Schwarmsaison_2018

  • Hallo,

    auch bei uns im Unterallgäu wenig Schwarmstimmung (nur die standbegatteten Kö waren schwarmlustig).

    Heuer hatte ich wenig Zeit zur Schwarmkontrolle und auch keine Ableger usw. gemacht- über zwei bis drei Wochen keine Kontrolle- und so sind 4 von 23 Völker geschwärmt.

    Das zeigt mit eindeutig - Einräumiger Brutraum mit eigenen Belegstellenköniginnen sind

    schwarmträge und lassen sich gut führen. Selbst meine älteste Zuchtmama (blau) kam trotz

    massiven Honigeintrag nicht in Schwarmstimmung. :)

    Mfg Ruth

  • Ich hatte folgenden Aufbau: 1. Zarge: Brutnest, 2. Zarge: über Absperrgitter mit Mittelwänden, 3. Zarge: Honigraum. Das hatte ich in den Vorjahren auch so. Halt nur mit 2 Bruträumen. Ich habe hier im Forum gelesen, daß die Carnica den Honig gerne brutnestnah lagert. Das kann ich dieses Jahr bestätigen. Ich habe neben dem eben beschriebenen Volk noch 2 Wirtschaftsvölker mit im Herbst neu eingeweiselten Carnica-Königinnen. Eine wurde im Frühjahr umgeweiselt und die Arbeiterinnen haben nun wieder gelbe Ringe, die Andere hat auch das Brutnest verhonigt, trotz 2 Honigräumen und ich fand dort auch 2 Schwarmzellen. Am Besten ist eine aus 2016, mit gelben Ringen auf 2 BR+3HR und nur ein paar Spielnäpfchen. Ich will hier aber keine Diskussion über Bienenrassen los treten. Es ist halt so meine Beobachtung. LG

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca

  • Ich hatte folgenden Aufbau: 1. Zarge: Brutnest, 2. Zarge: über Absperrgitter mit Mittelwänden, 3. Zarge: Honigraum. ...

    Also 2 HR:roll:

    Ich schätze mal, die 3. Zarge waren ausgebaute Mittelwände (also Leerwaben), richtig?

    Wenn ja, dann versuchs mal andersherum. Über dem Absperrgitter die Leerwaben und dann die Mittelwände. Am Anfang hat es noch nicht soviele bauwillige Jungbienen, die die MW ausbauen können.

    Als Biene hätte ich auch keine Lust über Mittelwände bis hoch in die Leerwaben zu latschen und den Nektar dort hin zu schleppen. Da haue ich den lieber in den Brutraum.

    Bienen sind eben genauso faul wie wir;)

  • Ich hatte folgenden Aufbau: 1. Zarge: Brutnest, 2. Zarge: über Absperrgitter mit Mittelwänden, 3. Zarge: Honigraum. Das hatte ich in den Vorjahren auch so. Halt nur mit 2 Bruträumen. Ich habe hier im Forum gelesen, daß die Carnica den Honig gerne brutnestnah lagert. Das kann ich dieses Jahr bestätigen. Ich habe neben dem eben beschriebenen Volk noch 2 Wirtschaftsvölker mit im Herbst neu eingeweiselten Carnica-Königinnen. Eine wurde im Frühjahr umgeweiselt und die Arbeiterinnen haben nun wieder gelbe Ringe, die Andere hat auch das Brutnest verhonigt, trotz 2 Honigräumen und ich fand dort auch 2 Schwarmzellen. Am Besten ist eine aus 2016, mit gelben Ringen auf 2 BR+3HR und nur ein paar Spielnäpfchen. Ich will hier aber keine Diskussion über Bienenrassen los treten. Es ist halt so meine Beobachtung. LG

    Ändere deine Betriebsweise für den Honigraum auf Halbzargen. Setze im Frühjahr direkt auf das Brutnest eine Halbzarge mit ausgebauten Waben, darüber eine mit Mittelwänden. Wenn die untere Halbzarge angetragen und die obere ausgebeut ist, geht es weiter.

