrückt, Zellen rein und gut. Da sind so viel Bienen in der Kiste die ziehen dir die Zellen auch in Anwesenheit einer Chefin, is mir letztes Jahr bei einem passiert. Die wollen nämlich pflegen.

    Viele junge Bienen auf engem Raum, funktioniert auch noch im Juli/August.


    Gruß Chris