Alter der Zuchtköniginnen

  • Hallo


    es ist sicher so das die Eier der jungen besser sind,

    aber die Aufzuchtbedingungen sind viel entscheidender.


    in der Natur vermehren sich alle die überleben,

    die die jung sterben, nur kurz und die länger leben eben länger.

    Jeder will widerstandsfähige Bienen,
    aber den Zusammenhang sehen wenige.


    Da wird zB viel eingefüttert (ist ok) die brüten wie die Wilden,

    fressen alles auf, es wird nachgefüttert wie irre und dann

    wird davon nachgezogen weil die ja so schön stark sind.
    Darüber sollte man mal nachdenken.


    Eine meiner aktuellen Königinnen ist 4 Jahre alt,
    warum sollte ich nicht mehr davon nachziehen ?


    Die Zeit ist schnellebig geworden,
    sieht man auch daran wie früh alle Königinnen wollen
    und enttäuscht sind wenn das nicht geht.


    Gruß Uwe

  • Es kommt ja auch darauf an worum es im Einzelnen geht, und wovon man ausgeht.


    Hab ich da ne positiv getestete Inselkönigin/Besamte, ist die zu pflegen zu schonen und auszunutzen.

    Die sind ja nu wirklich dünn gesäht!

    So ne Inselkönigin etc. (Linienpaarung!) ist nur mithilfe ihrer Nachkommen in ihrem wirklichen Wert zu bemessen. Die Nachzuchten sagen uns in Heterosis/Vitalität also erst was wirklich Sache ist.

    Hab ich ne Perle, wird möglichst lange und viel genutz.

    Gegen eine frühe Nachzucht hab ich also nix, taugen die nix, "alles" weg, wen gut.....


    Für eine Standbegattete , wenn mit guten Eigenschaften versehen, trifft das nicht ganz zu, die Heterosis tritt nicht oder nicht in vollem Umfang in Erscheinung (ist ja schon da). Nachzuchten von solchen Queens haben dann meist ein breit gefächertes Ergebnis.


    Nu versuchen Imkers mit 20 Völker und Standbegattung so ne Perle zu finden..........Also fast unmöglich!

    Für mich ist die Quallität der Eier wichtig, ich sehe es an der Größe der Queens von ganz frühenTestnachzuchten, die sind nämlich gaaanz schööön groß:)

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill


  • Bei uns im Verein ist vor zwei Wochen der Betreiber der Linien-Belegstelle Kohnert-Buche (Singer-Carnica (wie jedes Jahr) vorstellig geworden. Auf die Frage, wie er die Varroa-Festigkeit seiner Zuchtmütter überprüft, gab´s von ihm eine klare Antwort:

    "Gar nicht."


    Er schiebt im Juli die Windeln rein, behandelt zweimal mit AS im Langzeitverdunster. Wenn dann noch immer viele Milben fallen, gibt´s auch schon mal einen dritten Durchlauf!


    Gefragt, ob dann diese Völker, die dreifach behandelt werden müssen, um den Herbst zu überleben, im nächsten Jahr doch wohl hoffentlich aus der Zucht fallen, reagierte er schon fast entrüstet:

    "Aber warum denn! Wenn die im nächsten Jahr so richtig loslegen, wenn die so richtig stark sindd . natürlich wird davon nachgezogen!"


    Was macht man mit solchen Leuten, wenn man gezwungen ist, bei ihm zu kaufen, weil man voll in seinem Schutzbereich liegt? :(


    Ratlose Grüße

    DOMMY

  • Einen wunderschönen guten Abend an diesem verregneten wunderschönen Aprilabend :-)


    Da wir das Thema mal erläutern, möchte ich meine eigene Meinung kund tun.


    Zucht ist für mich nicht einfach ein wildes drauf "los züchten" .

    Das ist einfach Vermehrung, mehr nicht.


    Zucht ist für mich eine Auslese der negativen und positiven Eigenschaften in Verbindung, und das wird leider meistes vergessen, der natürlichen Gegebenheiten und mit einbeziehen der Umwelt.

    Was nutzt es wenn wie Uwe Eichholz hier schreibt s.Z. oben ohne den Blick auch auf die Umwelt zu halten.

    Nehmen wir z.B. dieses Zitat und analysieren es.

    1; Was haben wir getan.

    2; Was machte die Umwelt.

    3;Warum ist das jetzt so.


    1; wir haben das Altvolk im September mit einer jungen ,leistungsfähigen Königin umgeweiselt.

    Sie soll noch etwas Brut machen um ein winterstarkes Volk auf zubauen. Deswegen füttern wir nochmals.


    2; Leider wurden und werden auf den abgernteten Feldern, auch zum Leidwesen der Landwirte, die möchten dies garnicht, Pflanzen gesät die in dieser späten Jahreszeit nichts zu suchen haben.

    Den Bienen und der Königin wird mit dem Pollen und Nektar nicht der Hebst gezeigt, sondern, da es sich um Frühblüher wie Senf,Rübsen,Raps u.s.w. handelt, das Spätfrühjahr und Frühsommer.

    Die Bienen stellen sich darauf ein, den der viele Pollen fördert das Brutgeschäft.

    Ein übriges tut der Nektar und natürlich mein normalerweiße für den Winter gedachtes Futter. Es gibt ja fast keinen Frost mehr, der diese Frühblüher abfriert und so holen Sie Pollen und verbrauchen das Futter, bis Sie merken es ist doch Winter.


    3; Wenn nicht nachgefüttert wird verhungert das Volk. Wessen Schuld ist das nun? Die der Bienen?

    Nein, die des Menschen.

    Ist dieses Volk dann verschwenderisch? Es hat doch viel mehr Futter verbraucht als üblich. Kann davon nachgezogen werden obwohl es sehr groß ist und ohne das Zutun des Imkers den Winter nicht überlebt?

    Meiner Meinung : Ja.

    Denn die Bienen haben nur das getan, was jedes Volk macht wenn genügend Nahrung zu Unzeit geholt werden kann.

    Stimmt sonst alles, hat man diesen Umstand mit in den Test mit eingebunden, ist dieses Volk im Frühjahr leistungsfähig ,schwarmträge ,sanftmütig , warum soll man nicht das potenzial dieser Bienen nutzen.


    Vielleicht sollte der Imker nicht auf die Größe der Bieneneier schauen, sondern auf die Genpotenz das diese Völker haben.

    Meine Königinnen sind nicht kleiner wie die nachgezogenen Königinnen von jungen Königinnen gelegte Eier gezogen Königinnen.

    Aber selbst wenn Sie minimal kleiner sind, ich weiß was und wovon ich ziehe und was die Eigenschaften meiner Nachzuchtköniginnen sind.

    Ob das jeder von seinen Zuchtköniginnen sagen kann?

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Heike


    das war kein Seitenhieb in eine bestimmte Richtung


    Gemeint war, das nicht alle Völker am Stand, obiges Verhalten zeigen,

    selbst unter Geschwistern sind Unterschiede vorhanden.


    Ich ziehe Völker vor die sich nach dem Sonnenstand richten,
    zeitig aus der Brut gehen und im Frühling trotzdem da sind.


    Züchten, da sind wir uns einig, erfordert mehr als nur Umlarven.
    Die Wege sind verschieden, aber am Ende geht es immer um die Bienen.


    Gruß Uwe