Sammelbrutableger mit Futterzarge

  • Hallo zusammen,


    morgen erstelle ich den Sammelbrutableger.

    Direkt dabei möchte ich eine Futterzarge untersetzen, die später auch in die neuen Völkchen gegeben wird.

    Ist das problematisch ?

    Ich lese oft, dass dies erst später gemacht werden sollte.

    So hätte ich direkt eine vernünftige Arbeitshöhe und eine gewisse Futterreserve.

  • ....

    So hätte ich direkt eine vernünftige Arbeitshöhe und eine gewisse Futterreserve.

    Huhu,


    der Sammelbrutableger muss zunächst zu einer" Volkseinheit verschmelzen " und verfügt zunächst nicht über eine funktionierende Fluglochwache. Futter im Keller ist da u.U. problematisch.

    Bildest Du den Ableger mit Brutwaben auf denen sich Futterkränze befinden oder ggf mit einer einzelnen guten Futterwabe wird er in den ersten neun Tagen keinen Hunger leiden.


    An dem Sammelbrutableger gibt es bis zum Zellenbrechen und Zuchtrahmen einhängen- was zeitgleich mit dem Untersetzten erfolgen kann- nix zu Arbeiten- daher ist die Arbeitshöhe auch egal


    ... Wachsmotte.

    Wachsmotten würde ich jetzt erstmal nicht fürchten ;-)


    Grüße aus dem Sauerland

  • warum willst du die Futterzargen denn Untersetzen?

    Oder meinst du eine Zarge mit Futterwaben?


    Wenn du das meinst, nein die bewahrst du auf bis du die Begattungsableger machst. Der Sammelbrutableger sollte nur auf einer Zarge sein. Bilden dann am selben Tag angebrütete Zellen mit rein und/oder nach 9 Tagen Brechen und belarven.

  • ... macht Sinn.

    ....

    ...kommt drauf an:

    Da du eine ganze Zarge Futterwaben ( vermutl. keine Futterzarge) unterstellen wolltest, habe ich unterstellt , daß Dein Sammelbrutableger bei der Erstellung bereits aus einer ganzen Zarge Brutwaben besteht.

    Wird der Ableger am neunten Tag nach WZ brechen bereits aufgelöst kannst Du verfahren wie robirot schrieb.

    Bekommt der Ableger aber am neunten Tag den Zuchtrahmen und wird erst nach weiteren dreizehn Tagen aufgelöst, bekommt der mehr als akute Platznot. Die dann geschlüpfte Bienenmasse passt nicht in eine Kiste resp. nicht in die Wabengassen - eine Erweiterung am neunten Tag ist dann also erforderlich

  • Hallo, ich möchte da nochmal nachbohren.


    Bei einem Sammelbrutableger zum Königinen nachziehen (Zuchtrahmen), meine ich mal gelesen zu haben, dass es sogar wichtig wäre, eine Zarge mit Futter/Pollenwaben unterzusetzen. So hätten es die vielen Ammenbienen einfacher, diese Menge an Gele Royale zu bilden, da Futter und Eiweiß in unmittelbarer Nähe vorhanden ist.

    Wie steht ihr dazu?

    Räubergefahr kann man durch einen separaten Ablegerstand reduzieren.




    Gruß,


    Tom

  • Zitat

    Die dann geschlüpfte Bienenmasse passt nicht in eine Kiste resp. nicht in die Wabengassen - eine Erweiterung am neunten Tag ist dann also erforderlich


    Hallo Bienenfreunde!


    Dem kann ich keinesfalls zustimmen!


    Wenn man den Zuchtrahmen einhängt muss die Kiste rappelvoll sein. Die Bienen müssen regelrecht in die Wabengasse mit dem Zuchtrahmen hineingepresst werden. Und falls die Bienen tatsächlich nicht in die Kiste passen sollten, dann bilden sie außerhalb des Flugloches eine Traube, auch kein Malheur.


    Aber bevor es so weit ist, also in den 9 Tagen während die Brut verdeckelt wird, ist es schon von Vorteil, wenn der Sammelbrutableger gut mit Futter versorgt wird, entweder durch Tracht oder durch Fütterung. Es werden durch den Schlupf täglich Zellen frei und können mit Futter gefüllt werden. Die Sammelbrutableger sollten bestmöglich in Pflegestimmung kommen.


    Nach dem Einhängen des Zuchtrahmens, ab dem 5. Tag ändert sich die Situation. Es müssen keine Zellen mehr gepflegt werden. Es ist nur noch wichtig, das die Zellen die nötige Temperatur erfahren. Ab diesem Tag besteht die Gefahr, dass die Weiselzellen verbaut werden. Dies passiert um so leichter, wenn Tracht herrscht. Man kann die Zellen durch Käfige schützen oder wie jetzt beschrieben fortfahren.


    Ich setze ab dem 5. Tag immer ein Zarge mit Futterwaben oder Leerwaben auf. Die Futterwaben sind in der Regel nicht voll und haben daher noch Platz für den eingetragenen Nektar. Das hat den Vorteil, dass die Zellen nicht verbaut werden und dass bei der Aufteilung Futterwaben mit dem richtigen Stockgeruch zur Verfügung stehen.


    MfG

    Honigmaul

  • Ich bin da ganz bei Honigmaul und mache es fast gemauso. Im Unterschied zu ihm befinden sich in meiner aufgesetzten Zarge nur Mittelwände.


    Grüße Dirk

    Wenn Du tot bist, weißt Du nicht, daß Du tot bist. Aber für Dein Umfeld ist es hart.

    Genauso ist es, wenn Du blöd bist.


    Ich halte die Erkenntnis für einleuchtend, dass alle Menschen frei geboren sind und nicht alle das überhaupt wollen.