Wie bekomme ich eine Versandkönigin am besten ins umzuweiselnde Volk?

  • Hab dieses Jahr ein paar Apideas benutzt, zum ersten Mal. Zusätzlich zu den EWKs. Das Schöne beim EWK ist, daß man sofort sieht, ob die Königin da ist und wie die Brutwabe aussieht. Nicht alle Belegstellen nehmen alle Begattungskästchen.

  • Also ich werde mal mit einem Mini den Versuch mit Zeitung so machen, wie oben beschrieben. Ich denke nur, daß die Königinnen manchmal ihre alten Behausungen als Rückzugsort nutzen, wenn sie den in die Beute mitbekommen. Hatte letztens ein Wirtschaftsvolk umgeweiselt, wo ich das EWK mit reingegeben habe, aber nur die vordere Scheibe durch Zeitung ersetzt. Bisher 2 Mal vorsichtig geguckt. Waben mit Brut voll, aber Königin saß immer auf ihrer alten Wabe im Kästchen. Habe dann gestern auch die hintere Scheibe entfernt. Den Teil hinter dem Kästchen haben die Bienen ignoriert.

    Man braucht halt bei Völkervereinigung mehr Zargen.

  • kaktusland Ich habe zwar nicht allzu viel Erfahrung, aber meines Erachtens kann man spätestens nach einer Woche die Königin zwangsweise dorthin befördern, wo sie hin soll. Wurde sie bis dahin nicht getötet, wird sie auch weiterhin nicht abgestochen werden. Ich mache es deshalb so: Versandkönigin in ein Apidea (einziger Verwendungszweck von Apideas bei mir), dann Apidea auf dem Kopf (ohne Deckel latürnich) auf die Zielbeute, auf das Zielvolk aufgelegt, Halbzarge drum herum ohne alles. Nach einer Woche schauen: Wenn die Königin unten ist (war sie meist bei mir), dann ASG zwischen Apidea und Beute oder direkt Apidea entfernen, wenn sie noch oben ist, nach unten befördern und dann wieder ASG zwischen Brutraum und Apidea oder Apidea weg. Entscheidend dürften die ersten Stunden oder Tage sein. Nachher muss man meines Erachtens nicht mehr allzu zimperlich vorgehen. :)

  • Versandköniginnen gibt es bei mir nicht mehr (außer ich versende selbst). Deshalb will ich ja möglichst den Käfig umgehen, wenn er der Königin schadet. Die Apideas nehme ich für meine eigene Zucht. Ich habe jetzt (dieses Jahr) 2 davon eingeweiselt (in den ehemaligen Sammelbrutableger und mein Miniplus-Volk, das unter der Palette gebaut hatte und jetzt in einer richtigen Beute wohnt). Die waren definitiv weisellos. Ich schiebe den Boden halb auf und lasse den Deckel drauf. Bei der einen habe ich eine Zeitung am offenen Boden befestigt und das Apidea auf die Oberträger gestellt mit Ganzzarge drüber, weil ich keine Halbzargen habe. Apidea neulich rausgenommen und die Wäbchen an Spezialträgern von Holtermann oben eingehängt. Die Beute läuft super. Königin arbeitet fleißig. Bei der anderen habe ich eine Zeitung vollflächig auf die Oberträger gelegt (weil ich meine Reißzwecken vergessen hatte) und das Aipidea mit aufgeschobenem Boden draufgestellt. Da habe ich aber bisher nur vorsichtig reingeschaut, wollte ihnen noch etwas mehr Zeit geben, bis ich das Apidea entferne. Mal sehen, wie lange ich das EWK in der anderen lasse. Die Brutwabe dort ist voll. Ich könnte sie natürlich ausschneiden und einbauen oder in einen fremden Honigraum stellen zum Auslaufen, oder aber ganz hinten in die Zarge, dann wird die wahrscheinlich nicht mehr genutzt. Ich denke gerade über die ideale Methode für mich und die Königin nach und probiere auch ein bißchen.

  • Ich stelle mich mal wieder zu doof an bei der Bienengewinnung für Mini-Kunstschwärme. So lief es gestern, habt ihr Ideen wie es besser läuft?


