Dadant Brutraumzarge mit 2 WV nutzbar?

  • Moin, von der Elbmündung!


    Nachdem ich in den letzten, tollen, warmen Tagen mit optimalstem Flugwetter, mal so etwas länger an meinen Bienen angesessen bin und die Fluglöcher beobachtet habe, kamen mir folgende Gedanken, die ich hier gerne mal zur Diskussion stelle. Bislang konnte ich noch nirgends etwas darüber lesen. Oder ist der Gedankengang total verrückt? (Nein diese Gedanken ist nicht dem Umstand oder Folgen des Vatertages geschuldet!!!:))


    Eine Dadant US Brutraumzarge hat Platz für 12 Rähmchen. Im Sommer sind davon ca. 5-6 Rähmchen mit Brut gefüllt. Der Honig/Nektar soll im darüber liegenden Honigraum eingetragen werden.


    Könnte es funktionieren:



    • wenn man 2 Bienenvölker mit je 5-6 Brutwaben, getrennt durch ein Absperrschied bis zum Boden, in einem Brutraum einlogiert?
      Entsprechender Platz wäre ja dafür in der Brutraumzarge vorhanden
    • ggf. könnte der darüber liegende Honigraum ebenfalls mit einem entsprechendem Schied geteilt werden.
    • ist es überhaupt nötig, den Honigraum zu trennen oder könnte man den Honigraum gemeinsam von beiden Völkern ohne Trennschied nutzen lassen?
    • Eine Erweiterung der Honigräume nach oben ist ja immer möglich.
    • Wenn dieses System so funktionieren würde, wären dann die Honigräume schneller gefüllt, weil eben doppelte Bienenmasse im eingeengtem Brutraum vorhanden sind?
    • Würde es möglicherweise den Schwarmtrieb forcieren?

    Wer der Ansicht ist, dass dieses nicht funktionieren kann, möchte bitte auch seine Bedenken begründen, was mir mein Verständnis dafür erleichtern wird. Ich freue mich auf rege Antworten.

    Schöne Grüsse von der Elbmündung aus Cuxhaven

    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Dein Namensvetter Bernhard Heuvel hat zu dieser Betriebsweise mit zwei Völkern in einer Dadantbeute irgendwann letztes oder vorletztes Jahr mal einen Artikel im Bienenjournal gehabt. Und auch Vorträge dazu gehalten.


    Ich habe dieses Jahr probeweise zwei solche Doppelvölker. Bisher ist der Honigertrag eher enttäuschend, aber natürlich habe ich für die Doppelvölker jeweils zwei eher schwache Völker zusammengehangen.

    Es ist jedenfalls eine gute Sache, wenn unter jeder Seite der Honigrähmchen ein Brutnest hängt. Der Honigeintrag ist nicht so einseitig, als wenn ich nur ein auf vier oder fünf Waben geschiedetes Brutnest in der Kiste hätte.


    Grüße,

    Robert

  • Praktische Erfahrungen habe ich dazu nicht. Ich weiß nur, dass es entsprechende Trennschiede z.B. bei Wagner gibt, um 2 Ableger in einem Brutraum (von einander getrennt) halten zu können.

    Bei Ablegern könnte ich es mir ggf vorstellen, aber bei zwei Wirtschaftsvölkern eher nicht. Höchstens bei zwei sehr schwachen Völkern wäre es für mich vorstellbar.

  • Ich hab's probiert.

    Allerdings ließ sich der Schwarmtrieb bei meiner Carnica Abstammung nicht mehr beherrschen.

    Die Kiste war rappelvoll mit Bienen bis sie abgeschwärmt sind.

    Honigertrag war trotzdem im Bereich eines Normalvolkes.

    Mit schwarmträgen Buckis könnte ich mir sowas vorstellen.

    Die beiden Volksteile müssen allerdings mit einem Trennschied getrennt werden und nicht mit einem Absperrgitter. Die Königinnen dürfen keinen Kontakt zueinander haben.