Flachzargenbetrieb

  • Liebe Mehrzargenbrutraumliebhaber,


    ein Trend zur Flachzargenimkerei macht sich breit - 3 FZ und fertig ist der Brutraum, ebenso der HR mit 5, 6 oder gar 7 Flachzargen (in Summe).


    Wer kann die Vorteile aufzählen, die es gegenüber einer einzigen Brutzarge hat ? Neben dem einheitlichen Rähmchenmaß fällt mir momentan nur ein, dass man zargenweise auf die Volksstärke reagieren kann, sprich mit einer, zwei oder drei FZ den Brutraum gestalten. Sozusagen das, was beim angepassten BR mittel Schied gemacht wird.


    Schon mal danke für die Hinweise !


    Rainer

  • Hallo,


    das gleiche Rähmchenmaß in HR und BR sehe ich nicht als Vorteil.

    Ein wirklicher Vorteil ist das Du 3 mal soviel Rähmchen benötigst und drei mal soviel Zargen für den BR. Damit machst Du jeden Händler glücklich und Du hast im Winter viel Beschäftigung ;-) :-) ...


    Gruß

    Franz

  • ... - 3 FZ und fertig ist der Brutraum, ebenso der HR mit 5, 6 oder gar 7 Flachzargen (in Summe).

    ...nö, maximal 2 Flachzargen werden als Brutraum gebraucht. Jedenfalls, wenn man mit 2/3 Langstroth arbeitet. Und mehr als 2 Honigräume habe ich auch noch nie auf den Völkern gehabt.


    Vorteil des Flachzargenbetriebes: Schichtenbeweglichkeit. Das ist nicht zu unterschätzen, wenn man Völker teilen muß oder Honigwaben für andere Völker braucht. Es ist immer von Nachteil, mit 2 verschiedenen Maßen bei den Völkern zu arbeiten. Wenn z.B. Honigraumwaben alt geworden sind, dann benutzt man sie einfach als Brutraum.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Ich habe 2 Zargen als Brutraum, dann kommen noch 2 HR über dem Absperrgitter dazu!


    Als Vorteil sehe ich das gleiche Wabenmaß im BR und HR und das geringere Gewicht! Auch ist immer genügend Futtervorrat in Brutraum im Gegensatz zur Einzargenbetriebsweise!

    Auch eine Kippkontrolle, wie Liebig das macht, funktioniert viel besser als bei 2 Ganzzargen, da die Rähmchen besser einsehbar sind!

    Außerdem empfinde ich, dass bei den Flachzargenvölker die Bienendichte im Brutraum durch das mehr an Platz nicht so eng ist. Das Brutnest ist ja weiter auseinander gezogen und es gibt Futterkränze.


    Ich setzte nach dem Abschleudern einen 3. Brutraum auf, mache die Varroabehandlung und füttere ein.

    Anfang März kann ich die unterste Zarge leer entnehmen! Fertig ist die Wabenhygiene !

    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Ich habe mit zwei Zander-Flachzargen als Brutraum gestartet und bin dann zügig auf eine 1,5er-Zarge umgezogen. Weniger Rähmchen , besserer Überblick, weniger Arbeit (weniger MW gießen, weniger einlöten, weniger einschmelzen, weniger ansehen). Gerade auch im Winter, da ich MS bzw. OS sprühe. Ich möchte nicht mehr zurück.

    Mehr Futterkranz bekomme ich auch, wenn ich nicht so eng schiede. Wabenhygiene läuft bei mir mit der TBE im Sommer.


    Kikibee

  • Ich habe mit zwei Zander-Flachzargen als Brutraum gestartet und bin dann zügig auf eine 1,5er-Zarge umgezogen. Weniger Rähmchen , besserer Überblick, weniger Arbeit (weniger MW gießen, weniger einlöten, weniger einschmelzen, weniger ansehen). Gerade auch im Winter, da ich MS bzw. OS sprühe. Ich möchte nicht mehr zurück.

    Ja, das sind auch meine Erfahrungen und die Argumente für einen Brutraum. Ich möchte aber verstehen, was die Flachzargen als BR attraktiv macht.

  • Wahrscheinlich dass man nicht so viel Raum gibt. Mit Flachzargen kann man alles wie gewohnt machen und man gibt den Bienen nicht zu viel Platz. Die Honigräume sind leichter und man verzichtet nicht auf die Schichtenbeweglichkeit. Wenn ich mit zwei Bruträumen imkern würde, wären Flachzargen auch meine erste Wahl.

  • Wahrscheinlich ? - heißt doch "vom Hören/Sagen" oder ?

    Was hat es mit der Schichtenbeweglichkeit auf sich ? Was exakt ist damit gemeint ?

    In einem BR können die Bienen ungehindert horizontal und vertikal manövrieren. Was ist bei Flachzargen da anders ?

  • Das heißt, dass Du (als Imker, nicht als Biene!) die Zargen beliebig vertikal austauschen könntest, wenn Du wolltest.


    Zwei Flachzargen sind pi mal Daumen so viel Raum wie eine 1,5er-Zarge. Ok, die Flachzargen werden normalerweise nicht geschiedet, das braucht man bei der 1,5er-Zargen aber auch nicht machen, wenn man nicht möchte.

  • Das heißt, dass Du (als Imker, nicht als Biene!) die Zargen beliebig vertikal austauschen könntest, wenn Du wolltest.

    Wer macht denn so etwas ? BW von unten nach oben oder umgekehrt. Ich stelle mir gerade vor, wenn das BN elliptisch über die beiden Zargen angeordnet ist, und ich tausche dann eine "Halbkugel" Brut von unten nach oben - das ist dann aber alles andere als optimal, oder ?


    Im Übrigen bin ich Deiner Meinung - kann man in einem BR alles machen.

  • Wie machen denn Imker mit einheitlichem Rähmchenmaß in der Regel ihre Wabenhygiene?

    Wie ist das mit der Hygiene ? Wann ist etwas für Bienen unhygienisch ? Was macht bebrütete Waben dunkel und ist diese Ursache per se unhygienisch ?


    Zur Frage: Ich mache mit mind. 50 % des Bestandes ein TBE - entweder im FJ (bei schwärmerischen Völkern) oder im Sommer bei den "coolen Typen" völlig unabhängig vom Wabenmaß. Die dunklen BW nutze ich für Sammelbrutableger und Jungköniginnen lieben solche Waben - warum wohl ?


    Beste Grüße


    Rainer