Warum Anfängern sehr oft zu einem Imkerkurs geraten wird

  • Ich nehme hier mal ein Beispielzitat zum Anlass über den Einstieg zu diskutieren

    Zitat

    Gut, dass es Imkerkurse gibt ist mir durchaus bewusst. Klar lernt man da auch Sachen die man sich mit Literatur und Co. nicht so aneignet aber ich denke, dass ich genug Wissensdurst hab um selber an mein Ziel zu kommen (natürlich mit Hilfe von Imkervater, Imkerverein, etc.).


    Mit dieser, in den Augen anderer "Überheblichkeit", bin ich auch am Anfang die Sache angegangen. Leider muss ich heute sagen, weiß man auch in diesem Augenblick (nach sehr viel Bücher oder Foren lesen, Videos schauen, 2-3x über die Schulter eines Paten schauen) noch immer nicht, was einen wirklich mit der Imkerei erwartet.


    Das man die Herausforderung annimmt ist unbestritten, das man sie auch bewältigt ist nicht unmöglich ohne Imkerkurs.


    Doch die fehlende Praxis und das mehr an Informationen über mehr als nur seine 1-2 Anfangspflegevölker und die daraus erwachsende Weitsicht, wirst man ohne so einen jahresbegleitenden Kurs erst nach vielen Jahren erlangen.


    Ich muss sagen, mir hat er sehr geholfen, auch wenn ich den Kurs 1 Jahr später absolviert hatte.

    Es macht einen etwas ruhiger und relaxter bei der Arbeit mit den Bienen, welches einen manchmal dann vor unüberlegtem Aktionismus schützen kann.

    Man lernt die ganze Logistik kennen, die man benötigt, wenn man mehr als 2 Völker hält. Bei mir erwuchs daraus noch größere Ehrfurcht vor den Kollegen, die sehr oft allein eine größere Anzahl von Völker versorgen.

    Ich spreche da nicht von 3 stelligen Zahlen, selbst der mittlere zweistellige Bereich fordert neben einer Familie, dem Beruf zusätzlich noch eine Menge an Übersicht, Kapital und Logistik vom Imker ab.


    Solche Parallelen im Glaubensansatz wie oben geäußert, siehst man hier im Forum regelmäßig, wenn junge Imkeranwärter sich aufmachen.

    Ich zähle mich auch zu den Anwärtern und lerne jeden Tag dazu, doch manchmal habe ich dann auch schon mal ein kleines müdes Lächeln für einige Beiträge übrig, so wie dies Andere zu meinen Beitrag haben.


    Klar ist nicht jeder Imkerkurs vergleichbar gut für einen geeignet, er sollte (müsste) als jahresbegleitender Kurs mit mehreren zusammen (wichtig) zum Startpacket ins Imkerdasein gehören.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Guter Beitrag, Bernd! :thumbup:


    Ich finde das Schweizer System (natürlich ;)) ganz gut: Über zwei Jahre hinweg treffen sich einige wenige «Jungimker» an 18 Halbtagen, wobei ihnen dann theoretisch und praktisch das Wichtigste vermittelt wird. Von der Theorie her hat mir (Leseratte) der Kurs nicht allzu viel gebracht, aber der Praxisteil ist Gold wert. Nur schon beim Zusehen, wie ein erfahrener Imker seine Völker so bearbeitet oder wie die Honigernte bei x Völkern abläuft, lernt man unheimlich viel. Wenn man dann selbst noch reihenweise Völker durchschauen darf und Einschätzungen abgeben muss, ist der Lerneffekt noch viel grösser. Unser Kursleiter hat als besonderes Extra einen kleinen Stand von sich vom Frühjahr bis Mitte Sommer einfach sich selbst überlassen, um uns dann möglichst viele verschiedene Zustände und Probleme zeigen zu können. Da sahen wir dann wirklich so ziemlich alles, war super. Solche Dinge kann man weder aus Büchern noch aus YouTube-Filmen lernen. Ich schliesse mich deshalb der Empfehlung an: Ein Grundkurs bringt jedem Anfänger viel!


