Kriterien für die Nachzucht

  • Hallo ihr Lieben,


    ich habe dieses Jahr eine für mich bisher außergewöhnliche Königin. Sie ist letztes Jahr als vom Volk geplante Schwarmkönigin geschlüpft, ich habe sie abgefangen und mit ihr einen Ableger erstellt. Der hat sich von Beginn an sehr gut entwickelt und nun sitzt das Volk im BR (Dadant) auf sieben voll bebrüteten Waben. Der Drohnenrahmen, den ich vor einer Woche gab, ist voll ausgebaut und bestiftet. Der erste Honigraum ist fast voll, heute habe ich den zweiten gegeben. Im Vergleich zu meinen anderen Völkern ist das Volk extrem stark (sie stehen alle in Hamburg/S-H, wir haben es also erst seit kurzem warm). Von so einer Königin möchte man eigentlich gerne nachziehen.

    EIGENTLICH, denn: Das Volk ist nicht das sanftmütigste. Man kann gut mit ihnen arbeiten, wenn gutes Wetter ist, heute ging das sogar ohne Rauch. Ohne Schleier würde ich mich aber nicht heran wagen, man wird immer sofort von einigen Bienen angeflogen und wenn man nicht besonnen und ruhig hantiert, auch mal gestochen.

    Ich würde gern wissen, wie ihr solche Kandidaten handhabt und welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt, von solchen Königinnen nachzuziehen. Man sagt ja, sie werden bei Standbegattung mit jeder Generation stichiger. So kann ich sehr gut mit dem Volk arbeiten, will aber nicht riskieren, dass Ableger zu kleinen Stechern werden. Falls jemand Erfahrung in der Zucht hat, freue ich mich natürlich sehr :)


    Viele Grüße, HoneyBee

  • Nimm Zuchtstoff von der, und such Dir zur Begattung eine Belegstelle, wo die Anpaarung in Punkto Sanftmut und dem Rest was Du erwartest paßt. Bucki oder Carnica wär mir da egal. Und dann schau.


    Oder zieh richtig viel zuviele Töchter von der und sortier nach der Standbegattung streng aus nach Deinen Kriterien.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ich hatte auch 2 sehr unruhige Verfolger- nach Öffnen der Beute und bei der Honigernte; beim Rasenmähen und sonstigen Tätigkeit kein Problem.

    Sind im oberen Mittelfeld und vital, nicht zuletzt auch , weil Imker sich bei solchen Völkern auf ein Minimum an Eingriffen beschränkt und sie sonst wirtschaften lässt. Man geht mit besserer Planung an diese, inzwischen haben sie selbst umgeweiselt und dank guter F1-Carnica/Buckfast als Drohnenlieferanten am Stand hat es sich verbessert.

  • den Aufwand mit der Belegstelle würde ich dann nicht treiben, das ist bei Basiszucht nicht vorgesehen.

    Der Nachbar mit Rottweilerbienen (und stolz darauf) ist da aber auch nicht vorgesehen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • den Aufwand mit der Belegstelle würde ich dann nicht treiben, das ist bei Basiszucht nicht vorgesehen.

    Der Nachbar mit Rottweilerbienen (und stolz darauf) ist da aber auch nicht vorgesehen.

    Moin,

    was sind denn "Rottweiler" Bienen?

    Gruss Andy

    ......das Gegenteil von Labradorbienen. Na halt aggressive Bienen.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Es gibt hier bei Hamburg ja sogar eine Landbelegstelle im Sachsenwald. Nur das Material für die Verschickung der Königinnen fehlt mir - mal sehen, was mein Konto so hergibt in der nächsten Zeit ;) Lust hätte ich.

  • den Aufwand mit der Belegstelle würde ich dann nicht treiben, das ist bei Basiszucht nicht vorgesehen.

    ... Basiszucht funktioniert nur, wenn man eine relativ große Anzahl von Königinnen zur Selektion hat. Ansonsten ist "Schiffbruch" vorprogrammiert.

  • Hartmut: bitte nicht gleich wieder löschen!!!

    Gehört jetzt zwar nicht zum Thema, aber dies sollte mal gesagt werden!

    Aggressive oder bösartige Rottweiler gibt es nicht! Es sind, von Natur aus, eigentlich die besten Familienhunde, Schutzhunde die es gibt. Das böse beim Rottweiler steht dann hinter Ihm am ende der Leine. Man kann aus jedem Dackel eine aggressive Bestie machen.

    Ich habe seit ettlichen Jahren Rottweiler und aktuell ein 6J. altes Weibchen. Einen treueren Vierbeiner könnte ich mir nicht vorstellen.

    Gruss Andy

    • Offizieller Beitrag

    Du weißt also schon vorher das Du einen Beitrag, der OT ist, schreiben wirst.
    Warum?
    Bei etwas Nachdenken könnte man auf die Idee kommen das der Begriff Rottweilerbienen sprichwörtlich gemeint sein könnte und es ist alles gut.
    Man muß da nicht eine Grundsatzdsikussion über Hund & Mensch los treten.