Bienen sind weg

  • Hallo all

    Ich muss kurz ausholen Bin Neuimker seit letztem Jahr und hatte zwei Buckfast Völker auf Dadant US

    Eins hat nachdem auf dem Versandweg eine Königin gestorben war (2 Wochen später wahr der Ersatz da) immer gemickert wahr also nicht so stark.

    Das zweite Volk wahr stark beide Völker wurden ordentlich gefüttert. Das schwache Volk hat das Überwintern es nicht geschafft.

    Was mich aber nun richtig irritiert und was ich noch nie gelesen habe - das starke Volk ist abgehauen bis zum 24 Okt. wahr noch alles in Ordnung.

    Danach bin ich für ein halbes Jahr in Urlaub geflogen und musste so die Bienen alleine lassen.

    Was habe ich falsch gemacht bzw. aus welchen Grund hauen Bienen so spät noch ab.

    Hatte vorher mit dem Nasenheider Verdunster noch gegen Varroa behandelt konnte während der Behandlung aber keine Auffälligkeiten feststellen.

    Ich wohne praktisch mit meinen Bienen zusammen, ich habe nur einen kleinen Garten und kann die Mädels so gut beobachten.

    Bauche also zwei neue Völker, Kehrschwarm, Ableger, Wirtschaftsvölker wer kann helfen?

    Gruß von der Elbe

    der Sri Lankäse

  • Ich verstehe nicht:

    "Danach bin ich für ein halbes Jahr in Urlaub geflogen"
    und
    "Ich wohne praktisch mit meinen Bienen zusammen"

    sowie
    "Tespe / Ahangama"
    und
    "Gruß von der Elbe"

    Welche Elbe meinst Du? Gibt es da eine in Sri Lanka?

    Und ohne Glaskugel kann dir wirklich niemand erzählen, warum das Volk weggeflogen ist.

    Zuletzt:
    "Bauche also zwei neue Völker, Kehrschwarm, Ableger, Wirtschaftsvölker wer kann helfen?"

    Na, wer?
    Der Imkermarkt
    Den gibt es aber nicht in Fernost...

    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Hallo Sri Lankäse,


    zusätzlich zu Han Kle Klee hier noch ein kleiner Fragenkatalog, um einen Eindruck von dem zu bekommen, was passiert sein könnte:

    Zitat

    Eins hat ... immer gemickert wahr also nicht so stark.

    Das zweite Volk wahr stark

    Wie stark waren die Völker denn Anfang Oktober? Wie viele Wabengassen besetzt?

    Zitat

    ... beide Völker wurden ordentlich gefüttert.

    Was heißt das? Wie viel Futter pro Volk und mit was hast Du gefüttert?

    Zitat

    Was mich aber nun richtig irritiert und was ich noch nie gelesen habe - das starke Volk ist abgehauen bis zum 24 Okt. wahr noch alles in Ordnung.

    Dafür gibt es verschiedene Gründe, berühmt geworden z.B. als "colony collapse disorder", dessen Ursachen wiederum vielfältig sein können.

    Daher wichtig die Fragen danach, wie sah die leere Kiste aus: Futter noch da? verkotete Waben? Geruch? Brut? Varroakot? tote Bienen auf dem Boden? usw.

    Ursachen bzgl. Winterverlusten werden z.B. diskutiert im Faden "Winterverluste 2017/2018".

    Zitat

    Danach bin ich für ein halbes Jahr in Urlaub geflogen und musste so die Bienen alleine lassen.

    Naja, Imkerei ist am Ende kein Halbjahresgeschäft ...

    Zitat

    Hatte vorher mit dem Nasenheider Verdunster noch gegen Varroa behandelt konnte während der Behandlung aber keine Auffälligkeiten feststellen.

    Wie genau: was? wann? wie viel?

    Zitat

    Bauche also zwei neue Völker, Kehrschwarm, Ableger, Wirtschaftsvölker wer kann helfen?

    Vorher wäre eine Ursachenforschung sicher richtig, die Du ja hier beginnst.

    Es heißt immer so nett: "Der größte Fehler steht hinter der Kiste" - darum seien die üblichen Eingangsfragen erlaubt: Hast Du schon einen Imkerkurs gemacht? Hast Du einen Imkerpaten? Gibt es schon Kontakt zum örtlichen Imkerverein? Und die Empfehlung: lesen, lesen, lesen!


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Hallo all


    iWei


    Das schwächere Volk hatte 4 Brutwaben

    das andere 5 Brutwaben.


    Futter je Volk 15 Kilo flüssig API FOOD SIRUP

    APIFONDA ca. 5 kg pro Volk

    Von Apifonda habe ich den Rest geschätzt circa 2 Kilo

    in der Beute gelassen als ich kosgefahren bin.(Hätte den wahrscheinlich besser rausgenommen)


    In der leeren Kiste waren 5 tote Bienen, in den Waben eingelagertes

    Futter circa 6 Kilo. Die Kiste wahr sauber und hat nicht gerochen.


