Alle Königinnen von 2017 umgeweiselt/Völker weisellos

  • Danke für eure Antworten.

    Bislang war ich immer davon ausgegangen, dass die KS umso größer sein müssen, je später es im Jahr ist.

    In meinem konkreten Fall hatte ich die Kös bestellt, um neue Völker aufzubauen. Ich hätte sie lieber Anfang Juni erhalten, als Mitte August. Aber wenn der Züchter vorher nicht liefern kann, geht es halt nicht anders...

    Wäre es Mitte August überhaupt noch möglich gewesen, mit Jungköniginnen ein neues Volk aufzubauen und auf Überwinterungsstärke zu bekommen? Oder sind solche späten Königinnen nur noch zum Umweiseln im September interessant?

  • 200g KS bauen und damit dann umweiseln im September. Am einfachsten im Kieler etc. auf ein zuvor entweiseltes Volk stellen. Jedenfalls bei wertvolleren Königinnen. Mit eigenen Königinnen in voller Eilage kann man auch direkt größere KS bauen, aber mehr als drei Kilo ist auch da unnötig.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und das was der rase schrieb ist zu beachten: Die Königinnen aus dem Versand erst einmal aufpeppeln in einem kleinen Miniplus.

    Was auch geht und was ich besser finde:

    • 1LW+1MW+Thermoschied+Futterteig in eine normale Beute,
    • Flugloch zu,
    • Königin im Versandkäfig mit Begleitbienen zwischen LW und MW
    • Bienenflucht oben drauf
    • Zarge oben drauf
    • 200g Bienen in die Zarge
    • Deckel drauf

    Nach 3 Tagen Flugloch auf, einige Tage später Bienenflucht runter und Versandkäfig entfernen.

    Die Bienen gehen bei diesem Verfahren einzeln nach unten, weil sie die Königin riechen, irren zunächst in der für sie fremden Umgebung herum, sind dabei ziemlich laut, gruppieren sich schließlich um den Versandkäfig und fressen die Königin frei.

    Der Vorteil: Das Völkchen sitzt gleich in einer Beute im Standmaß.

    Gruß Ralph

  • Wäre es Mitte August überhaupt noch möglich gewesen, mit Jungköniginnen ein neues Volk aufzubauen und auf Überwinterungsstärke zu bekommen? Oder sind solche späten Königinnen nur noch zum Umweiseln im September interessant?

    Um den 10. bis spätestens 15. August sollten die KS gebildet sein. Später nicht mehr da die Völker drei Brutumläufe brauchen um auf Einwinterungsstärke zu kommen.

  • Um den 10. bis spätestens 15. August sollten die KS gebildet sein. Später nicht mehr da die Völker drei Brutumläufe brauchen um auf Einwinterungsstärke zu kommen.

    Das darf man aber nicht den Heideimkern erzählen ;)


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Um den 10. bis spätestens 15. August sollten die KS gebildet sein. Später nicht mehr da die Völker drei Brutumläufe brauchen um auf Einwinterungsstärke zu kommen.

    Das darf man aber nicht den Heideimkern erzählen ;)


    Beste Grüße,

    Ralf

    Die nehmen ja schon Winterbienen mit in die KS.

    Auf die Idee Ks mit 4 kg zu bilden, bin ich nie gekommen :-( soviel Bienenverschwendung.

    Stichtag wie oben beschrieben 10-15 August und dann pro Volk höchstens 500-800 g. , sonst nimmt man dem Altvolk zuviele Jungbienen weg.

    Varroabehandlung bei KS ,geschieht mittels Oxalsäure und wenn Du um diese Zeit noch Ameisensäure genommen hast, sind die Königinnen und die Brut schon so schwer geschädigt, wie sollen daraus noch Winterbienen entstehen?

    Auch das nicht kontrolieren der KS, soetwas habe ich noch nie gehört.

    Also weißt Du auch nicht ob die Königinnen noch gelebt hatten oder schon weg waren und die Bienen neue unbegattete Königinnen gezogen haben, die nicht begattet worden sind?

    Das Du 20-25 KS "schon " gemacht hast, heißt wirklich nicht das Du es kannst.

    Wie Du schon schreibst hast Du die anderen im Mai gemacht, Riesen großer Unterschied.

