7 Monate alte Futterwaben verfüttern oder entsorgen?

  • Hi,


    ich habe mit der Suche einen Haufen ähnliche Themen gefunden, aber nicht ganz dasselbe, daher dieses neue Thema. Ich habe vor einigen Jahren mal einen Ableger mit Futterwaben vom Vorjahr gefüttert. Daraufhin ist dort eine Art Dünnpfiff ausgebrochen und einige Tage (Wochen?) war das Flugbrett voll mit braunen Kotspritzern. Der Ableger hats überlebt, aber ich habe mich schuldig gefühlt. Jetzt habe ich wieder Futterwaben (Honig, kein Zuckerwasser) vom Vorjahr übrig, kann ich die an Ableger verfüttern oder riskiere ich, sie dadurch mit einer Krankheit zu infizieren?

    Die Völker waren bei der Entnahme nicht erkennbar krank, die Waben wurden nach der Entnahme einige Tage tiefgefroren und dann bei etwa 18° C im Keller gelagert.


    Gruß,

    Michel

  • Moin Michel!


    Wenn du weißt woher die Waben kommen, was drin ist und das die (noch existenten?) Völker nicht krank waren, warum nicht?

    Ich würd`s, sofern die genannten Punkte alle zu deiner Zufriedenheit und Beruhigung zu beantworten sind, tun.


    Gruß

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Gib den Bienen, was du auch selber noch essen würdest.

    Ich probiere Sirup oder Futterwaben regelmäßig, bevor ich sie in die Völker hänge.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Hallo Michel,

    das ist eine Frage, die ich mir auch schon gestellt habe und die ich bisher im Forum noch nicht gefunden habe.


    Ich möchte die Frage an dieser Stelle ergänzen: Ist ein kurzes Einfrieren zum Abtöten evtentueller Keime zwingend notwendig? Ich lagere meine herausgenommen Futterwaben für die Ablegerbildung in einem ausrangierten Kühlschrank, der nur dafür für eine kurze Zeit im Betrieb ist. Diese friere ich vorher nicht ein.

  • Den Durchfall könnten die bekommen haben, wenn in der Futterwabe zu viel mineralstoffhaltiger Nektar war, zum Beispiel Waldhonig.

    Seit wann ist Waldhonig schlecht für Ableger? ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife


  • Ist ein kurzes Einfrieren zum Abtöten evtentueller Keime zwingend notwendig?

    Meines Wissens ist das nötig, um die Wachsmottenlarven abzutöten. Mache ich es nicht, kann ich sicher sein, dass die Viecher darin wüten. Ist das bei mir ein Sonderfall, oder sind die bei euch auch latent in jedem Volk vorhanden?

  • Waldhonig ist zum überwintern schlecht, weil ballaststoffreich und die Damen ggf. für längere Zeit nicht abkoten können. Bei fliegenden Ablegern stellt sich das Problem nicht, ergo, der Durchfall kam woanders her. Nosema? Ruhr? - wir wissen es nicht.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • die jetzt nicht trocken sind, sondern zum Teil blasiges Wasser angezogen haben kommen in den Schmelzer. Einige mit mehr als 3/4 verdeckeltem Altfutter und Rest schon mit frischem Nektar kommen für die Ableger zur Seite oder markiert hinten in den ersten Honigraum als Futterreserve. Die vom letzten Jahr nach standen, kommen alle in den Waschkessel. Der Platz wird für volle Honigkübel gebraucht.

    Da kann man schon mal anfangen das Aufräumen zu üben, wenn der Beutenkäfer ankommt, kann man ehe nichts lagern ohne große Kühlräume.

  • Hallo Bienenfreunde!


    Immer wieder kann man lesen, dass Futterwaben entsorgt werden müssen, insbesondere Waben von eingegangenen Völkern. Mir ist schon klar, dass man verkotete Waben aus hygienischen Gründen nicht verwenden sollte.


    Ich wollte es aber genau wissen und habe einen Teil meiner Ableger vor ein paar Jahren genau damit gefüttert. Es konnte kein Unterschied zu den anderen Ablegern festgestellt werden. Das ist auch einleuchtend, denn jede Krankheit hat bei den Bienen ihre Jahreszeit. Im Sommer, wenn der Bienenumsatz voll läuft, sieht es anders aus als im Winter, wenn die Bienen bis zu 6 Monate alt werden sollten.


    Fremde Waben gehen gar nicht, denn da besteht auf jeden Fall die Gefahr von Faulbrut.


    MfG

    Honigmaul