Dadant - Sammelbrutableger oder doch nach Pia Aumeier?

  • Mit einer fertigen Schwarmzelle, links und rechts, je einer Futterwabe, klappt das wunderbar.

    Das ist aber leider nicht eine Wabe ergibt ein Volk.

    "eine Wabe ergibt ein Volk"

    Man nehme eine Brutwabe Zander oder DN Wabe, eine Futterwabe, eine Leerwabe und lasse damit die Bienen von der einen Wabe eine superduper Königin nachschaffen.

    Bitte an die original Vorgabe halten.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Weiß ich doch!:)


    Aber wenn er unbedingt eine Einwaben Lösung haben will, wartet er bei den Schwarmkontrollen einfach auf Edelzellen und teilt das Volk auf. Kein Honig zwar, aber mehr Völker.

    Da ist die Kö wenigstens vernünftig.

  • Du könntest allerdings auch die HR direkt mit mit einer BF auf die avisierte Kiste packen und den ganzen Kram auf einen anderen Standort verstellen.


    Jetzt wo ich es schreibe, könnte man nicht gleich das zweitere ohne verstellen vornehmen?

    Beim Wandern in die Linde hab ich immer zwei Völker auf einem Bock, diese stehen immer ein paar Meter auseinander in einer Wiese.


    Neue Königin (legend!) im Käfig mit eeeecht wenig Zuckerteigverschluß(!) in eine leere Zarge mit MW. Die Völker abräumen (aufladen zum abwandern), die neue Kiste auf den Bock, Flugloch woanders als vorher. Batzen Zuckerteig oben auf die Oberträger, Bienenflucht drauf und dann die HR von beiden Völkern da drauf. Vier ist gut, fünf oder sechs sind besser (Evtl. nur einen KS aus drei Völkern, aus ganz fetten einen je Volk). Am nächsten Tag abräumen und ein Futtergeschirr drauf mit fünf Liter Sirup. Wenn die Königin noch nicht frei war einfach einlaufen lassen. Nach vier Tagen behandeln. Weiterhin dünn füttern, schieden, was man halt so macht mit Bienen.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Unterhalten wir uns hier ernsthaft über Völkervermehrung oder wird das hier wieder ein Faden für Einhornimker mit Feenstaub?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ginge denn auch, wenn man die HR Bienen an ein und demselben Stand auf einen anderen Platz stellt und entsprechend deiner beschriebenen Vorgehensweise eine legende Kö zugibt?

  • Nee, dann fliegen viele entweder weg (wenn Du die HR verstellst) oder das Altvolk räubert die spätesten beim flüssig fütterst still aus. Beides nicht gut. Im Mai bei Volltracht mag das gehen, aber sicher nicht Ende Juli (und das war die Aufgabe).


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Servus Zusammen,


    Kunstschwärme aus den Honigräumen mit einer zugesetzten Königin, welche in Mini-Plus schon ein paar Wochen gelegt hat, ist für mich die Basis meiner Imkerei.

    Neuer Wabenbau und eine gute Varroa-Behandlung ist ein super Vorteil.

    Meine Kunstschwärme vom letzten Jahr sind 100% aus dem Winter gekommen und machen richtig Freude. Keine Verluste!


    Bin kein Fan von Schröpfen und den dadurch entstehenden Ablegern.

    Aber jeder wie er will, denkt und meint....


    Grüße

    Thomas

    (Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen)

  • was ich nie verstehe: Warum propagiert sie es denn so herum? Ein Wabe mit Königin am alten Ort und den Rest der Kiste wegstellen. Aus der weggestellten Kiste nach ner guten Woche 3 Abteilungen bilden (die genaue Beschreibung ist "einfach" und würde ich ihr überlassen). Es wären einfach um Längen bessere Zellen gebildet und aus einfach volleren Einheiten umsorgt worden. Alles danach würde der Argumentation entsprechen - außer, dass man nicht "einfach" verdoppelt, sondern vervierfacht, was nicht so "einfach" wäre, da man ja "einfach" so mal mit der vierfachen Völkerzahl "einfach imkern" müsste.