    Diese KS hatten das ganze Jahr vor sich und deine evtl. Fehler ausgebügelt, das können späte KS und Königinnen nicht.

    Wir hatten letztes Jahr ab Oktober fast kein Flugwetter, also kein Polleneintrag und somit keine langlebigen Jungbienen.

    Viel hilft nicht immer.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Heike,


    Ich habe KS bisher überwiegend zum Wabenmaßwechsel gemacht und ein paar zur Sanierung nach leichtem Sporenbefall. Bei der Sanierung nimmt man ab Juli min 2,5kg Bienen. Daher dachte ich im August viel hilft viel. Mit einer jungen Königin ist das suboptimal, wie ich jetzt gelernt habe. Ich hab's begriffen. Danke ;)


    Ansonsten stellst du ein paar haltlose Mutmaßungen in den Raum. Dass man einen KS nicht mit AS behandelt, weiß ich auch ;) Ich bin ja kein Vollidiot. Ich habe die AS auch nirgends erwähnt.

    Dass man den Altvölkern viele Bienen wegnimmt ist so auch nicht ganz korrekt, da die Völker auf Großwaben gebracht werden sollten, alte Königinnen hatten und somit danach sowieso nicht mehr existent waren. So habe ich versucht, aus zwei Völkern drei KS mit Jungköniginnen zu machen. Im Nachhinein sehe ich auch, dass es sicherer gewesen wäre, im Juli mit den beiden alten Völkern je einen KS zu machen, die jungen Kös im Mini zu parken und im September umzuweiseln.

    Man lernt halt immer dazu. Deswegen habe ich das hier auch gepostet, um konstruktive Kritik zu erfahren. Ich mache kein Geheimnis draus, dass ich im Bereich Königinnenzucht kein Fachmann bin.


    Zum Nicht-kontrollieren: Man sagt, dass man eine junge Weisel so wenig wie möglich stören soll. Also habe ich nach dem Zugängen einmal kurz auf Brut kontrolliert und es dabei belassen. Es war wohl eine falsche Annahme, dass Anfang September nicht mehr versucht wird, umzuweiseln. Das habe ich nun auch verstanden :)


    Auch in einem der beiden (anderen) Altvölkern, die erst Mitte September umgeweiselt wurden, wurde eine Königin nachgeschaffen (und begatten und sie legt :) ). Die Altvölker hatten am Standort noch Drohnen (40 Völker im 1km Radius), die KS standen in "Imkerlichem Niemandsland" (ich bezweifle, dass in allernächster Umgebung überhaupt Bienen stehen).

    Wie lange hätte ich die junge Können noch im Mini lassen sollen? Das ist keine polemische Frage, sondern ernst gemeint. Gibt es eine Faustregel wie "mindestens drei Monate im Mini, bevor man sie zusetzt"?


    Ich hatte es auch erst anders geplant, aber wenn die Königinnen 2 Monate zu spät kommen, kann ich halt auch nichts machen... Hier kann gewiss auch der Züchter nichts dafür, den ich weiterhin sehr schätze und von dem ich auch dieses Jahr wieder kaufen werde - Nicht dass dieses Thema falsch rüberkommt ;)

  • Hallo,


    warum so negativ Leberkas ? Eine Züchterin wie Heike hat mit Sicherheit recht und spricht aus Ihrer Erfahrung wenn sie Vermutungen einfügt - Vermutungen einzufügen ist bei solchen Ferndiagnosen unumgänglich... ;-)


    Von mir nur eine Anmerkung zu:

    Ich hatte es auch erst anders geplant, aber wenn die Königinnen 2 Monate zu spät kommen, kann ich halt auch nichts machen...

    Na, warum ziehst Du Dir nicht Deine eignen Königinnen, oder machst Brutableger Ende Mai bis Mitte Juni? Dann hast Du alles selber im Griff, so wie Du plannst.

    ...wenn die Königinnen 2 Monate zu spät kommen, kann ich halt auch nichts machen... Hier kann gewiss auch der Züchter nichts dafür, den ich weiterhin sehr schätze...

    Das klingt ja als hättest Du einen Liefertermin genannt bekommen, der dann 2 Monate später realisert wurde... - wer kann denn für diese Fehlplanung etwas, ausser dem Züchter?