    Tobias

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Hi,


    man merkt sehr schnell wer einen Grundkurs besucht hat, oder wer auch nicht.


    Mit Grundkurs sind die meisten erheblich entspannter an Ihren Völkern und oftmals


    auch viel durchdachter. Dadurch lassen sich eine menge Fehler vermeiden.


    Schade ist oftmalc nur das einige Referenten gerne Guru spielen und nur Ihr


    Beutensystem und nur Ihre Betriebsweise gelten lassen.


    Auch im Internet gibt es reichlich gute Infos, aber wie soll ein Anfänger diese von den


    schlechten unterscheiden? Von den schlechten gibt es leider viel mehr.


    Gruss Joachim

  • Genauso wahr ist, daß die, die am ehesten auf so einen Kurs verzichten könnten, am sichersten einen belegen. Und umgekehrt.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich habe auch einen Kurs belegt, muss aber sagen, dass ich mir den Großteil der Inhalte schon vorher aus Büchern und anderen Quellen selbst reingezogen habe. Da war wenig Neues dabei, aber es war auch ganz gut das alles nochmal von einer anderen Seite zu hören. Bzw dadurch wusste ich bei manchen Dingen im Kurs direkt, dass ich es anders machen möchte. Ich habe mich von Anfang an mit einer Betriebsweise nach Bio-Richtlinien in Großraumbeuten beschäftigt, während im Kurs der Schwerpunkt auf "konventioneller" Imkerei mit Zander nach Liebig war. Die Dadant-Betriebsweise wurde auch immer wieder erwähnt, aber wenn die Kursleiter halt in Zander imkern, dann ist das logischerweise auch das Hauptthema. Nicht schlimm, aber muss man halt im Hinterkopf haben.


    Ich denke jeder muss seinen Weg finden, ich bins gewohnt mir im Selbststudium Dinge anzueignen und mich sehr gewissenhaft in Themen einzuarbeiten, da bin ich dann wie ein Schwamm der alles aufsaugt. Andere haben es halt lieber wenn es ihnen von jemandem gezeigt wird. Wenn man davon ausgeht, dass jemand komplett unbedarft und blank auf die Idee kommt Bienen zu halten, ist die generelle Empfehlung einen Kurs zu machen sicherlich sehr vernünftig.


    Erfahrung sammeln muss dann sowieso jeder selbst, da bin ich ja immer noch schwer dabei. Meine Bienen standen von Anfang an im eigenen Garten und ich habe sie immer selbst ohne Hilfe bearbeitet. Bisher hat bei mir alles geklappt, noch keine großen Fehler gemacht und jetzt im dritten Jahr bisher auch keine Völker verloren. Dieses Vorgehen würde ich aber den meisten eher nicht empfehlen.


    Genauso wahr ist, daß die, die am ehesten auf so einen Kurs verzichten könnten, am sichersten einen belegen. Und umgekehrt.

    Da fühle ich mich frecherweise mal angesprochen :)

  • Servus zusammen,

    auch ich habe letztes Jahr meinen Imkerkurs gemacht. An sich ist/war der Kurs keine schlechte Sache, man hat zumindest mal alles gehört was es geben kann. Allerdings wird nicht jeder Punkt in der Ausführlichkeit besprochen wie es in der Praxis von Nöten wäre. Da macht man dann bei seinen Bienen daheim die Kiste auf und die Mädels schauen einen an und fragen sich was will der bloß und ich denke mir, was wollen die von mir? Alles nicht so einfach wenn eben in einem Imkerkurs 20 Leute in eine Kiste schauen, weil die beiden anderen Imkerkollegen kurzfristig abgesagt haben. Mein Imkerkurs ging ein Jahr, was aus meiner Sicht eindeutig zu wenig ist, und leider stellt der Verein auch keinen Imkerpaten zur Verfügung, trotzdem frag ich einfach bei dem ein oder anderen an.

