Flachzargenbetrieb

  • Lmgtfy... da ist er, der Artikel: Tautz, Festnetz der Bienen

    Den anderen Artikel hast Du bereits gefunden.

    Das bei 2 DNM die Verbindung schlechter ist ja gut das glaube ich aber bei kurzen Flachzargen?

    Die kommunizieren ja auch über mehrere Waben denke ich, man hat ja nicht nur eine riesen Wabe.

    Vibration wird in Wachs besser weitergeleitet als in Luft.
    Wenn die Wabe der Tanzboden ist der die Vibration weiterleitet, dann ist diese Weiterleitung bei einer Flachzarge in der Höhe nach 14cm beendet, bei einer Großwabe entsprechend später.
    Das wurde im verlinkten Beitrag auch so benannt.

  • Was ist "Wabenumtrieb"? Meinst Du das mit Wabenhygiene bez. Aussortieren alter Waben ?

    Geht bei Großraumbeute leicht durch Sammelbrutableger, Wabenableger, TBE usw.


    Sortenhonig geht mit Flachzarge oder gar 0,5er DN problemlos, wenn das Volk stark genug ist, den in kurzer Zeit den zu trocknen!


    Und das Thema gleiches Maß für alle Zargen: Was ist das Problem mit unterschiedlichen Maßen ? Ich arbeite derz. mit 5 verschiedenen Rähmchengrößen - DN, DN1,5, DN2/3, DD BR und DD HR - und empfinde kein Problem damit.

    Ich bin Hobbyimker, muss keine 500 Völker beackern und zeitlich bzw. arbeitstechnisch optimieren.


    Und - mit großem Respekt vor Hrn. Dr. Josef Bretschko - ob wir Imker es besser wissen als die Bienen, ist doch sehr fraglich. Unterstützung - ja, uneingeschränkt! Aber Korrektur bedeutet, der hinter der Kiste weiß es besser als die in der Kiste. Und da muss man auch den "Zeitgeist" der 60er und 70er Jahre mit berücksichtigen, den nicht mehr alle kennen (können).


    Meine Meinung


    Rainer

  • Ja aber was ich meinte, du hast ja nie ein Brutnest auf einer Wabe, da wird ja immer irgendwie noch was auf eine 2. Wabe übertragen. Und dann doch eher über eine kurze als über eine lange würde ich behaupten mit meinem jugendlichen Leichtsinn.

  • Ja aber was ich meinte, du hast ja nie ein Brutnest auf einer Wabe, da wird ja immer irgendwie noch was auf eine 2. Wabe übertragen. Und dann doch eher über eine kurze als über eine lange würde ich behaupten mit meinem jugendlichen Leichtsinn.

    Liest sich "irgendwie" wie wishful thinking, mutig behauptet.
    Vielleicht hilft es aus dem verlinkten Beitrag zu zitieren:

    In der Flachzarge, in der sich das Brutnest locker über drei Schichten verteilen kann, hätte keine Einzelbiene in einer der Schichten die Möglichkeit, etwas über die gesamte Ausdehnung des Brutnestes zu erfahren.
    Auf einer einteiligen Brutwabe schon. Da stünde auf einer Wabenseite mindestens die Information eines kompletten Schnittes durch das Brutnest zur Verfügung.



  • wenn man das zitiert was einem in den kram passt, du hättest auch die stelle nehmen können, die besagt, dass die Kommunikation eh nur über wenige Zentimeter geht und ja auch noch über pheromone infos weitergegeben werden.

    Hab den ganzen thread gelesen, danke für den link. War ziemlich spannend und lehrreich.

  • Hrn. Dr. Josef Bretschko

    Also, ich habe für mich die Lehre von Bretschko gezogen, das es "Gut" für Imker und Bienen und Ertrag ist, wenn das Volk

    Stressfrei

    geführt wird.

    Er versucht/macht das indem er GLEICHMÄßIGKEIT in seine Betiebsweise integriert.(Er belegt das ja)

    Ganz gleichmäßiges störungsfreies Wachstum des Volkes, erreicht durch umschichten und stützende Fütterung.