    Gestern vormittag kam die Mail dass eine unbegattete Königin verschickt wurde. Als ich zur Mittagspause heimkam, lag da schon summende Post im Briefkasten. War ja klar, am einzigen Tag dieser Woche an dem ich Nachmittags nochmals arbeiten musste. Also meinem Mann im Home-Office die Kids aufs Auge gedrückt und abgezischt.


    Wollte Honigraumbienen für nen Mini-Kunstschwarm sammeln. Pustekuchen, kühl, Nieselregen, Wind, die Völker saßen alle unten im Brutraum zusammengekuschelt. Nur bei einem Volk waren welche oben. Die ganz optimistisch feucht gemacht und abgeklopft in den Trichter - Mann konnten die trotzdem noch gut fliegen. Also schnell „richtig“ nass gesprüht, hat noch gereicht um ein winziges Häuflein Bienen in die Kiste zu bekommen, der Rest war abgeflogen.


    Nun habe ich mangels anderer Alternativen Brutraumwaben genommen. Damit keine Drohnen und keine Königin reinkommen habe ich noch eine Leerzarge mit Absperrgitter zwischen Kunstschwarmkiste (=Ikea Mülleimer) und Trichter gebaut. Bienen nass gemacht, abklopft/gefegt und versucht zu sieben. War ein Satz mit x, da saß dann ein Häuflein nasser Bienen auf dem Absperrgitter und keine ging/fiel nach unten in meine Kiste. Also habe ich Aschenbrödel gespielt und von Hand die Drohnen aus den Haufen gesammelt und dann alles was noch nicht weggeflogen ist vom Absperrgitter in die Kiste gekippt. Das Ganze dann nur aus zwei Völkern weil mir langsam auch die Zeit weglief, musste ja wieder zur Arbeit. Die Königin in den nassen Haufen Bienen gekippt und Deckel drauf.


    Letztendlich scheint es geklappt zu haben, im Keller summt jetzt ein winziges Träubchen (ein Kaffeepot voll) ruhig vor sich hin. Ganz anders als mein erster Kunstschwarm letztes Jahr der 3 Tage gebraust hat und wo die Königin weitere 14 Tage später tot im Völkchen lag.


    Aber das muss doch irgendwie eleganter gehen?


    Die nächste unbegattete Königin ist schon angekündigt, Wetter bleibt gleich. Habt ihr Ideen, wie ich die mit weniger Gemurkse unter Bienen bekomme?


    Ach und Anschlussfrage: die Wetteraussichten sehen düster aus, in den nächsten 10 Tagen nicht ein Tag der für Begattungsflüge taugen könnte. Ab welchem Zeitraum ist es zu spät und ich kann das Projekt abschreiben?

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker

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  • edit, die Antwort auf die letzte Frage habe ich inzwischen selbst gefunden, hatte mich bei der Suchfunktion dusselig eingestellt.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker

  • Das Problem hatte ich auch schon, kommt mir bekannt vor :)


    Wenn du besser planen kannst, also eine Nacht zur Verfügung hast, kannst du die Bienenflucht einlegen, darunter sammeln sich ja auch viele Bienen.


    Die hast du dann keine 24 Stunden drin, also wie beim Honig ernten, das sollte für die Bienen kein Problem sein. Drohnen und die Königin sollten da auch nicht drin sein, war bei mir bisher jedenfalls nicht so.

  • Das Problem hatte ich auch schon, kommt mir bekannt vor :)


    Wenn du besser planen kannst, also eine Nacht zur Verfügung hast, kannst du die Bienenflucht einlegen, darunter sammeln sich ja auch viele Bienen.


    Die hast du dann keine 24 Stunden drin, also wie beim Honig ernten, das sollte für die Bienen kein Problem sein. Drohnen und die Königin sollten da auch nicht drin sein, war bei mir bisher jedenfalls nicht so.

    An Bienenflucht hatte ich auch schon gedacht. Aber dafür brauche ich ja auch Bienen überm Absperrgitter. Ginge es verdeckelte abgefegte Brutwaben als Saugling hochzuhängen um damit Bienen in den Honigraum zu bekommen? Funktioniert dann die Bienenflucht noch?