    Viel Wissen habe ich hier aus dem Forum geholt und mich nebenbei noch mit entsprechender Literatur ausgestattet und eingelesen. Aber auch das ist nicht immer einfach und hilft weiter, da hier und in der Literatur die Meinungen zu diversen Themen auseinander gehen oder unterschiedlich beschrieben werden. 3 Imker - 5 Meinungen. Da muss man sich dann irgendwann für rechts oder links entscheiden und für sich dann im Nachgang entscheiden ob es richtig war oder nicht.

    Ich denke bei uns Newbies ist auch das Problem, das viele Dinge im Kurs nur in der Theorie angesprochen worden sind und man dann auf einmal das gehörte und mitgeschriebene in die Praxis umsetzen muss. Da will man sich dann halt auch nochmal hier im Forum die Absolution holen das das, was man vor hat,auch richtig ist.

    Gruß Manu

  • Hallo zusammen,

    jeder Imkerkurs kann auch nur so gut sein, wie der "Dozent", der ihn hält.

    Anders ausgedrückt: Ein guter Imker muss kein guter Didakt sein.

    Trotzdem würde ich aus eigener Erfahrung heraus jedem Jungimker den Besuch eines Kurses ans Herz legen, bevor er die ersten Kisten zu Hause stehen hat. Denn egal, wie gut oder schlecht der Lehrer auch ist: Man steht dann vielleicht das erste Mal vor einem Kasten mit Insekten, die stechen können, und muss mit denen arbeiten, und kann sich dann selbst prüfen, ob es das ist, was man machen will.


    Gleich wichtig finde ich den Anschluss an einen Imkerverein - und damit einhergehend auch das Vernetzen mit anderen Imkern. Und wenn ein Verein einen Lehrbienenstand hat, dann wäre das natürlich optimal - allerdings habe keine Vorstellung, auf wie viele Vereine das zutrifft.

    Grüße

    Ralf

  • Ich stelle bei meinen Kursen fest, dass es zum einen oft die kleinen praktischen Kniffe sind, bei denen einem alle Theorie nicht hilft. Wer denkt daran, zu erklären, wie man den Besen einsetzt, bis man einen Anfänger sieht, der vorgeht, als würde er die Stube kehren?

    Zum anderen ist die Zusammenschau des theoretischen Wissens nötig, weil die Bienen nicht nach der Systematik des Lehrbuchs erkranken, weisellos werden usf. Etwas zu wissen und es praktisch anzuwenden, ist zweierlei. Man muss viele Bienenvölker gesehen haben, bis man ein Verhalten als normal oder auffällig einstufen kann, zumal es so viele Faktoren gibt, wie Wetter, Tracht, Jahreszeit usf.

    Theoretisches Wissen heißt alles Mögliche zu wissen. Praxiswissen heißt, zu wissen worauf es in einer bestimmten Situation ankommt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Auch ich habe vor einigen Jahren einen Anfängerkurs belegt, wo ich sehr viel gelernt habe. Außerdem hatte ich vorher schon viel gelesen so dass sich einiges wiederholte, was aber nicht schlimm ist. Darüberhinaus lernt man so auch Gleichgesinnte kennen und kann sich austauschen. Zu dem Satz:

    Ein guter Imker muss kein guter Didakt sein.

    fällt mir nicht nur ein Beispiel ein...:whistling:

    Als ich das erste Mal im örtlichen Imkerverein aufkreuzte, war der Hinweis auf den Anfängerkurs quasi omnipräsent und auch hier im Forum ist es ja ähnlich.

    Doch wie ging das eigentlich früher? 8|

    Bitte versteht mich nicht falsch, die Frage ist wirklich ernst gemeint.

    Die Imkerkurse gibt es ja erst seit vielleicht 15 Jahren oder so. Aber davor?

