TBE mit gleichzeitiger oder separater Umweiselung

  • Hallo zusammen,


    ich möchte dieses Jahr die TBE ausprobieren und einige Völker auch umweiseln. Die TBE soll mit der Sommerhonigernte Mitte Juli durchgeführt werden. Nun frage ich mich, ob ich die Umweiselung gleichzeitig oder lieber separat im September machen sollte.


    Plan 1: TBE mit Umweiselung Mitte Juli:


    neue Königin:

    Ende Mai: Ableger mit schlupfreifer Weiselzelle bilden, bevor neue Brut verdeckelt OS-Behandlung

    bis Mitte Juli: Königin legt im Ableger


    Wirtschaftsvolk mit alter Königin:

    Mitte Juli: am Tag vor Sommerhonigernte TBE mit Anfangsstreifen (alle Waben raus, keine Fangwabe), alte Königin raus, neue Königin unter Futterteigverschluss zusetzen, Bienen aus Ableger zuschütteln/zufegen,

    nächster Tag: Honigernte, dann dünn füttern

    einige Tage später: Oxalsäurebehandlung, träufeln; keine AS-Behandlung


    Die Brutwaben aus Wirtschaftsvolk und Ableger in einen Sammelbrutableger geben.


    Damit wäre die Königin im Wirtschaftsvolk erneuert und die Bienen des Ablegers können mithelfen, das neue Wabenwerk zu errichten und Winterbienen aufzuziehen. Nachteil: Mitte Juli sind die Völker noch recht groß und wenn man dann einen KS aus Wirtschaftsvolk und Ableger bildet, könnte das zu viel sein, oder?


    Plan 2: TBE Mitte Juli und Umweiselung im September:


    TBE beim Wirtschaftsvolk Mitte Juli mit OS-Behandlung. Separat Austausch der Königin Ende(?) September und dies dann mit Dazuhängen der Waben des Ablegers.


    Ist Plan 1 eine sinnvolle Vorgehensweise?

    Welche Variante ist besser?


    Grüße,

    Michael

  • Kann man alles machen.


    Ich würde Plan 1 modifizieren:

    • Positionen von Wirtschaftsvolk und Ableger tauschen
    • Dem Ableger am Platz vom Wirtschaftsvolk alle Brutwaben bienenleer entnehmen und dem Wirtschaftsvolk zuhängen
    • Honigraum vom Wirtschaftsvolk über Bienenflucht dem ehemaligen Ableger aufsetzen
    • am Folgetag Honigraum ernten.

    Ergebnis:

    • verkunstschwarmte neue Königin mit reichlich Personal (eigene junge Bienen + HR-Bienen und nach-und-nach Flugbienen des WV), von den eigenen Bienen geschützt und ohne Umweg über Käfigen.
    • weiselrichtiger Brutsammler (weiter z.B. wie bei Kleingartendrohn ); verliert seine Flugbienen und nimmt die Flugbienen des ehem. Ablegers auf.

    Viele Wege führen nach Rom ...


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Hallo Jörg,


    danke für die Antwort. Das klingt elegant, nur verliert das Wirtschaftsvolk dann seine Jungbienen (noch-nicht-Flugbienen). Das wird natürlich (fast) kompensiert durch die Jungbienen des Ablegers.


    Gruß,

    Michael

  • Nicht komplett: nur die, die sich gerade im HR rumtreiben; die, die Brutpflege betreiben bleiben ja beim Umstellen im Wirtschaftsvolk. Außerdem schlüpfen in diesem Brutsammler sehr schnell neue Jungbienen in ausreichender Menge.

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Ich habe momentan das Problem, dass nach TBE und zugesetzter neuer Kö diese nicht legt. Und einige Bienen sitzen auch auf der Innenseite des Deckels und nicht auf Mittelwänden. Was nun?

  • Du schriebst, die sitzen nicht auf Mittelwänden. Warum wird da nicht gebaut, wenn Du fütterst?

    Mittelwände sollten, nach dem Füttern, Waben sein. Und die Kiste muss voll mit Mittelwänden sein, sonst sitzen und bauen die am Deckel.

    Also: Füttern


    Gruss

    Ulrich

  • 3 4 Liter die hat aber immer noch keine Lust zu legen.

    Schätze zu wenig. Haben die was davon eingelagert? Ich habe am Tag der TBE einen Nicot-Fütterer vollgemacht (glaube 7 Liter). Und 4 Tage später nochmal ungefähr nen 3/4 nachgefüllt.

    Wie viel wurde ausgebaut?

    Kö war definitiv begattet?

    Wurde die direkt aus einem anderen Volk zugesetzt oder kam die per Post?

    Kö nach dem zusetzen nochmal gesichtet? Könnte auch abgemurkst worden sein.