Allergie! Stichsicherer Anzug?

  • [manchmal wirken deine Kommentare reichlich überheblich. Kein feiner Stil, schade.

    Weil ich davon abrate, wenn nichts davon abhängt, das Imkern gegenüber lebensbedrohlichen Risiken hintenanzustellen!? Hä!?


    Beste Grüße,

    Ralf

    Hallo Ralf,


    der Ton macht die Musik, aber das weißt du.


    Und damit wieder zurück zum Thema!


    Gruß

    Werner

  • Ja zurück zum Thema.

    Ich kann euch Queen den Anzug von imkergold empfelen. Er ist dick genug das die Biene nicht durchstechen kann und auch sehr luftig, so das man nicht darin schwitzt. Wie gesagt, bei mir kam bis jetzt nie was durch.

  • Ich weis zwar nicht warum dich das so stört wenn jemand der Meinung ist das man besser im Vollschutz imkert wenn man allergisch ist

    Das ist jetzt ungefähr das Gegenteil von dem, was ich geschrieben habe (im übrigen auch von dem, was Du geschrieben hast). Geschenkt. Aber zurück zum Thema:

    Ich kann aus der Praxis sagen, daß man in der Regel nicht beim Imkern direkt gestochen wird, sondern drumherum. Biene im Hosenbein, an der Rückenlehne im Auto, eine verklammte Bienen am Stockmeißel, an einer Wäscheklammer, wo auch immer. Davon kann man mit etwas Sorgfalt sicher 99% der Gelegenheiten ausschließen, aber wenn eine Biene reicht, wäre das eine Prozent mir zuviel, wenn es vermeidbar wäre.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Also bisher waren Stiche kein Problem, gegen das Jucken und Schwellen (Finger) hat er aber auch schon mal Fenistil genommen. Vor 2 Jahren 20 Stiche, 20 Tropfen Fenistil - alles ok.

    Am Sonntag 4 Stiche in Ellenbogen/ Oberarm, führten zu Nase zu, kurzer Atemnot (? er ist unachtsam) das war nach 5 tropfen Fenistil und kurzer Pause wieder gut, später war aber der ganze Arm vom Handgelenk an dick bis oben, und starke ! Gelenkschmerzen, nach Cortison Tabletten wurde es besser.

    Ich bin echt ratlos, er will aber nicht aufhören.

    Danke für alle Erfahrungsberichte!

  • Moin Queen,


    frag ihn doch mal ganz butt und sachlich, freundlich lächelnd auch, auf den Kopf zu, ob ihn das Leben nicht mehr freut. Und macht eine Hyposensibilisierung, danach geht es womöglich wieder. Keine Stichschutzkleidung ist absolut sicher, und gegen eine lebensbedrohliche Allergie würde ich mehr und anderes tun, als nach passender Garderobe zu suchen.

    Die wuchtigste Stichattacke, die ich erlebt habe, mit über fünfzig Stichen in den Kopf, hat ein Vorauskommando unter den Schleier vorgetragen, um dann dort zu stechen. Die taktische Reserve saß auf meinem Rücken, und als ich den Schleier abzog, zogen die ab. Sanierung im Raps, letztes Volk am Stand.


    Ich bin nun bisher nicht allergisch.

    Gruß und Kopf hoch!

    Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo,


    mein Schleier/Handschuhe liegen zur Not immer griffbereit. Kein Stich durch Schutz abzubekommen ist wie anschnallen im Auto und nicht verletzt werden wollen.

    Selbst "stichfeste" Kleidung ist fast wirkungslos wenn Bienen sich in Falten wie Armbeuge usw. befinden. Auch durch Gummihandschuhe oder beim Nylon-Kombi vom Sheriff stechen sie durch, wenn sie halt haben oder gequetscht werden.


    grüße Stefan

  • Queen :

    20 Stiche und 4 Stiche klingen für einen Einsatz (für mich zumindestens) recht viel. Wie arbeitet er denn? Ist er zu unruhig oder sind die Bienen sehr stichig?


    Ich würde für mich selbst folgendes klären:

    Will ich das Risiko eingehen?


    Wenn ja, dann muss ich mich schützen. Das ist dann zum einen direkter Schutz und zum anderen indirekter Schutz.

    1.) Vollschutz (direkt)

    2.) Nelkenöl (direkt)

    3.) Smoker anmachen/Wassersprüher dabei haben (direkt)

    4.) Zeit überlegen, wann ich an den Stand gehe/bestimmt Dinge durchführe (indirekt)

    5.) wenig/kein grober Eigengeruch (Parfüm/Deo)

    6.) immer ruhig und ausgeglichen arbeiten --> vorher alle Schritte planen, alle Dinge bereit halten/dabei haben (indirekt)


    Die Punkte klingen banal und sollen kein Vorwurf oder Behauptung von mir gegen Dein Mann sein.

