Ende Juni: 2 Zander → 4 Dadant

  • Wenn er das Mitte /Ende Juni macht, so wie iWei das vorgeschlagen hat, mindert das dann nicht seinen Honigertrag? Die Frühtracht ja nicht, so er eine hat, aber die Sommertracht?

    Bringt der KS noch Honig? Oder das Brutvolk? Oder sind die dann zu sehr dezimiert?


    Gruß Bettina

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Hab die Antwort schon gefunden dank Kleingartendrohn


    Zitat

    Noch eine Ergänzung zum Flugling mit neuer Königin: Das Muttervolk ist nach ca. 14 Tagen wieder optimal mit Flugbienen versorgt. Wenn es vor der Ablegerbildung trachtreif war, ist es nach diesen 14 Tagen auch wieder. Du kannst dann also sogar noch gut Honig aus der Linde ernten. Der Flugling bietet möglicherweise noch eine kleine Ernte aus der Winterlinde.


    Gruß Ralph

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Wenn er das Mitte /Ende Juni macht, so wie iWei das vorgeschlagen hat, mindert das dann nicht seinen Honigertrag? Die Frühtracht ja nicht, so er eine hat, aber die Sommertracht?

    Bringt der KS noch Honig? Oder das Brutvolk? Oder sind die dann zu sehr dezimiert?


    Gruß Bettina

    Er erwartet von diesen Jungvölkernkeine Tracht mehr.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Hallo swissmix ,

    Das Fazit für mich ist, dass es mit vier Völkern und tutti quanti eng werden könnte. Lieber drei gesunde Völker ein- und auswintern, als vier Schwächlinge ein- und nur zwei auswintern.

    völlig richtige Einstellung! Aber ich dachte bei Deiner Frage "2 nach 4" hattest Du Deine lokale Situation schon berücksichtigt und gingst davon aus das "2 nach 4" machbar sind. Ich imkere nordlich vom Alpenrand und so kann ich DEINE lokalen Gegenheiten schlechter einschätzen, das musst schon Du berücksichtigen - ich kann mir aber vorstellen das Du eine bis zu 4 Wochen kürzere Saison hast als ich, sofern der Sommer nicht durch Föhn verlängert wird - daher ist Dein Plan völlig OK! ;-) :-) - und Deine Einstellung ist super... :-) - mach weiter so...


    honigbanane , man muss sich schon entscheiden ob man Völker aufbauen möchte oder den Honigertrag maximieren. Ein gute Kompromiss ist oft, das man die Frühtracht mitnimmt und dann vermehrt, ohne noch Honig von den beteiligten Völkern zu erwarten.


    Gruß

    Franz

  • Ich denke, nach den zahlreichen guten Ratschlägen hier ist es nur höflich, kurz über den aktuellen Zwischenstand zu berichten:


    Den vorgesehenen Plan (je ein Kunstschwarm aus zwei Zander-Völkern in jeweils eine Dadant-Beute einschlagen und eine Brutscheune nachschaffen zu lassen), habe ich aus zwei Gründen verworfen: Erstens entwickelte sich ein Volk, das ich bereits verloren geglaubt hatte, doch noch zu einem schwachen bis mittelstarken Volk und zweitens wollte ich eine TBE mit Fangwabe statt mit Oxalsäure durchführen. Zwei Umstände kamen mir dabei sehr entgegen: Erstens kann man die langohrigen Zanderrähmchen gerade so für eine Woche in eine Dadantbeute hängen und zweitens war der Kauf der Nicot-Fütterer via meister-miezebien für dieses Vorhaben Gold wert: Die Fütterer passen genau unter oder über eine Zanderzarge. Mit je einer Holzleiste links und rechts passen sie wunderbar auf einen Dadant-Brutraum.


    Nun habe ich folgendes gemacht: Ich habe aus dem schwächsten Volk einen weiselrichtigen Zander-Brutsammler erstellt und die beiden anderen Völker komplett in je einen Dadant-Brutraum eingeschlagen (zusammen mit je einer Zander-Leerwabe und einer Zanderwabe mit offener Brut). Gut zwei Wochen später befanden sich nur noch Dadantwaben in den Beuten, je acht schöne Naturwaben (kontinuierlicher dünner Fütterung sei Dank). Aufgrund eines Missverständnisses und Fehlers meinerseits (hier nachzulesen, ab #351) befinden sich die beiden Völker nun leider gerade in einem Entwicklungsknick, der sich doch relativ deutlich bemerkbar macht. Sonst hätte ich sie vielleicht auf je zwölf Waben gebracht, woraus ich dann einem Tipp von Bernhard Heuvel folgend ein drittes bzw. viertes Volk gebildet hätte (Kö wäre vorhanden). Immerhin kann ich so nun sicher mal zwei Dadantvölker gut einwintern. :)


    Dem Brutsammler hat sich irgendwo noch eine Trachtquelle erschlossen. Ich hatte noch nicht eingefüttert, da noch etwas Honig vorhanden war und da es nichts zu bauen gab. Mit dem Wechsel in die Dadantbeute (Tag 28 gemäss dem Konzeptvon Kleingartendrohn ) habe ich den Honig ausgeschleudert und die Waben (wie schon davor bei den Brutspendern) über den Nicot-Fütterer zum Ausschlecken aufgesetzt. Das funktionierte wunderbar, ohne Leerzarge und ohne Licht von oben. Am Samstag wird die allerletzte Zanderwabe aus meinen Völkern fliegen; auch der Brutsammler hat schon schön begonnen, Dadant-Naturwaben zu bauen. Bis in vier Wochen (Endtermin für Auffütterung bei uns: Mitte September) sollten mit nun begonnener Fütterung genügend Waben ausgebaut und genug Futter eingelagert werden.


    Man hätte sicher mehr (sprich vier Völker aus jenen 2,5 am Anfang Juli) machen können, aber ich wollte es nicht übertreiben. Der Systemwechsel hat viel reibungsloser und entspannter geklappt, als ich mir das gedacht hatte. Und die Nicot-Fütterer (die ja nicht sooo viel kosten) sind jeden Rappen, äh Cent wert! :thumbup:Nochmals danke für die guten Ratschläge! :)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).