Wie reinigt man eine Tangential-Schleuder fachgerecht und effektiv?

  • Hallo zusammen,

    die SuFu brachte kein Ergebnis und vielleicht ist die Frage ja auch zu trivial, aber:

    * Wie reinigt man eine Tagential-Schleuder richtig?


    Da ich noch nie geschleudert habe, stelle ich mir das so vor, dass der Kessel eine einzige klebrige Sauerei von oben bis unten ist, und sich die Frage stellt, wie man dieses Klebechaos möglichst einfach wieder in den Griff bekommt.


    Was ich verstanden habe: Kein zu heisses Wasser verwenden, weil sonst die Wachsreste weich werden und das Schmieren anfangen.

    Soweit, so gut.

    Aber wie geht ihr vor?

    Vielen Dank und viele Grüße

    Ralf

  • Nach dem Schleudern kommen paar Eimer kaltes Wasser in die Schleuder. Alles bleibt über Nacht stehen.

    Der Honig zieht das Wasser und verflüssigt sich derart, dass er an der Schleuderwand nach unten läuft.

    Am nächsten Tag lasse ich das Wasser ab und spüle nochmal nach.
    Etwas schief gestellt lasse ich dann abtropfen und die Schleuder ist schön sauber.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Dann wird also die Schleuder, sagen wir mal, ein drittel mit Wasser gefüllt und so eine Art Osmose sorgt dafür, dass sich der Honig verflüssigt und ein Wasser-Resthonig-Gemisch entsteht, welches man dann ablassen kann?

    Da reicht weniger Wasser - der Boden ist eine handbreit hoch bedeckt.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo ,


    Den Schleuderkorb heraus nehmen, das Lager des Schleuderkorbes wo sich Schmierfett befindet abdichten. Den Kessel mit ein, zwei Eimer Wasser füllen und mit der sauberen Hand auswischen. So spürt man, wo noch etwas ist. Bei Bedarf wiederholen. Den Schleuderkorb mit Hochdruckreiniger absprühen. Hochdruck- aber mit Gefühl. Korb wieder einsetzen. Schleuder unterkeilen, dass das Restwasser ablaufen kann. Deckel Spalt offen lassen. So trocknet die Schleuder über Nacht. Am nächsten Tag kontrollieren, dass keine Fliege oder ähnliches in die Schleuder gelangt ist. Schleuderraum sollte ja Insektendicht sein. Alles zu machen, fertig.

    Diese „einzige Sauerei“ ist übrigens das, was du später im Glas hast- Honig. Etwas mehr Respekt gegenüber diesem feinen Produkt des Bien, bitte. ;-)


    Tom

  • Kessel und Korb separat, ist logisch. Gartenschlauch und Bürste, ohne Bürste gehen sonst die kleinen Wachsfussel nicht vom Schleuderkorb ab. Meist ist auch heißes Wetter im Garten, die Abkühlung tut gut... Und schnell sein, sonst kommt fliegender Besuch...


    Roland

  • Mit einer NEUEN Toilettenbürste (so ein 0815-Teil mit rundherum Borsten) sind die Arme lang genug und man kann ohne Umgreifen rundherum und bis auf den Boden runter in allen Ritzen bürsten. Geht ratzfatz. Die Bürste lagert den Rest des Jahres in der Schleuder und ist dann auch nicht in Gefahr, verwechselt zu werden.

  • Das ist beim ersten Mal doch aber bestimmt ein komisches Gefühl, mit der 'Scheißbirschda' (wie man bei uns sagen würde) in der Honigschleuder rumzuwursteln...


    Aber die Idee is gut.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Ich habe dazu einen alten, kleinen, billigst Hochdruckreiniger. Der bringt nur mehr eine begrenzte Leistung, aber für diesen Zweck ist er wie hausgemacht. Könnte nicht besser funktionieren. Kurz aussprühen, in Betrieb nehmen, sodass das Wasser bestmöglich abgeschleudert wird, auslaufen lassen und fertig.


    MfG

    Honigmaul