Robinie-2018

  • Werbung

    Angeblich soll der Wassergehalt sinken, wenn die Bienen ausreichend Platz haben um den Honig auszubreiten. Bei mir ist der Honig aber auch trockener, wenn weniger Platz ist. Dann ist nämlich eine höhere Temperatur im Honigraum möglich, wegen mehr Bienenmasse pro Raumeinheit.

  • Ich habe dieses Jahr zuwenig Honigraum gegeben, aber der Wassergehalt ist trotzdem historisch niedrig, z.T. zwischen 15 und 16%. Selbst das rauslaufen aus dem Abfüllkübel dauert ewig...

    Bei mir genauso. Robinie hab ich mit 17,0 % Abgefüllt. Sonst viele Eimer um die 16,5 %, der trockenste hat 15,9 %. Ein mal war ich zu wagemutig und hatte zwei Eimer mit 22% Wassergehalt, aber die wurden schnell mit zu trockenem Honig gemischt und ein Teil kam in den Rumtopf. :)

    Rezept: siehe im Forum Rezepte!


    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eisvogel () aus folgendem Grund: Beitrag geteilt. Eisvogel

  • Hatte gedacht ob's evtl. am Enghalten in meinem 12er Dadant liegt, da ja bei 6 Waben im BR unter der Hälfte des HR ein Leerraum ist.

    Jedoch -

    Nachbar imkert im Zander und hatte das gleiche Phänomen. Spritzprobe i.O., unter den Zelldeckeln wie Wasser.

    Hab heut das Letzte noch entdeckelt.


    MFG André

  • Kann es auch daran liegen, dass die Bienen zu viel in kurzer Zeit eintragen und nicht zum Trocknen kommen. Dazu noch ungünstige aüßere Umstände (Luftfeuchtigkeit/Temperatur) in der Nacht, was das Trocknen verzögert?

    Kann ich mir theoretisch so vorstellen.

  • Was es braucht, sind eine Menge Jungbienen, um den Nektar umgehend zu verarbeiten.

    Deshalb vermeide ich es in dieser Zeit Honigraumbienen für andere Zwecke zu entwenden.

    Zudem verzögere ich das Abschleudern soweit möglich nach hinten.

    Das ist natürlich immer ein Risiko vor der Linde; klappt aber meist.

  • Was es braucht, sind eine Menge Jungbienen, um den Nektar umgehend zu verarbeiten.

    Deshalb vermeide ich es in dieser Zeit Honigraumbienen für andere Zwecke zu entwenden.

    Bei der gängigen Praxis der Brutwabenableger zur vermeintlichen Schwarmverhinderung durch Schröpfung fehlen diese Jungbienen auch.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Was es braucht, sind eine Menge Jungbienen, um den Nektar umgehend zu verarbeiten.

    Deshalb vermeide ich es in dieser Zeit Honigraumbienen für andere Zwecke zu entwenden.

    Bei der gängigen Praxis der Brutwabenableger zur vermeintlichen Schwarmverhinderung durch Schröpfung fehlen diese Jungbienen auch.

    Die fehlen dann aber auch später zum sammeln;)

  • Wenn sie schwärmen können, fehlen nicht nur die Jungbienen.


    Die gaanz Alten brachten die Weisel um, wenn die Robinienknospen weiße Spitzen zeigen. Die nannten das „diamantene Regel“.

    Ich finde das undankbar, hab das aber mal versehentlich „hingekriegt“ -> Honig ohne Ende…


    Bei uns ist normalerweise nur die Frühtracht lukrativ. Da reicht es, die Volksstärke bis zur Linde zu erhalten - danach geht’s an die Vorbereitung für‘s nächste Jahr.

    Heide gibt’s hier auch, aber die Wanderplätze werden „vererbt“ und mir ist das alles zu spät für den Neuaufbau für das nächste Jahr.


    Grüße Ralf



    Grüße Ralf

  • Der diesjährige FJ-Honig bei mir muss einen erheblichen Anteil Robienienhonig enthalten. Üblicherweise kristallisiert die Frühtracht nach 2 - 3 Wochen mit dem schönen Perlmuttschimmer. Dieser deutet sich mittlerweile 4 Wochen nach der Ernte gerade mal hauchdünn an. Der Honig ist im Rührtopf noch immer wenig eingetrübt, also relativ wenig kristallisiert. Mir fehlt die Erfahrung zu Robinien haltigem Honig, da überwiegend Standimkerei und regelmäßig gewittriger Starkregen zur Zeit der Robunienblüte. Somit war bisher der Anteil unscheinbar. Aber dieses Jahr setzt mehrere Standards....

  • Kann es auch daran liegen, dass die Bienen zu viel in kurzer Zeit eintragen und nicht zum Trocknen kommen

    Auch wenn man das immer wieder so liest, habe ich doch im Laufe der Jahre immer wieder genau das Gegenteil erlebt: Je mehr Honig auf einen Schlag, desto trockener.

    Letztes Jahr hatte ich ein sehr schlechtes Robinienjahr: Sehr schleppender Eintrag, Wassergehalt der kümmerlichen Ernte bei 17,5%.

    Dieses Jahr das krasse Gegenteil: In elf Tagen hat jedes Volk drei Zargen Mittelwände ausgebaut, mit Honig bis in die letzte Ecke vollgeknallt und z.T. den Brutraum reichlich verhonigt.

    Mit ca. 14,5% Wassergehalt hatte der Honig die Konsistenz von Alleskleber und ließ sich nur widerwillig schleudern (600sek. Programm in der Selbstwende).

    Wenn die Beutenkonstruktion stimmt, dann trocknen auch große Honigmengen nebenbei im normalen Betrieb mit.


    Grüße,


    Thomas

  • Mir gehts wie der Ollen Flachzarge.

    So trocken habe ich die Robinie in solchen Mengen schon seit Jahren nicht mehr aus den Völkern geholt. Lies sich mit den Radialschleudern allerdings ganz gut ausschleudern, nur durch die Siebe ging es manchmal im Schneckentempo.

    MfG Thomas

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Ja,

    bei Honig darf man echt nicht nur aufs äussere Erscheinungsbild sehen.

    Bei mir war die Robinie 2018 auch dünn, fast farblos. Innerhalb eines Tages Zunahmen von bis zu 9 Kilogramm.

    Lief aus der Schleuder, dass ich dachte, das pladdert ja, wie wenn eine Kuh das Wasser lässt, den Honig kannste ohne Umweg über ein Glas gleich wieder einfüttern.

    Aber nee, ich war dann doch leicht erstaunt:

    Nach Abkühlen, gemessen mit Refraktometer 15,8 bis maximal 16,5 %, das Aräometer (ich habe dem Braten echt nicht getraut)

    blieb bei 16% stehen.

    Jetzt, da auf 18°C gekühlt, wunderbar sämig, alles, wie es sein soll.