anschaffung eines Brutkastens

  • Ich hänge mich mal hier an. Habe einen günstigen Brutkasten erstanden, mit dem Ziel diesen erstmal zu überprüfen und bei zu großen Abweichungen wieder zurück zu senden. Datalogger für die Luftfeuchte hatte ich leider grade keinen zur Hand, aber immerhin einen für die Temperatur, s. angehängte Grafik. Eingestellt waren als Zielwert 35,3°C, nach einigen Stunden "Einlaufzeit" hält er sie mit recht konstanten Schwankungen von 0,2 °C nach oben und unten.


    Das teurere Geräte sicher besser funktionieren ist völlig klar, aber hier nicht die Frage. Meine Frage an die erfahrenen "Brüter": Ist diese Abweichung von +- 0,2 °C tolerabel oder schon zu viel? Wie stark schwanken eure Geräte? Habt ihr dies ggf. per Datalogger überprüft oder eher nach Bauchgefühl?


    Danke!

  • Auf deiner Grafik schwankt die Temperatur am Ende zwischen 35,1 - 35,5°C , das ist schon ziemlich viel. Den solltest du mal 0,1 oder 0,2 Grad kühler einstellen und dann testen. Im Volk ist die Temperatur auch nicht für jede Zelle perfekt, schwankt dabei aber sicherlich ganz anders, aber letzten Endes zählt das Ergebnis. Die Schwankung kommt ja auch nicht so stark im inneren der Weiselzelle an, das wird schon klappen.

    Übrigens schwankt das UT-200 nur um 0,1°C, wovon in der Zelle wohl nichts ankommen dürfte, zumal die gesamte Kiste auch so groß ist, das da 8x24=192 Zellen mit Käfig reinpassen würden, je größer die Kiste, um so geringer die Schwankungen, also ruhig eine große Kiste nehmen, auch wenn nur 1-2 Zuchtrahmen reinpassen sollen...;)

  • Llecter : Versuche doch mal dem Kasten zusätzliche Wärmekapazität zu spendieren. Im einfachsten Fall normale Kühlakkus mit reinpacken. Oder irgend einen anderen mit Wasser gefüllten (aber verschlossenen) Behälter. zB normale Trinkflaschen.


    Ich würde erwarten, dass damit die Flanken flacher werden. Mit etwas Glück (das hängt vom Regel-Algorithmus ab) könnten die Spitzen ebenfalls deutlich abgeflacht werden. Insgesamt würde ich auch erwarten, dass die Zeit der mittleren Temperaturen im Verhältnis zu der Zeit der Extremtemperaturen deutlich zunehmen müsste.


    Reine Spekulation, aber einen Versuch wäre es wert.

  • Llecter : Versuche doch mal dem Kasten zusätzliche Wärmekapazität zu spendieren. Im einfachsten Fall normale Kühlakkus mit reinpacken. Oder irgend einen anderen mit Wasser gefüllten (aber verschlossenen) Behälter. zB normale Trinkflaschen.


    Ich würde erwarten, dass damit die Flanken flacher werden. Mit etwas Glück (das hängt vom Regel-Algorithmus ab) könnten die Spitzen ebenfalls deutlich abgeflacht werden. Insgesamt würde ich auch erwarten, dass die Zeit der mittleren Temperaturen im Verhältnis zu der Zeit der Extremtemperaturen deutlich zunehmen müsste.


    Reine Spekulation, aber einen Versuch wäre es wert.

    Genau das passiert, gut geeignet sind z.B. alte cPU Kühler, da sie ne gute Wärmekapazität haben, jedoch durch die große Oberfläche sehr schnell reagieren.

  • .... zusätzliche Wärmekapazität....

    Genau das hat hier das Problem gelöst. Wir benutzen so ein "Reptilien Ding" . Habe ich mal geschenkt bekommen. Eigentlich zu groß für uns. Ich habe einen Pflasterstein als Puffer reingelegt. Man muss allerdings zwei-bis drei Tage vor Erstgebrauch anheizen, damit der Stein durchgewärmt ist.

  • Moin,

    Ist die Königinnenzucht mit einem Brutschrank so eine Wissenschaft und ist es Mal wieder typisch deutsch?

    Im Volk herrschen auch nicht immer die optimalen Bedingungen. Dort gibt es auch Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit und trotzdem werden Königinnen geboren.

    Also, muss man das alles bis zur 5ten Nachkommerstelle genau haben?

    Früher gab es diese hoch präzise Technik auch nicht und trotzdem würden Königinnen im Brutschrank gezogen

    Gruß

    Martin

  • Nun ich werde dieses Jahr auch in die Königinnen Zucht bzw. Vermehrungszucht einsteigen und in den Kursen die ich dazu besucht habe, war nie die Rede davon das die Temp so genau sein muss. Meine Frage diesbezüglich würde beantwortet mit: Ich habe eine uralten Brutschrank in dem ich die Königinnen ziehe und da ist nicht viel mit hochpräzisen Fühlern usw. Die Temp sollte 35 sein und Punkt. Schwankungen werden toleriert und es kommen trotzdem schöne Mütter raus. Der Herr zieht nur noch für den Eigenbedarf und ausgesuchten Leuten etwa 150 Königinnen pro Jahr.

    Gruß

    Martin

  • Guten Morgen,


    Ich habe mich aufgrund von Zeiteinsparungen entschlossen meine diesjährigen Königinnen vom 6.Tag bis zum 11.Tag in den Inkubator zu stellen und sie dann direkt in den Ablegern schlüpfen zu lassen. Allerdings stellt sich mir trotzdem die Frage, da die Zellen ja recht empfindlich sind in der Zeit nach dem Verdeckeln, wie ihr den Transport gewährleistet. Liegend oder stehend im Styropor mit Watte oder wie auch immer um sie vorm Abrutschen zu schützen.


    Vielen Dank für eure Tipps und Ratschläge.


    Lg

    Christian

    Biene-Buckfast ;Bienengiftallergiker-Rastklasse 4 ---Kann die Finger nicht von den Bienen lassen jetzt Dadant US 12 er Holz + Mini Plus

  • Genau das passiert, gut geeignet sind z.B. alte cPU Kühler, da sie ne gute Wärmekapazität haben, jedoch durch die große Oberfläche sehr schnell reagieren.

    Nein.


    Kühlkörper bestehen üblicherweise aus Aluminium, weil dieses eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit hat.


    Die Wärmekapazität von Wasser (4.2kJ/(kgK)) ist mehr als vier mal so hoch wie die vom Aluminium (0.9 kJ/(kg*K)).


    Wasser ist für diesen Zweck besser geeignet als Aluminium.


    Nicht umsonst verwendet man Wasser für die Heizung.