Anfängerfragen zum ersten Ableger

  • Zu dieses Jahreszeit ist bei Flüssigfütterung nicht Api Invert gemeint sondern eine Zucker/Wasser Lösung im Mischungsverhältnis 1:1 (manche schören auch auf 0,8:1). Api Invert macht von der Haltbarkeit her natürlich keinerlei Probleme.


    Das gemeinte Zuckerwasser jedoch durchaus. Hier nicht in zu großen Portionen Füttern. Und vor allem nur in Ableger mit intakter Fluglochwache und kleinem Flugloch geben! Bitte auch immer die Trachtsituation in die Wahl des Futters mit einbeziehen.


    PS: Api Invert wäre demnach übrigens meine letzte Wahl. Ist fertiges Winterfutter und wird eher eingelagert als in Wachs/Brut umgesetzt.

  • Hallo Max Droni,


    danke für die Erläuterung!


    Ich habe von meinem Imkerpaten den Tipp mit Api Invert bekommen und fand, sowohl das Einfüttern letzten Herbst und diesen Sommer für den Ableger, sehr angenehm. Besonders der Punkt, das ApiInvert sehr geruchsneutral ist und somit pot. Räuberei mindert hat mich damals überzeugt. Sicher ist der Preis direkt gesehen etwas höher als reines Zuckerwasser aber mir ist es das wert.


    Viele Grüße,

    DerWiesenimker.

  • Ein Ableger, der nicht in der Lage ist, sich das nötige Wasser zum Verdünnen von fertigem Futtersirup selbst zu holen, der wäre mir zu klein. Die Arbeitsbelastung für den Bien dürfte bei beiden Varianten vergleichbar sein: A) Fütterung von unverdünntem Futtersirup -> der Bien muß sich den nötigen Kraftstoff für die Baubienen selbst herunterverdünnen mit Hilfe seiner Wasserholerinnen bzw. Nektarsammlerinnen oder B) Fütterung von herunterverdünntem 1:1 Futtersirup -> der Bien muß zusätzlich zum eingeholten wasserreichen Nektar auch die überschüssigen Mengen von verdünntem Futter eindicken und Wasser herausdampfen, um Gärung zu verhindern.


    Meine Fütterungen erfolgen nur durch unverdünnten Fertigfuttersirup und die Bienen bauen trotzdem so, wie sie es gerade brauchen. Besonders eindrücklich jedes Jahr bei der TBE im Juni - schöner, regelmäßiger Naturbau auf mindestens 4 - 5 Rä. ganz ohne MW. Wenn sie dann beginnen, Drohnenbauecken anzulegen, gebe ich MW. Auch die werden unter unverdünntem Futtersirup problemlos und zügig ausgebaut. Selbst meine Mini-plus-Reserveeinheiten bauen sofort Wabenwerk, wenn sie den Futtersirup finden -> einlagern müssen - da muß ich nix verdünnen oder gar noch mit selbst angerührten Zuckerlösungen Räuber anlocken.

  • Ein Ableger, der nicht in der Lage ist, sich das nötige Wasser zum Verdünnen von fertigem Futtersirup selbst zu holen, der wäre mir zu klein. L

    Das ist am Ziel vorbeigedacht. Das soll nicht verwertet werden oder gar eingelagert als Futter, sondern den max. Bau- u. Wachstumsschub auslösen. Deswegen nicht in eine Zelle gespuckt und fertig, sondern möglichst lange als Futterstrom im Volk zirkulieren. Je länger, desto besser. Je öfter das von Biene zu Biene weitergeben wird zur Verarbeitung, desto besser. Trachtsimulation. Apininvert 1:1 verdünnen, Zucker 0,8:1 (besser, weil noch nicht invertiert, aber auch gefährlicher).