    Varroa Behandlung 14 Tagen


    Vielleicht ist es ja unwichtig aber das Volk hat auch mein Wachstuch zerfressen.

    Ich lese sehr viel über Imkerei uns Bienen, es gib viel zu lernen.


    In einem Verein bin ich nicht, da ich immer aus gesundheitlichen Gründen für 6 Monate vor dem Wetter im Winter flüchten muss

    und immer erst wiederkommen kann wenn die Temperaturen steigen. Bei dem angefragten Verein habe ich leider keine Antwort bekommen

    sie wollten sich schriftlich melden, ich hatte dummerweise erwähnt das ich nur das Sommerhalbjahr da bin.

    Egal ob Schützenverein oder Hühnerzuchtverein oder Dartverein - alle wollen ihr Mitglied das ganze Jahr.

    Einen Imkerpaten habe ich noch nicht gefunden,suche aber fleißig in Reichweite um 20 km.

    Bei uns auf Dorf hat wohl sonst keiner Bienen.


    @ Han Kle

    In Sri Lanka gibt es keine Elbe, da ich zur Zeit aber wieder in Deutschland bin habe ich einfach mal so gegrüßt,

    ich wollte dich damit nicht durcheinander bringen sorry.

    Ich bin Frührentner und ein mittelalter Sack der vor seinem Häuschen sitzt und seine Bienen beobachtet.

    Ich sehe ein "mit den Bienen leben" wahr etwas übertrieben, ich werds nicht wieder schreiben.


    @ Machete viele Imker lassen ihre Bienen im Winter in Ruhe.

    Es steht oft geschrieben man soll die Beuten im Winter möglichst nicht öffnen.


    Gruß Sri Lankäse

  • Die Sache hat nur einen Haken. Der Winter bei uns hat keine 6 Monate! Kann mir nicht vorstellen wie man guten Gewissens Bienen halten kann, wenn man sich nur das halbe Jahr drum kümmern kann.


    Btw. soll es Imker geben, die im Winter gegen Varroa behandeln. Wobei der Winter sogar das ausschlaggebende Kriterium ist.

  • Klingt fast wie Satire...

    Wenn Du das in Zukunft auch so handhaben willst, fängst Du jedes Jahr von vorn an. Jörg hat schon geschrieben, dass es sich bei der Imkerei nicht um ein Halbjahresgeschäft handelt; nur weil die Bienen im Winter ihre Kiste nicht verlassen, heisst das nicht, dass man sich nicht um sie kümmern muss.

    Also entweder lässt Du die Imkerei bleiben oder suchst Dir jemandem, der Dir die Aufgaben im Winter abnimmt.


    Schönen Gruß,

    Patrick

  • Guten Morgen!

    Problem: Der Neuling macht eben nicht immer alles korrekt - zudem schlägt einem das Wetter manchmal ein Schnippchen. Außer Frage, dass ein Blick darauf von Vorteil gewesen wäre.

    Ansonsten:

    Was macht Ihr in der Regel von Oktober bis März an Euren Bienen außer der Winterbehandlung?

    Und selbst letztgenannte machen nicht alle Imker.

    Die Winterbehandlung ist nicht ausschlaggebend für das Überleben im Winter, sondern ein "Start" für das neue Jahr.

    Völker, die nicht im Dezember mit OS beträufelt werden, sind deswegen nicht gleich zum Tode verurteilt.

    Wer korrekt Sommerbehandelt hat, starke Völker aufgebaut hat und genügend (auch nicht zu viel!) eingefüttert hat, der hat eigentlich von Oktober bis März (abgesehen von der Winterbehandlung) gar nichts an den Völkern zu werkeln.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • So wie Anni sehe ich das auch. Die Winterbehandlung (bei mir i.d.R. Träufeln von Oxalsäure im Dezember) dient vor allem dazu, den Bienen einen milbenarmen Start ins neue Jahr zu ermöglichen. U.U. kann es wichtig sein, im Februar/März die Futtervorräte zu prüfen.

    Im vorliegenden Fall könnte ich mir ein "Kahlfliegen" im Herbst/Winter wegen zu hoheer Varroabelastung vorstellen. Möglicherweise hat die AS-Behandlung (nur 1-mal?), die ich auch mit dem Nassenheider prof durchführe nicht ausreichend gewirkt, z. B. wegen zu niedriger Temperaturen.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Egal, ob und wie man behandelt, die Bienen ein halbes Jahr komplett allein zu lassen, ist schon sehr optimistisch. Man kann nicht alles festbrennen lassen und dann begründen, dass Bienen schon länger als 60mio Jahre allein überlebt haben. Es gäbe auch noch andere Gründe, ab und zu mal nachzusehen, ob alles (auch am Stand) in Ordnung ist.


    Gruß Andreas

  • Die Bienen 1/2 Jahr sich selbst zu überlassen, ist sehr speziell aber vermutlich möglich. Sinnvollerweise sollte man aber bis zum Oktober bleiben, da dann noch Eingriffe wegen hohem Varroabefall notwendig sein könnten.

