Bienenhäuschen ohne Genehmigung

  • Hallo,

    Wie möchten ein kleines Bienenhaus bauen bzw sind gerade dabei.

    Höchstens für 8 Völker mit kleinem Geräte- Lagerraum.

    Offiziell könnte man das Häuschen wegheben, sodass es als fliegende Baute gelten könnte.

    Wir haben hierfür keinen Bauantrag gestellt.

    Welche Probleme können wir bekommen?

    Gibt es Erfahrungen?


    Unsere Alt-imker meinen alle "das passt schon". :/

    Danke

  • Deine Angaben sind leider ziemlich dürftig.
    Schau mal ins Baugesetzbuch und deine LBO.
    Im Aussenbereich oder Innenbereich? In welchem Bundesland? priviligiert?
    Es ist auch kein fliegender Bau und selbst wenn hilft dir das nicht weiter, denn auch die müssten genehmigt werden.

    wenn das so ist... dann bin ich eben weg.

  • Sprich mit Deiner Gemeindeverwaltung und zwar bevor Du was machst! Kannst aber die Auflage kriegen, dass die Hütte weg muss wenn die Imkerei aufgegeben wird.

    Zumindest bei uns hier in Südbayern werden gerade Bienenhäuser sehr wohlwollend betrachtet.

    Am besten persönlich vorsprechen.

  • Offiziell könnte man das Häuschen wegheben, sodass es als fliegende Baute gelten könnte.

    Hallo und wenn dir einer böse will, musst du den fliegenden Bau alle 4 Monate umsetzen.

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Wir sind im Außenbereich in Südbayern.

    Das dumme ist das die Hütte so gut wie fertig ist und wir da sehr sehr sehr naiv drangegangen sind.

    Meine Befürchtung ist jetzt das ich wenn ich zur Gemeinde geh erst recht ärger bekomme.

  • Hallo Leki,

    ein Bienenhaus für 8 Völker plus kleinem Geräteraum im Außenbereich ist nicht einfach ein "kleines Bienenhaus.

    Ich habe vor ca. 10 Jahren ein Bienenhaus innerhalb des Ortsetters (Ortsrandlage), im eigenen Garten, gebaut. Platz für 11 Völker plus Geräte/Lager/Arbeitsraum. Da war ohne Baugenehmigung nichts zu machen incl. Begutachtung durch Fachberater-Imkerei des Regierungspräsidiums.

    Auflage: Ohne Bienen muss das Haus zurückgebaut werden!

    Ich befürchte, dass Du so einfach nicht ohne Genehmigung davon kommst.

    Ich kenne natürlich das bayerische Baurecht nicht, ich habe in Baden-Württemberg gebaut.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eisvogel ()

  • Das war wirklich sehr ... naiv! In Bayern ist Bauen im Außenbereich definitiv genehmigungspflichtig. Die Bienenhaltung zählt als sogenanntes priviligiertes Vorhaben und hat meistens ganz gute Chancen. Jedoch sind Gemeinderäte zurecht sehr verstimmt, wenn der Antrag für einen Schwarzbau gestellt wird. Da kenne ich eine entsprechende Geschichte aus meinem Landkreis. Da hat jemand versucht mit „Bienenhaltung“ sein Wochenendhaus nachträglich genehmigen zu lassen und ist damit gescheitert.

  • Hallo,



    ... hier baust Du soetwas nur einmal,

    dann zeige Dich Jemand an,

    und wenn es nur der ist, welcher für einen vergleichbaren Bau

    einen Antrag gestellt hat, der abgelehnt wurde.


    Im nächsten LDK kann das schon alles ganz anders sein.


    ... hier benötigen "fliegende Bauten" eine Gebrauchsabnahme als solche.

    (z.B. vom Hersteller bei Mehrfachproduktion, oder vom Einzelerrichter)


    AltImker kenne ich auch welche,

    ... kenne auch solche die Dir heute A sagen und selber B machen,

    und welche die Dir C empfehlen und das Morgen bei D als falsch anprangern.

