anschaffung eines Brutkastens

  • ....Liegend oder stehend im Styropor mit Watte...

    Kurz vor dem Schlupf sind die Zellen sehr unempfindlich. Wir behandeln sie trotzdem wie rohe Eier, obwohl ich weiß, daß das unnötig ist.

    Guck mal da, zum Beispiel:

    Vielen Dank für den Tipp und Hinweis. Allerdings geht es mir nicht um den Transport bei den schlüpfreifen Zellen, sondern bei dem Transport kurz nach dem verdeckeln. 😉

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  • Vielen Dank euch für die wertvollen Tipps! Ich werde mir eine Styrodur-Kiste bauen in welche der Brutkasten kommt und zusätzlich noch ein paar Kühlakkus oder Steine einlegen und das Gerät einige Tage vor Besatz laufen lassen, dann sollte es passen.

  • Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass zusätzliche Wärmekapazität auf die Temperaturschwankungen einen positiven Einfluss haben kann.

    Wie die Temperatur schwankt, hängt von der Regelcharakteristik ab.

    Eine Zweipunktregelung wir immer bei der Untergrenze die Heizung ein und bei Obergrenze die Temperatur ausschalten. Die Heizzeit und Abkühlzeit wird von der Wärmekapazität beeinflusst - aber nicht der Temperaturhub.

    Eine bessere Temperaturführung erreicht man mit einem PID-Regler, aber nicht mit einem Stein, oder Kühlakku.

  • Um Wärme zu halten/transportieren, ist Wasser mit Cv = 4.2J/gK natürlich wesentlich besser geeignet, da gebe ich dir völlig recht. Das ist hier aber gerade gar nicht die Aufgabenstellung, im Brutschrank ist ein schnell reagierender Speicher mit gutem Leitwert wesentlich besser. Die Aufgabe ist nur das Abpuffern der Heizverzögerung zwecks Unter/Übertemperatur. dort ist gerade die hohe Energietransportrate und der hohe Energieaustausch (durch hohe Oberfläche) wichtig. Gläser mit Wasser/Kühlakkus habe ich auch mal probiert, funtionieren tut es schon, nur der Effekt ist minimal da der Energieaustausch viel zu langsam ist. D.h. liegen jetzt die CPU Kühler mit drinnen.

  • Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass zusätzliche Wärmekapazität auf die Temperaturschwankungen einen positiven Einfluss haben kann.

    Wie die Temperatur schwankt, hängt von der Regelcharakteristik ab.

    Eine Zweipunktregelung wir immer bei der Untergrenze die Heizung ein und bei Obergrenze die Temperatur ausschalten. Die Heizzeit und Abkühlzeit wird von der Wärmekapazität beeinflusst - aber nicht der Temperaturhub.

    Eine bessere Temperaturführung erreicht man mit einem PID-Regler, aber nicht mit einem Stein, oder Kühlakku.

    Nein, eben nicht. Du hast in einem Brutschrank drei wichtige Temperaturen.
    Min - Soll - Max.
    Soll Wert ist der Wert den man Einstellt, +/- einer Hysterese.
    Also z.B. dein Brutschrank soll auf 35°C aufheizen. Bei einer zwei Punkt Regelung stellst du dann ein bei 34,9°C soll er Heizen und bei 35,1°C soll er Aufhören zu heizen.

    Brutschrank ist jetzt bei 35,0°C angekommen, Heizung ist aus, er kühlt langsam weiter ab, bis du 34,9°C erreicht hast, jetzt springt die Heizung an, sie ist aber nicht sofort Warm, sondern braucht auch Zeit um sich zu Erwärmen. Im Verlauf dieser Zeit Kühlt dein Brutschrank weiter ab, und erreicht sein minimum z.B. bei 34,7°C, jetzt ist dei Heizung warm und Heizt den Brutschrank wieder auf. Jetzt hat der Brutschrank 35,1°c erreicht, deine Heizung geht aus, hat aber ja eine eigene Wärmekapazität und ist nicht 35,1°C warm sondern z.B. 60°C, da kein Strom mehr fließt heizt sich nicht mehr weiter auf, muss sich aber erst wieder auf 35,1°C abkühlen, dabei wird dein Brutschrank weiter auf sein maximum erwärmt z.B. 35,3°C. Hast du jetzt aber mehr Masse (Wärmekapazität) im Brutschrank, nimmt diese Währen der Zeit des Überhitzens einen Teil der Wärme auf, und dadurch erwärmt der Brutschrank sich z.B. nur auf 35,2°C bzw. in der Zeit des Abkühlens nach Einschalten der Heizung gibt die Masse Wärme ab und dein Brutschrank kühlt sich nur 34,8°C ab. Dazu kommt dann noch das die Heizung kürzer Heizt (sich dadurch nicht ganz so stark erwärmt), da sie in diesem Fall 0,1°C (34,8-35,1, statt 34,7 bis 35,1) weniger Aufheizen müsste als ohne Masse.
    Das ganze wird noch komplizierter wenn du an die Trägheit des Sensors und die Konvenktion denkst.

    Durch Zugabe einer statischen Masse wird dieser Effekt abgeschwächt.

    Ein Optimaler Brutschrank würde so Arbeiten, der Brutschrank verliert 5W Wärmeenergie und Heizt dann genau mit den selben 5W. Das ist zwar theoretisch möglich, hängt aber viel zu sehr von den Umgebungsbedingungen ab, da ist eine Mehrpunktregelung wesentlich simpler. In meinem ersten Brutschrank z.B. läuft eine 80W Hauptheizung, sowie eine statische Heizung von 7W. Die 7 W Heizung schaltet bei 35,4°C ab, sonst läuft sie, bei dieser Handelt es sich eine Folienheizung mit zu vernachlässigender Masse und sie heizt sich nur bis ca 40°C auf. Ohne diese Heizung würde der Schrank ca. alle 5 min Regeln und wesentlich stärker schwanken (Kabel liegen durch die Türdichtung, d.h. das starke Abkühlen). Aber mit dieser Heizung regelt er ca. alle 15 min die Hauptheizung nach, die statische Heizung schaltet nur im Hochsommer mal ab.

  • Das ist genau das Problem, wenn die Heizung anspringt sollte das der Temperatursensor auch möglichst schnell mitbekommen, sonst sind die Schwankungen um so größer... also darf z.B. der Stein oder Gelbeutel auch nicht direkt auf den Heizdraht! Der sollte frei liegen und ein Lüfter direkt darauf gerichtet sein. Die Heizleistung selbst muss auch auf ein Minimum genau angepasst werden um große Schwankungen zu vermeiden.

    Ich mach mal bei Gelegenheit ein Video, wie das dann am Schaltgerät idealer Weise aussieht. Obwohl, kann man sich auch einfach mal so vorstellen, es klickt alle 1-5 Sekunden zwischen heizen und nicht heizen hin und her, und schwankt dabei um 1 10`tel Grad.