    Setze dann immer direkt über das Absperrgitter von unten nach oben zwei Halbzargen, eine mit Mittelwänden und eine mit ausgebauten Waben. Die Honig bereitenden Bienen wandern dann mit den Zargen immer weiter nach oben, sodass eine brutnestferne Stapelung realisiert wird. Auf diese Weise immer reichlich Raum geben!

    Die Bienen lagern den frischen Nektar jetzt im unteren Bereich des Honigraums und tragen ihn nach Reifung in die oberste Zarge.

    Sowie die oberste Zarge reif ist, unverzüglich schleudern und dann wieder direkt über dem Absperrgitter einsetzen. So hältst du die brutnestferne Lagerung aufrecht und verhinderst die Verhonigung des Brutnestes.

    Gruß Ralph

  • Kleingartendrohn : Vielen Dank für die gute Erläuterung. Die vorgeschlagene Änderung der Betriebsweise für die Honigräume werde ich aber leider so nicht hinbekommen. Eine grundlegende Erkenntnis meines bisherigen imkerlichen Handelns ist, wirklich nur mit einem Rähmchenmaß zu arbeiten. Die Zargenanordung mit Mittelwänden und Waben hatte ich tatsächlich falsch gemacht, das werde ich ändern. Jetzt muß ich erst einmal mit dem Schwarmtrieb leben. Ich hoffe, daß er in 3 Wochen abebbt. LG

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca


  • Das kam einen Tag vor Muttertag per WhatsApp mit dem Kommentar: "Bitteschön!"


    Ich schon völlig entnervt, weil zwei Tage vorher bei Durchsicht alles ganz brav war.

    Aber nee, es gab einen Anruf von Bekannten im Nachbarort, ich war unterwegs, und der Göttergatte der Imkerin hat nun jahrelang soviel mitgekriegt, dass er mal eben mit dem Ikeakorb und der Gartenschere und Wassersprüher mit dem Moped los ist und mir mein coolstes Muttertagsgeschenk ever aus dem Obstbaum geerntet hat (Muttertag darf man mir sonst nichts schenken, nur gegen Strafe!). Zwei Trauben in schönster Pflückhöhe.


    Sehr brave Buckies sogar mit einigen hübschen orangen Jungs dabei, die sind schon im HR zugange :daumen:


    Nehm ich gern nochmal aber hier ist nix los, gar nichts bisher.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Nun hat es einen Bekannten (des Freundes vom Cousin meiner Mutter 8)) wohl auch erwischt. Das Volk war schon in Schwarmstimmung und er meint nun, der Flugbetrieb habe deutlich nachgelassen. Am Wochenende wollen wir mal in die Kiste schauen. Falls sich der Verdacht bestätigt, frage ich mich, wie man die Sommerbehandlung mit einer möglichst uneingeschränkten Honigernte vereinbaren könnte. Der Zustand ohne verdeckelte Brut müsste etwa drei Wochen vor dem Trachtende eintreten. Wenn man dann Oxalsäure verdampft, ist nix mehr mit Honig, aber wenn man noch drei Wochen länger zuwartet, müsste man das noch junge Volk mit der gerade ausgelaufenen ersten Brut bereits wieder malträtieren … :/ Wie würdet Ihr vorgehen?

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • PDF in #1 + 148, 155, 160, 286:

    TBE mit weiselrichtigem Brutsammler


    Die Anwendungsvorschriften für OX würden sogar erlauben, die Bienen im BrR zu behandeln, während der HoR (bienenleer mit vortägiger Bienenflucht) abgenommen ist (anderem Volk aufsetzen oder zwischenlagern). Nach der Behandlung dürfte man den HoR wieder zurücksetzen. Mindestens 1 Tag Karrenz wäre wohl einzuhalten. Mir wäre die Gefahr des Umtragens von OX-kontaminiertem Honig in den HoR trotzdem zu groß. Ist OX erst einmal in den Honig gelangt, geht sie dort natürlicherweise nicht mehr heraus außer durch Verstoffwechselung in einem Organismus, das haben Untersuchungen nachgewiesen (Uni Hohenheim?).