    Der Alt-Imker, der quasi den Grundstein für mein Interesse zur Imkerei legte, hat die Bienen von seinem Schwiegervater übernommen, als der altersbedingt kürzer treten musste.

    Soweit ich das beurteilen kann, versteht er sein Handwerk. Er hat ein paar (wenige) Bücher, war nie in einem Verein, kennt aber die Imker um sich herum, wie man sich auf dem Dorf halt kennt.

    Daher die Frage an die Altgedienten hier im Forum: Wie habt ihr mit der Imkerei angefangen?


    Ich will den Sinn und Nutzen der Imkerkurse nicht schlechtreden, aber es ist aus meiner Sicht nur der Beginn, der die Grundlagen bringt. Selbst wenn man über ein ganzes Jahr auch in der Praxis begleitet wird, ist man anschließend immer noch Anfänger.

    Ich ziehe gern den Vergleich zur Fahrschule. Wenn man den Kurs bestanden hat, darf man zwar fahren. Das heißt aber noch lange nicht, das man es auch kann. Leider denken das aber Viele. Sowohl nach der Fahrschule, als auch nach dem Imkerkurs...


    Gruß

    Michael

  • Vllt. sollte man den Begriff so benutzen, wie er *eiegntlich* verwendet werden sollte: Imkergrundkurs

    Da soll erstmal nur Basiswissen und ein Überblick vermittelt werden. Das sollte allerdings dann auch überregional gleich sein.

    In den beiden Kursen, die ich kenne (meiner und der vom Sohn), waren mehrere Teilnehmer, die direkt gesagt haben, selbst keine Bienen halten, sich aber über das Thema informieren zu wollen. Ich bin parallel zu meinem Kurs ins kalte Wasser geschubst, oder besser beschwatzt worden und musste mir auch viele Dinge noch während der Kurs lief, selbst beibringen, komplett umdenken oder mich mehr oder weniger durchfragen, weil der Kurs eher biologielastig, wenn auch trotzdem sehr bereit gefächert war und sehr gut vorgetragen wurde.


    Es gibt zwei traurige running gags aus unserem Verein, die Kursteilnehmer aus meinem und aus dem nachfolgenden Kurs meines Sohns gebracht haben. Da fragt man sich dann, warum gehen solche Leute an Wochenenden permanent unter Zeitdruck mit Blick auf die Uhr und Urlaubstermine überhaupt zu einem Kurs und was machen die dann da, anstatt zuzuhören, wenn sie später ihre Bienen planmäßig umbringen?


    Gruß Andreas

  • Wie habt ihr mit der Imkerei angefangen?

    Hallo Mr. T, es muss anfang der 80iger Jahre gewesen sein, im Kölner Zoo. Ich war unter 8 und fand die Bienen spannend. Also hat mein Vater einen Schaukaste gebaut. Auf dem Speicher und als Flugloch war eine hohle Neonröhre die durch das Mauerwerk ging. Wir hatten einen alten Imker im Dorf, der uns,bzw dem Vater alles erklärt hat.

    Den Vater hat es begeistert, den Sohn eher weniger, ab und an wurde geholfen. Plötzlich war der Vater tot und der Sohn stand vor der Entscheidung verkaufen, oder weitermachen......

    Bis bald

    Marcus

  • Ich stelle bei meinen Kursen fest, dass es zum einen oft die kleinen praktischen Kniffe sind, bei denen einem alle Theorie nicht hilft. Wer denkt daran, zu erklären, wie man den Besen einsetzt, bis man einen Anfänger sieht, der vorgeht, als würde er die Stube kehren?

    Zum anderen ist die Zusammenschau des theoretischen Wissens nötig, weil die Bienen nicht nach der Systematik des Lehrbuchs erkranken, weisellos werden usf. Etwas zu wissen und es praktisch anzuwenden, ist zweierlei. Man muss viele Bienenvölker gesehen haben, bis man ein Verhalten als normal oder auffällig einstufen kann, zumal es so viele Faktoren gibt, wie Wetter, Tracht, Jahreszeit usf.