    Um die Winterbehandlung wegzulassen, wäre ab Ende Mai eine dichte Beobachtung der Varroaentwicklung erforderlich, verbunden mit der Bereitschaft, für den gesamten Stand das Bienenjahr vorzeitig zu beenden.

    Am Ende des Bienenjahres muss eine sehr hochwertige Varroabehandlung durchgeführt werden, beispielsweise komplette Brutentnahme kombiniert mit Oxalsäuresprühen. AS-Langzeitbehandlung 1x oder was sonst so empfohlen wird, ist da völlig unzureichend.

    Die Völker sollten nach Ende des Bienenjahres frühzeitig komplett aufgefüttert werden, um Einträge von Honigtau in das Winterfutter zu vermindern. Wenn der Honigtau nach dem Winterfutter kommt, wird er weitgehend noch im Sommer verbrütet. Es ist auch notwendig, mehr Winterfutter einzuplanen, da bei früher Beendigung des Bienenjahres ein großer Teil des Winterfutters verbrütet wird und im September nachgefüttert werden muss.

    Keinesfalls sollte man versuchen, späte Trachten (nach der Linde) zu ernten.

    Gruß Ralph


  • Hallo all

    Danke für euer Feedback und eure Tipps.


    Also meine Volker / Ableger sind erst in der Ersten August Woche gekommen, kommen sollen sie eigentlich im Mai. Mit Gesundheitzeugnis, Varroa Behandlung laut der Firma(große bekannte Firma).
    Ich hätte also erstmal nichts mehr machen brauchen, aber ich wollte besser sein, also habe ich Anfang Okt. eine 14 tägige Varroa Behandlung dabei ist mir aufgefallen das nicht soviel verdunstet ist wie es eigentlich sollte, ich hatte bei jedem Volk noch ca. 50ml über.

    Ich habe das dem Wetter zugeschrieben da es ja schon nicht mehr so schön wahr. Ich wollte bevor ich Abreise die Bienen nach der Behandlung noch beobachten deshalb habe ich aufgehört obwohl noch nicht alles verdunstet wahr.


    Ich denke wenn ich von April bis Okt. alles richtig gemacht habe dann schaffen die Bienen in der Regel die Zeit von Ende Okt. - Anfang April auch ohne mich. Ganz klar da habt ihr alle recht, wäre es besser wenn jemand mal schauen könnte, aber das geht zur Zeit halt nicht.


    Gruß Sri Lankäse

  • Du darfst nicht allen Werbeaussagen glauben, wenn Dir große, bekannte Firmen Bienenvölker verkaufen, noch dazu im August. Mag sein, daß die wirklich behandelt wurden, den Behandlungserfolg kannst nur Du am Volk kontrollieren, resp. abschätzen, wieviele Varroen noch im Volk sind bzw. wie hoch der relative Befall (also pro 100 Bienen bspw.) ist. Im August sollte bereits ein wesentlicher Teil der Winterbienen varroaarm erbrütet worden sein und dazu die Pflegebienen für die weiteren Winterbienenzyklen. Ob die von Dir gekaufte Belegschaft gesund aufgezogen wurde und langlebig genug ist, kann man leider bei Kauf im August nicht sehen oder messen. Man stellt die Folgen aber später (tod-)sicher fest. Auch ist die Frage, wo die gekauften Bienen aufgezogen wurden - War das in klimatisch wärmeren Gegenden der Fall, fehlen den Bienen die Wintereigenschaften (v.a. Langlebigkeit, Eiweißpolsterreserven usw.) - von der Einschleppungsgefahr von invasiven Parasiten aus jenen Gegenden ganz zu schweigen, vor denen das einfache Gesundheitszeugnis keinesfalls bewahren kann.


    Um Mißverständnisse zu vermeiden: Eine Spätherbst- oder Winterbehandlung ist bei Deinem Konzept (6-monatige Abwesenheit) hochproblematisch inbesondere aus 2 Gründen:

    - Spätbehandlung vermag ein zuvor bereits varroageschädigtes Volk nicht zu retten. Sie kann allenfalls für einen milbenarmen Start in der nächsten Saison sorgen.

    - Alle Spätbehandlungsmethoden setzen Brutfreiheit voraus, das hast Du bei Deinem Fehlversuch mit AS ja bereits selbst bemerkt. Die tritt nicht nach Kalender ein, sondern ist abhängig von verschiedenen Faktoren (Wetterverlauf, Volkszustand - müssen sie bspw. gegen überhöhte Sterberaten anbrüten? usw.). Dazu ist eine sichere Diagnose und sachkundige Beobachtung der Völker über eine gewisse Dauer hinweg nötig. Das kann auch die beste Vetretung nicht leisten, die Du Dir suchst. Da genügt es nicht, "ab und an mal nachzusehen, ob alles i.O. ist".