    Kenn aber auch Andere und auch ganz Andere Altimker,

    manche behaupten gar ich ware ein Altimker ...

    ... dann aber ein ganz Anderer !


    Probleme:

    Anzeige, Warme Entsorgung, Abrissbeschluss,

    hoffentlich (nicht) im NaSG oder FFH oder Ähnlichem ...

    Nachträglich gemeldet .... bekommst Du ÄRGER ... oder:

    Du kennst Jemanden der Jemanden kennt, der ...


    GdBK


    Ich hoffe das ich Dir genauso helfen konnte,

    wie es Deine Frage und Deine Vorstellung hier im IF entspricht.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Ruf doch Deinen zuständigen Fachberater für Imkerei in Deinem Regierungsbezirk - vermutlich Oberbayern - an.

    Er hat bei Genehmigungen von Bienenhäusern eine Stellungnahme abzugeben und kann sicher beurteilen, ob Du Dir noch Hoffnung auf Duldung deines Bienenhauses machen kannst und wie Du dann am besten weiterverfährst.

    kelte

  • Hallo Nickname,


    lass den Bau sofort ruhen, geh zur Gemeinde und anschliessend zum Landratsamt, stell den Antrag und beichte Deine Naivität (nennt man hierzulande anders, aber was solls). Dort wie hier (im Forum) hilft es sehr, wenn Du freundlich grüßt und eine adäquate Anrede bereithältst.


    Selber antanzen kommt immer besser als der rote Kopf, wenn Dich der unwohlmeinende Nachbar, Altimker, whoever hinhängt und das Amt uneingeladen vor der Tür steht. Das nennt sich dann "erst recht Ärger bekommen" ...


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • ..

    Offiziell könnte man das Häuschen wegheben, sodass es als fliegende Baute gelten könnte.

    .

    Den Vorrednern ist nicht´s hinzuzufügen.

    Aber warum hebst du es nicht einfach erstmal weg und stellst dann den Bauantrag.

    Wenn er positiv beschieden wird, hebst du es halt wieder hin. Wo ist das Problem:/

  • Unsere Alt-imker meinen alle "das passt schon". :/

    Danke

    Was wahrscheinlich der beste Rat ist. Sie kennen sich aus, lokal vor Ort, was da ohne Probleme üblich ist.

    Und sollte doch mal ein Amt kommen und bemängeln, dass irgendein Maß die Nichtgenehmigungs-Grenze überschritten hat, lässt sich mit dem Zuständigen in der Regel friedlich reden (immer reden, sich möglichst nicht auf schriftliche Auseinandersetzung einlassen!) und eine praktikable Lösung finden. Ich habe die meist konstruktiv erlebt, wenn man im gutwilligen Gespräch rauskriegt, was der "braucht" um das stehen zu lassen. Irgendwelche "Strafen" wegen Verfahrensfehlern gibt es in der Regel nur bei uneinsichtigen Streithähnen.

    Stellst Du dagegen erst einen Antrag bevor Du handelst (hast ja schon;)), gibst Du die "Macht" über Dein kleines Projekt an einen Dir unbekannten Bearbeiter ab - vielleicht ein fachahnungsloser Bürokrat, der lauter sinnlose Auflagen findet, nur damit er in seinem Büro sicher sein kann. Und der sich ohne Deinen Antrag nie für Deinen Schuppen interessiert hätte.


  • Das ist wahrscheinlich ein bisschen blauäugig.

    Es gab schon Fälle, da wurden ganze Häuser wieder weggerissen, weil keine Genehmigung da war.

    Was machst du, wenn der bekannte Sachbearbeiter nicht mehr da ist und einer kommt, der es ganz genau nimmt?

    Das ist aber alles Spekulation.

    leki722 muss das vor Ort alles selber rausfinden und dementsprechend handeln.

    Viel Erfolg!