    Aber so geht es mir ja selbst oft genug - schnell schnell mal zu den Bienen, nur kurz schauen, ach wenn ich einmal da bin, kann ich ja gleich... ach diesmal ohne Smoker/Schutz ... und schwubs hab ich 1 Stich.


    Viele Grüße,

    DerWiesenimker.

  • Ich habe liebe Bienen. Nach dem Abarbeiten einiger Völker bin ich noch in den Baumarkt. Wollte meinen Notizzettel aus der Hosentasche holen. Schmerzhaft. 3 Bienen hatten es sich darin gemütlich gemacht.

    Sicher gibt es nicht.


    Gruss

    Ulrich

  • Also bisher waren Stiche kein Problem, gegen das Jucken und Schwellen (Finger) hat er aber auch schon mal Fenistil genommen. Vor 2 Jahren 20 Stiche, 20 Tropfen Fenistil - alles ok.

    Am Sonntag 4 Stiche in Ellenbogen/ Oberarm, führten zu Nase zu, kurzer Atemnot

    ...

    Dann scheint er ein Allergikertyp zu sein, bei dem das mittlerweile (?) zu lebensbedrohenden Symptomen führt. Ich sage mal so:

    Stiche in Ellenbogen oder Arme hatte ich auch schon mehrere zugleich, sogar im Gesicht und an Armen zugleich. Aber wenn das so bei ihm massiv wirkt, dann sollte er sich ernsthafte Gedanken machen. Stell dir mal vor, ihr seid im Urlaub auf dem Wasser (extremer Fall) oder weit ab vom Schuß in den Bergen und er bekäme einen oder zwei Stiche im Hals/Kopfbereich, was dann? Ich denke lieber nicht darüber nach, auch wenn meine Hypo erkennbare und spürbare Verbesserung gebracht hat. Ich bin bis auf zermatschte Kniegelenke körperlich in guter Verfassung und habe keine anderen Krankheitsbilder, das sollte man auch bedenken! Trotzdessen darf ich mich mich nie zu sicher fühlen.


    Man muss nicht todesmutig sein, um riskante Betätigungen auszuüben, aber einen gesunden Respekt vor der Sache und der eigenen Gesundheit sollte man mindestens haben.

    Geht zum Facharzt und er soll erstmal halblang machen, bevor ein Rettungshubschrauber gerufen werden muss.


    Gruß Andreas

  • Habt ihr Kinder? Ich habe 2 davon. Würde sich bei mir eine Allergie gegen Bienengift einstellen, wären die Bienen so bald als möglich in guten Händen. Nur eben nicht mehr in meinen. Kann rase da nur zustimmen, das ist es doch nicht Wert.

  • Jetzt übertreibt mal nicht!

    Es imkert sich auch gut mit Allergie. Bei mir nun das 3te Jahr.

    Und zwischenzeitlich kenne ich mind. 4 weitere Allergiker, die trotzdem auch an die Bienen gehen.


    Entsprechender Schutz, Notfallset und der Besuch beim Arzt zur Hyposensibilisierung helfen ungemein weiter...

    Ich trage normalerweise ne Sherriff-Jacke und die blauen Handschuhe mit Gummierung.


    Stiche gab's seither auch immerwieder. Mehrfach am Übergang Socke-Hose oder direkt an der Hosennaht.


    Zwischenzeitlich habe ich keine Ganzkörperreaktionen mehr gehabt und bin wieder sehr entspannt am Weiterimkern.


    Gruß David

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • hmmm....


    Auf meine Frage an die Allergologin, wann ich wieder imkern dürfe, sagte sie,

    das müsse ich ganz alleine entscheiden.

    Sie könne mir trotz Hyposensibilisierung und problemlos überstandenem Provokationsstich keine Garantie geben.

    Im Gegenteil, das kann bei einem weiteren Stich völlig anders aussehen.

    Damit sei sogar zu rechnen.


    Und im Notfall hätte ich keine Minuten, sondern nur Sekunden.


    Und ich solle doch mal meine Familienmitglieder fragen, ob sie mich noch gerne bei sich hätten.


    Ich habe es noch nicht wieder angefangen, aber auch noch nicht völlig ausgeschlossen.

    Ich bin auch auf der Suche nach Stichfestem, komme aber immer mehr zu der

    Erkenntnis, lass es.

    Mit der Einsicht hapert es noch.


    Bei jeder Biene auf einer Blüte gehe ich erst mal interessiert daran, dann fällt es mir wieder ein,

    eh!, rückwärts laufen!


    Sorry, OT.

    Aber bisherige Schlussfolgerungen aus mehreren Freds:

    Stichfest ist nur der Name, Stiche riskiert man trotzdem.


    Gruß Doro