    Theoretisches Wissen heißt alles Mögliche zu wissen. Praxiswissen heißt, zu wissen worauf es in einer bestimmten Situation ankommt.


    Wolfgang

    WFLP :daumen:


    Eine kleine Geschichte dazu von heute morgen:

    Schwarmkontrolle auf einem meiner Stände. Dabei: 3 ImkerInnen, einer mit 3, eine mit 2, und einer mit 1 Jahr(en) Erfahrung mit Bienen. Auf dem Stand: 11 Zandervölker mit 2 BR, 6 Dadantvölker. Alle haben einen oder zwei Honigräume drauf.

    Die drei Protagonisten wollen ausgiebig über Betriebsweisen diskutieren: Zander versus Dadant, zwei BR versus einen, und dergleichen mehr. Nachdem ich ein bisschen über die Fluglöcher geguckt habe sage ich: von den 17 Völkern gefällt mir eins nicht, das müssen wir mal aufmachen und nachgucken. Sagt mir mal im vornherein welches, und warum.

    Langes Gucken, viel Grübeln. Sie entscheiden sich für zwei Kandidaten, nämlich für die beiden, die ein bisschen weniger stark fliegen als alle andern.

    Ich deute auf ein anderes und sage: nein, ich meine dieses. Seht Ihr warum ? Sie sehen's nicht, sie sehen's nicht.

    Bei den 16 "guten" Völkern sieht man kaum eine Biene länger am Flugloch rumkrabbeln, alle sind "rein-raus" beschäftigt. Bei diesem, obwohl es gut fliegt, krabbeln oder sitzen 10 bis 20 Bienen am Flugloch rum und sehen "deprimiert" aus. Zudem: Hier trägt nur etwa jede zwanzigste Biene Pollen ein, bei den meisten andern etwa jede fünfte. Seht Ihr's jetzt ? Ja.

    Aufgemacht: Wir sehen: viele Bienen; einen recht gefüllten (Zander)-Honigraum; einen oberen Brutraum mit auf 7 Brutwaben ausschließlich im obersten Teil auslaufende geschlossene Brutkränze. Sonst leere Zellen, keine Brut, keine Weiselzellen, etc. Das Volk ist weisellos, und der am Flugloch gewonnene Verdacht war zutreffend. Wir hingen dann eine Brutwabe mit Stiften und jungen Maden vom Nachbarvolk rein.


    Fazit: "Bienenversteher" lernt man nicht in Kursen (obwohl Kurse nützlich und vielleicht notwendig sind). Man muss einfach "sehen" (lernen). Ausführliches Betriebsweisen diskutieren (A vs B vs C vs D) ist letzterem aber abträglich. Ich habe dann meinen FreundInnen gesagt, dass ich mit ihnen erst dann Betriebsweisen diskutieren werde, wenn sie Problemvölker am Flugloch erkennen können.


    Cheers

    Baudus

    Und wieder ist Frühling / auf alte Torheiten / folgen neue Torheiten (Issa)

  • Hallo Baudus,

    genau in Deinem Bericht ist die heutige Problematik der meisten Imkeranfänger beschrieben.

    Die Diskussion über die "richtige" Beute und die "richtige" Biene ist wichtiger als das erkennen was sich am Flugloch tut und daraus dann die richtigen Rückschlüsse ziehen: Heinrich Storch läßt grüßen.

    Leider muss ich sagen, dass die Imkerei im Internet einen erheblichen negativen Beitrag dazu leistet.


    Gruß Eisvogel


    Noch ein Hinweis an Mr. T. zu seiner Bemerkung:

    "Die Imkerkurse gibt es ja erst seit vielleicht 15 Jahren oder so. Aber davor?"


    Imkerschulen gab es schon vor mehr als einhundert Jahren. Z.B. die erste Imkerschule Deutschlands wurde 1891 in Eberbach am Neckar gegründet.

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010