    Grund des ganzen ist wohl einzig und allein Schwarmvermeidung.

    Ich nehm ne andere Biene wie er, hab damit weniger Arbeit, beonders wenn ich auch noch ne andere Kiste hab.

    HRs sind gleich schwer, ich brauch aber BRzargen nicht unnütz stemmen.


    Duck und wech

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Aber Korrektur bedeutet, der hinter der Kiste weiß es besser als die in der Kiste.

    Das Volk arbeitet Naturgemäß immer auf Fortpflanzung hin. Der Punkt ist erreicht, wenn es glaubt oben angekommen zu sein, dies ist die Störung (imkerlich gesehen) die den Schwarm auslöst. Bretscko

    korrigiert (vermeidet?) das indem er versucht das Verhältnis offene/gedeckelte Brut(Fläche) / Pflegebienen im Einklang zu halten. Ich glaube schon das es nützt, hab aber keine Efahrung mit Flachzargen.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

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    W. Churchill

  • Ich habe 25 Jahre nach Bretschkow gearbeitet, und alles war gut. Dann habe ich die Dadant Betriebsweise übernommen und bin dabei nicht unbedingt glücklicher geworden. Selbst ausprobieren ist sicher ein guter Weg

    Hallo Peter aus dem Erzgebirge,


    ich imkere erst seit 12 Jahren mit Flachzargen in 2/3 Langstroth ohne Absperrgitter, daneben mit 2 BR Ganzzarge Langstroth mit 2/3 HR und seit vorigem Jahr versuchsweise mit ein paar Dadantablegern.

    Da Du wesentlich länger Erfahrung mit der Flachzargenimkerei hast, hätte ich gern gewusst, ob Du nun nach dem Dadantumstieg wieder zurueck gehen möchtest zur Flachzarge?


    Beste Gruesse

    Karl-Ernst

  • Mein Entschluss steht fest: Weg von Dadant-Großraum, hin zu Dadant(-Blatt)-Flachzargen (auch altersbedingt). Warum? Alles geht leichter: Schwarmverhinderung mit Teilung des Volkes (Fegling, Flugling...), Varroabehandlung per TBE (verschiedene Varianten), Ablegerbildung (in einer Zarge und mehrere mit Zwischenböden übereinander überwintern) und einiges mehr wie Transport, Honigernte, Händeln der Waben mit 2 Fingern usw.. Brutraumanpassung per Schiede geht auch, falls nötig.

  • Deine Pluspunkte kann ich gut nachvollziehen

    Ich führe ein DD_US-HR Volk testweise als Flachzarge.

    Nachteilig habe ich bisher jedoch das viele Waben schieben mit Gefahr des Königinnenverlust empfunden, wenn ich selbige den mal finden wollte bzw. auf der Suche nach Zellen war.


    DD_US-HR deshalb, weil ich die habe und nicht noch extra die 159 hohen Zargen für LS 2/3 und Rähmchen anschaffen wollte.

    Weiter ist mir persönlich ein voller 12xLS-2/3 HR vergleichsweise so schwer wie ein DNM1.0 HR und ein 12xDD_US HR ist für mich schon an der Grenze von dem was ich bewältigen will.


    Liebe Grüße Bernd

  • Alles geht leichter:

    Na, da womama nicht übertreiben: Bei der Honigernte gibt es wohl keinen Unterschied!?

    Und mindestens einen Nachteil gibt es: Man muss für die Kontrollen viel mehr Waben bewegen.

    Was ich bei Großraumbeuten am meisten schätze: Es gibt nicht das Gequetsche, weil hinter dem Schied immer Raum ist. Das macht die Kontrollen sehr viel leichter.

    Der größte Nachteil von großen Waben: Man kann nicht so dosiert Ableger bilden. Aber da wird eben die Betriebsweise angepasst und z.B. über Kunstschwärme vermehrt.

    Das ist halt das wirkliche Elend bei jedem System für das man sich entscheidet: Man kann nicht alle Vorteile aller Betriebsweisen haben.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)