    Wenn Du von dem weiter kaufst, fahre Doch vorbei und hole Dir die Königinne ab - dann sind sie frischer und nicht schon tagelang mit "nicht legen beschäftigt"...


    Gruß

    Franz

  • Die Bienen hatte ich sogar abgeholt. Nach wenigen Std waren die im KS.

    Einen Termin habe ich nicht genannt bekommen. Vielleicht war es auch von mir ein Fehler, Mitte Juni damit zu rechnen... :/ Der Züchter hat mich sicher nicht grundlos "warten lassen".


    Selbst züchten geht leider nicht, da ich im Außendienst bin und immer wieder kurzfristig irgendwo im Hotel bleiben muss.

    2016 habe ich selbst gezüchtet und musste dann zB zum Käfigen um 05:00 früh quer durch Bayern düsen, um um 07:00 bei einstelligen Temperaturen die Käfige aufzustecken (Ja ich weiß, das ist Scheisse, aber die einzige Möglichkeit gewesen) und danach wieder 200km fahren um halbwegs pünktlich wieder beim Kunden zu sein. Nie wieder... Das Ergebnis kann man sich ja denken. Natürlich kann man das alles planen und 10 Monate vorher Urlaub beantragen, aber ich fand es eben einfacher, fertige Königinnen zu kaufen...

    Heuer kaufe ich mir schlupfreife Zellen.

  • Hallo Leberkas ,


    das verstehe ich, in Deiner Situation kann ich Dir aber Brutableger empfehlen, u.a. mit einer frisch bestifteten Wabe und einer auslaufenden Brutwabe. Diese Ableger musst Du nur machen und kannst dann 4-5 Wochen stehen lassen... - da geht natürlich nur Standbegattung aber das muss nicht von Nachteil sein, wenn Du auch die Drohnenlinie auswählst und nur von guten Völkern Drohnen schlüpfen lässt. Das genügt für Hobbyimker durchaus. Dazu noch alle 4-5 Jahre eine gute Königin (Zuchtmutter) dazukaufen und Du hast eine solide Vermehrungsbetriebsweise... - und Du hast alles selber in der Hand und must nicht einen genauen Zeitplan, mit mehreren Meilensteinen, einhalten. :-) ;-) (Details dazu kann man nachlesen, falls notwendig!)


    Die Bienen hatte ich sogar abgeholt. Nach wenigen Std waren die im KS.

    Du meinst die Königinnen hast Du abgeholt, richtig? Beim KS - hast Du auch die Kellerhaft eingehalten nach dem bilden des KS und zusetzen der Königin? (Überdenke noch einmal wie du was genau gemacht hast - bestimmt war da irgendwas nicht optimal!)


    Natürlich kannst Du auch schupfreife Zellen dem Brutableger geben, dann aber keine offenen Brut nehmen! (Dann must Du nicht so lange warten mit der Nachschau.)


    Gruß

    Franz

  • Ja genau, die Königinnen natürlich ;) :D


    Bei dem ZA 1,5 ist das Problem, dass ich je nach Volk nur 5-6, max 7 Brutwaben + DW im BR habe. Wenn ich hier ne Wabe rausnehme, fehlen 25% der Brut :/ und der Ableger wird überfordert sein mit der vielen Brut?


    Wie machen das die Dadantler mit Brutwabenablegern? Ich dachte gar nicht? Eigentlich wollte ich davon weg und hin zu KS. Mit ner Kö im Juni sollte es doch einfacher sein, als Mitte August. Meine Fehler weiß ich jetzt (hoffentlich alle)

  • Hallo,


    nun, ich mache durchaus auch Brutableger mit Dadant. Ende Mai, oder nach der Löwenzahnernte nehme ich eine auslaufende Brutwabe, 1-2 Mittelwände und 1-2 Futterwaben. Dazu genügend Bienen damit die Brut nicht verkühlt. Dann hast Du 4-6 Waben im Kasten, selbst wenn alle Brut schlüpft ist noch nicht der ganze Kasten zu voll. Durch die MWs hat dann die neue Königin sogar genug Brutfläche und die Bienen sind beschäftigt.

    Da kannst Du dann eine schlupfreife Zelle zusetzen und nach 2-3 Wochen kontrollieren.