    Aber ich will ja auch kein Buch schreiben.


    Grüße

    Holger

  • Ich sehe das nicht so kritisch. Klar kann es sein, dass die neuen Königinnen nicht optimal versorgt sind und dadurch in der Zukunft vielleicht etwas weniger leistungsfähig sind - ob das der Laie unbedingt merkt, sei mal dahin gestellt. Zwei meiner besten Wirtschaftvölker sind Einwabenableger aus dem letzten Jahr. Wenn man nicht glücklich mit der Königin ist, kann man so einen Ableger auch einfach im Spätsommer umweiseln.

    Definitiv ein Nachteil ist aber tatsächlich die Schwächung der Völker, von denen man die Brutwabe geholt hat. Insbesondere bei Großwaben, die ja dafür prädestiniert sein sollen, verlieren dabei Anfang April gerne mal 1/4 bis 1/3 ihrer Brut...

  • P. Aumeier sagt ja, dass Schröpfen (Austausch einer dicken Brutwabe durch eine Mittelwand) der Tracht nicht schadet, dabei denkt sie aber an Zander-Kisten, bei denen eine Brutwabe etwa 10% (?) der Brut ausmacht. Von diesen nimmt sie auch je Volk auf zwei Zargen nur alle 2-3 Wochen eine raus.
    Bei Dadant sieht das anders aus:
    Eine BW Dadant hat mindestens 30% mehr Brutzellen und stellt bei 7 voll bebrüteten Waben also auch eine Entnahme von 14% dar. Man muss auch bedenken, dass Zander-Brutwaben nicht ganz so flächig bebrütet werden wie Dadant-Waben bei angepasstem Brutraum.

    Das führt zu kräftigeren Ablegern, aber eben auch zu einem Trachtverlust.


    Dadant schröpfen ist meiner Meinung nach widersinnig. Bei Zander oder DNM mag das anders sein.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Zwei meiner besten Wirtschaftvölker sind Einwabenableger aus dem letzten Jahr.

    Und woher weißt Du, dass es die Besten sind ? - Nur weil sie über den Winter kamen ?....


    Man kann alles machen; Bienen sind höchst flexibel, da die Evolution viel von ihnen abverlangt hat. Sie überleben unter den widrigsten Umständen, aber sie benötigen dann die gesamte Leistung für ihren Fortbestand.


    Von sog. Einwabenbrutablegern lasse ich die Finger und Schröpfen ist m.E. unnötig, wenn nicht gar widersinnig.


    Meine Meinung


    Rainer

  • Ich sehe das nicht so kritisch. Klar kann es sein, dass die neuen Königinnen nicht optimal versorgt sind und dadurch in der Zukunft vielleicht etwas weniger leistungsfähig sind - ob das der Laie unbedingt merkt, sei mal dahin gestellt. (...)

    Definitiv ein Nachteil ist aber tatsächlich die Schwächung der Völker, von denen man die Brutwabe geholt hat. Insbesondere bei Großwaben, die ja dafür prädestiniert sein sollen, verlieren dabei Anfang April gerne mal 1/4 bis 1/3 ihrer Brut...

    'Gehen' tut vieles. Wieviel der hier im Forum geäußerten Probleme gehen wohl auf 'gehen tut das' zurück? Auch Einwabenableger, die sich ihre Königin selber ziehen müssen Anfang April, hey, was kann da schon schief gehen bei den Temperaturen und fast ohne Drohnen? Man kann von diesem Bruder Adam halten was man will, aber neben den gestellt könnte Pia sich in seinem linken Schuh eine Ferienwohnung einrichten. Auch wegen solcher Geschichten. Von wegen 'einfach Imkern', das ist Käse.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Zwei meiner besten Wirtschaftvölker sind Einwabenableger aus dem letzten Jahr.

    Und woher weißt Du, dass es die Besten sind ? - Nur weil sie über den Winter kamen ?....

    Weil es die mit Abstand stärksten Völker sind.


    Klar, hab ja auch nicht gesagt, dass das ideal ist. Aber wenn man ehrlich ist, läuft im Leben vieles nicht ideal :P