    Und was mache ich bei dem kalten Wetter in 3 Tagen mit dem „Tassenschwarm“? Eigentlich sollten sie mit einer Futtertasche voll Teig zwei Kompartimente meines Viererbodens bekommen (eines der Fluglöcher natürlich zugestopft) und die andere Königin mit ihrem noch zu generierenden Minischwarm das zweite. Das Ganze auf einem eigenen Stand, fern von den anderen Völkern. Kann so eine Mini-Bienenmasse aber bei 7 Grad Nachttemperatur selbstständig in einer Holzkiste überleben? Oder packe ich die bis das Wetter wärmer wird besser über Zwischenboden über ein anderes Volk und transportiere sie ab, sobald endlich wieder gutes Flugwetter kommt?

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker

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  • Hallo, die Tasse voll Bienen ist schon knapp. Das ist in etwa die Menge für ein Kieler Kästchen. Hast du kein warmes Miniplus, wo du sie rein tuen kannst?

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Hallo, die Tasse voll Bienen ist schon knapp. Das ist in etwa die Menge für ein Kieler Kästchen. Hast du kein warmes Miniplus, wo du sie rein tuen kannst?

    Bis bald Marcus

    Ne ich hab doch Warré. Ich könnte die Zarge mit den zwei Minis isolierend einpacken. Das erscheint mir aber murksig. Also wahrscheinlich tatsächlich besser auf ein anderes Volk oder einen starken Ableger der auch noch keine begattete Königin hat drauf? Könnte auch das „ganze Paket“ zu einem anderen Stand bringen.

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker

  • Moinsen,


    was das Timing angeht, sprich doch mal mit Deinem Züchter: natürlich sollte die Königin so schnell, wie möglich in eine Kiste mit Bienen. Aber wenn der Versand einen Tag länger dauert, überlebt sie das ja auch. Also mit einem Tropfen Wasser versorgt im Kühlen, dunklen (natürlich nicht im Kalten) sollte das mE - zur Not - auch noch weitere 24h gutgehen. Jedenfalls besser, als sie mit einer Hau-Ruck-Aktion zu gefährden (meine ich nicht vorwurfsvoll, ich kann Deinen Impuls sehr gut nachvollziehen!). Das nur, weil Du an dem Tag nun wirklich überhaupt keine Zeit hattest.


    Aber ne Woche auf schönes Wetter warten, geht natürlich nicht. Für Dein eigentliches Problem also keine Lösung. Da kann ich mangels Erfahrung aber leider nur Mutmaßungen beitragen. Was mir bei Deiner Beschreibung aufgefallen ist, ist, dass Du die Bienen auf dem AG nass gemacht hast. Da kleben sie dann eher daran, als durchzufallen, denke ich. Ich habe schon verstanden, warum Du das gemacht hast: das die so schnell Auffliegen bekommst Du aber wahrscheinlich nur durch die Genetik in den Griff - und ich fürchte, da beißt sich die Katze in den Schwanz.


    Kannst Du den Versand der nächsten Kö - in der Hoffnung auf besseres Wetter in zwei, drei Wochen - noch verschieben? Freundlich Nachfragen? Die Züchter kennen ja die Probleme. Ich habe das schon getan und hatte sehr verständnisvolle Reaktionen.

  • Hallo Deichkind,

    nach der ganzen mitgelesenen Vorgeschichte würde ich an Deiner Stelle mehr Ruhe reinbringen.

    D.h. weitere Versandkönigin abbestellen. Ich habe meine unbegatteten Königinnen auch abbestellt

    wegen der derzeitigen Widrigkeiten. War kein Problem für den Züchter. Dem ist glaube ich auch daran gelegen, daß seine wertvolle Zuchtarbeit aussichtsreich weitergeführt wird.

    Hmm...Tassenschwarm in Warré 2er Boden. Soweit ich gelesen habe, braucht es schon ein Kieler

    oder Apidea für solch kleine Einheiten. Falls Dir mit einem nagelneuen Apidea mit Sofortversand gedient ist, kannst eins von mir haben ( nur eines ). Dann per PM.

  • Deichkind

    Da ich zum Muttertag eine Warré Beute geschenkt bekommen habe, konnte ich kurz ausprobieren.

    Es passen 2 Apideas in 1 Warré Zarge genau nebeneinander. Je nach Positionierung gibt es noch

    5,5 cm Platz insgesamt nach vorne und / oder hinten. Jede meiner Zargen hat übrigens ein rundes

    extra Flugloch.

    Vielleicht hilft es ja ... auch mit Deinen netten Vereinskollegen ?