    Oder Du hängst auch noch eine gerade ausgebaute MW, die nur sehr frisch bestiftet ist, dazu auf der sie dann Königinnenzellen ziehen können, die musst Du dann aber nach 10-14 Tagen kontrollieren und die überzähligen Zellen brechen und nur eine oder zwei gewünschte übriglassen. Dann nach weiteren 4-5 Wochen auf neue Brut kontrollieren...


    So das wars im kurzen Überblick...

    Das ist so für den Hobbyimker, ohne Zeit oder der fast immer auf Reisen ist, durchaus praktikabel... (das funktioniert auch für den Wochenendimker ganz gut...)



    Gruß

    Franz


    P.S.: Danach musst Du natürlich nach Bedarf erweitern, das gibt bis zur Einwinterung dann fast Wirtschaftsvolkstärke!

    P.S.2: Natürlich kostet das Bienenmasse, aber für ein paar Ableger für Hobbyimker ist das durchaus verschmerzbar, falls man die Zeit für die Zucht nicht hat...

    P.S.3: Diese Methode funktioniert auch für Trogbeutenimker... ;-)

  • Hallo Heike,


    Auch in einem der beiden (anderen) Altvölkern, die erst Mitte September umgeweiselt wurden, wurde eine Königin nachgeschaffen (und begatten und sie legt :) ). Die Altvölker hatten am Standort noch Drohnen (40 Völker im 1km Radius), die KS standen in "Imkerlichem Niemandsland" (ich bezweifle, dass in allernächster Umgebung überhaupt Bienen stehen).

    Wie lange hätte ich die junge Können noch im Mini lassen sollen? Das ist keine polemische Frage, sondern ernst gemeint. Gibt es eine Faustregel wie "mindestens drei Monate im Mini, bevor man sie zusetzt"?

    Hey Leberkäs,

    das war kein Geschimpfe und wie Du sagst lernt man aus Fehlern.

    Leider war das lernen recht teuer und zum leidwesen der Bienen und denke ich auch Dir hat es den Spaß genommen.


    Der Unterschied liegt immer in dem was Du schreibst, Altvölker die umweiseln haben schon Winterbienen und Du wirst lachen, die Umweiseler überleben meistens, da eine gute Varroabehandlung ,evtl. ohne Wissen des Imkers ;-) , gemacht worden ist.

    So junge Ks können solche Verluste nicht wieder wett machen, ist leider so.


    Und ich wollte auch deinen Züchter nicht madig machen, den meistens können Die für die Fehler des Imkers nichts.

    Hatte ich auch mit keinem Wort gesagt.


    Normalerweiße machen Dadant-bzw. Buckfastimker Ihre Ableger erst nach der Honigernte, doch dann sind die Königinnen schon als fertige Zelle oder eben schon begattet.

    Und da heißt es nicht nur 1 BW dem Ableger geben, sondern mind. 3.

    Ich mache Sie gerne mit Zellen, da kann ich nach dem Auslaufen der Brut noch Oxalsäure träufen ohne die Unbegattete zu schädigen.


    Ich glaube nicht das bei Dir keine Bienen sind, das währe der Traum jedes Imkers :-), erkundige Dich doch mal im Ortsansässigen Imkerverein, on bei Dir noch Bienen sind.

    Und, weisellose Völker sind Drohnensammler, es kann evtl. nur am schlechten Wetter gelegen haben oder einfach, das die Königinnen recht spät geschlüpft sind und nicht mehr ausgeflogen sind.


    Wie hast du den die Minis behandelt? Hast du nur die Königin entnommen oder hast Du Sie aufgesetzt?

    Drei Monate ist mehr als genug, da erkennt man in den Minis schon ob die Königinnen gut legen oder nicht.

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Genau so eine Anleitung habe ich gesucht, da mir oft Umweiselungsversuche schiefgegangen sind und ich jetzt auch weiß dass es am Postversand lag.


    Zwei Fragen hätte ich noch dazu:


    1. wie behandle ich die 200g Bienen bevor sie in die Zarge kommen?

    2. brauchen die kein Wasser? Oder könnte ich auch statt dem Teig eine Futterwabe zuhängen?

    3. muss das Ganze dann in den Keller und an einen anderen Stand, oder?


    Zum Umweiseln setze ich dieses Minivolk dann dem zuvor entweiselten Volk auf nehme ich an.


    Vielen Dank

    Elmue