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hm, da habe ich vermutlich zu wenig Erfahrung. Ich lasse meine Bienen bauen, wenn ohnehin Tracht herrscht (Start der TBE ca. 2 Wochen vor Ende der Lindentracht). Danach habe ich genug ausgeschleuderte Waben für die Einfütterung des Wintervorrates übrig, so daß die Bienen keine großen Baustellen mehr bekommen von mir.

    Ehrlich gestanden: 1:1 Fütterung habe ich noch nicht ausprobiert, mir hat bisher der vorhandene Bauwille immer genügt. Vielleicht stehen meine Bienen auch nicht gerade in einer Wüstenei, so daß imkerliche Anreize zum Bauen oder Wachsen bei mir gar nicht nötig sind - ich kann es nicht sicher einschätzen. Und ich gestehe ein, daß ich bisher dem Liebig-Spruch geglaubt habe, daß Reizfütterungen keinen spürbaren Effekt haben. Ich bin mir überdies nicht so sicher, ob der imkerliche Eingriff mittels Futterreizung dem Bien wirklich so dienlich ist. Es bewirkt ja die beabsichtigte, aber doch recht einseitige Arbeitsbelastung des Bien. Ich habe es bisher nur ganz schlicht betrachtet: Wenn der Bien bauen soll, dann gebe ich ihm dabei soviel Unterstützung wie ich kann - in Form von Energiefutter, Überdosierung lagert er ohnehin für später ein. Die darüber hinaus nötigen Fette (Pollen) und ggf. Wasser (zur Abmischung des nötigen Treibstoffs bspw. für die Heizerinnen) überlasse ich lieber den Bienen selbst, die dosieren das besser, als ich das könnte.

  • ribes,


    ich teile Deine Erfahrungen.

    Auch in diesem Jahr gibts bei mir die TBE gg Ende der Haupttrachten. In der Bauphase wird höchstwahrscheinlich nur Läppertracht herrschen. Diese Tracht im Sommer reicht i.d.Regel aus, um sich reduzierende Altvölker gerade noch ausreichend zu beschäftigen, aber NICHT, um den Bauwillen auf Leitstreifen zu befriedigen.

    Ich füttere daher auch Apiinvert und habe nur positive Erfahrungen damit gemacht. Ruck-zuck sind neue Naturbauwaben entstanden. Ich füttere dann in kleinen Mengen, immer so 2-3 Liter von oben mit umgedrehten Siebeimern. Fluglöcher natürlich klein.

    Ein Volk hatte ich mal, die kamen damit überhaupt nicht parat. Da habe ich nach wenigen Tagen umgeschwenkt und fertigen Futterteig in der Tasche angeboten, und siehe da, da gings dann zügig.

    Ich kann aber beim besten Willen nicht beurteilen, wie es mit Ablegern bestellt ist, womöglich auch noch, wenn man die ihre Kö selbst ziehen lässt und sie NWB errichten lassen möchte.

    da in der Umgebung ja nicht nur die eigenen Völker eine Räuberei auslösen können, sondern auch Imkerkollegen sein können, erscheint mir die Fütterei mit Zuckerwasser im Sommer doch arg riskant, wenn man Trachtarmut hat...

  • Entweder (ca. 500 Gramm) in eine Futtertasche geben oder in ein Honigglas und das über ein Spundloch im Deckel verkehrt herum auf den Deckel setzen...

    Danke für die Rückmeldung.

    Wie lange brauchen die Damen denn erfahrungsgemäß bei einem kleinen Ableger um die 500g Futterteig abzunehmen?

    Wie lange dauert es bis Futterteig austrocknet und nicht mehr von den Damen aufgenommen werden kann?

  • Futterteig wird unterschiedlich schnell aufgenommen, bei Tracht langsamer, ohne Tracht schneller - bei kleinem Ableger langsamer bei größeren Ableger schneller. In einer Futtertasche oder in einem Glas sollte der Teig nicht hart werden sofern keine saugenden Materialien mit dem Teig in Kontakt kommen. Andernfalls kann man den Teig evtl. auch in eine Folie packen und nur eine kleinere Fläche offenlassen.