Platzbedarf "Arbeitsraum"?

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    Moin moin,


    nachdem unsere 3 Ableger aus dem letzten Jahr es offenbar allesamt unbeschadet durch den Winter geschafft haben :) , bereiten meine Nachwuchsimkerin und ich uns nun auf die erste Saison mit Honigernte usw. vor. Daher stellte sich nun die Frage nach einem geeigneten Raum für Arbeiten wie Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen usw.. Sicher könnte man das alles provisorisch in der Küche machen und Platz für die Gerätschaften im Carportschuppen wäre auch genug, da ich aber a) die liebe Regier... ähm Ehefrau ;) nicht zu stark in "ihrer" Küche strapazieren will und b) das Glück habe, über quasi ungenutzten Platz zu verfügen, schwebt mir gerade eine andere Idee vor: Wir haben im Haus eine nicht als solche genutzte Garage mit ca. 15 m² (Länge 5 m, Breite ca. 3 m). Über dieser befindet sich ein bisher als Baustofflager genutzter ehemaliger Heuboden. Meine Idee ist es, die Garage zum "Imkerraum" umzubauen. Garagentor würde rausfliegen, die Öffnung geschlossen und mit einer Nebeneingangstür versehen werden.

    Meine Frage dabei: wieviel Platz braucht man aus eurer Erfahrung für einen solchen Raum? Fließend Wasser würde ich dort auch noch hinlegen, so dass man quasi völlig unabhängig von Küche usw. wäre.

    Die "Spinnerei" geht noch weiter: Mein Frauchen ist ziemlich kreativ und arbeitet viel mit Nähmaschinen (der Trend geht zur Zweitnähmaschine... :huh:), diversen Modelliermassen usw. usf. und ich wollte ihr eigentlich dafür auch irgendwann mal eine separate Räumlichkeit schaffen.

    Reichen meine 15 m² für beide Vorhaben aus oder wird das zu eng? Durch den Heuboden oben drüber hätte ich die Möglichkeit, diesen per Raumspartreppe von der "Imkergarage" aus zugänglich zu machen (momentaner Zugang nur von der Scheune aus über eine Bauleiter), was natürlich Aufwand und Finanzbedarf signifikant erhöhen würde.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Reichen meine 15 m² eurer Meinung nach für einen halbwegs komfortablen Imkerraum, eventuell sogar für einen zusätzlichen Handarbeitstresen für die Weisel des Hauses und woran sollte ich bei der Planung/Einrichtung des Raumes noch denken?

  • Hallo, die Felder 5-Fach Kombi, braucht nur 3m³.....war Spaß. Die Imkerei wird sich wie eine Krake über das ganze Haus ausweiten.

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Mach mal eine Saison in der Küche.

    Würde ich dir auch empfehlen! Ich werde auch in der Küche Schleudern und werde es vermutlich auch die nächsten paar Jahre so machen! Geld und Zeit lieber in neue Beuten investieren!! 🙂

  • Der entscheidende Punkt für die Honigverarbeitung ist die hygienische Anforderung, die über den Anspruch an eine private Küche hinausgeht.

    Wenn du also keine Lust hast, den Raum für die Honigverarbeitung jedes Mail so umzuräumen und zu reinigen, dass er dann wieder die entsprechenden Vorgaben erfüllt, wirst du ihn nicht nebenbei als Nähraum usw. nehmen können.

    Deshalb auch meine Empfehlung: Mindestens eine Honigernte machen und vermarkten. Dann weißt du, was ihr an Platzbedarf habt, wenn ihr mal für die geplante Völkerzahl + Puffer hochrechnet. Dann die Vorgaben für einen entsprechenden Raum genau studieren. Dann rechnen und überlegen, ob du dir das so dort einrichten kannst und willst.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Die 15 qm reichen auf jeden Fall, allerdings muss der Raum bienendicht verschließbar sein und so sauber wie die Kueche nach sorgfältiger Reinigung. Die meisten Kuechen sind auch nicht größer.

    Zu bedenken ist aber, daß das Schleudern und Abfüllen nur je 1Tag dauert. Es lohnt dann sicher nur in der Kombination mit einer Ecke für die Handarbeiten Deiner Gemahlin. Auch dafür wäre noch genug Platz.

  • Du schreibst, dass ungenutzte Raum verfügbar ist; schon mal gut. Aber so ein Umbau inkl. Wasserver- und Entsorgung kostet ja erheblich Geld....

    Dennoch, wenn's vorhanden ist, wäre die Trennung von "Küche und Bad" längerfristig schon sinnvoll. Ich habe drei Jahre die Küche belagert und von der "besten aller Frauen" keine Komplimente erhalten; denn trotz intensiver Reinigung klebte es danach überall und die Hinweise auf den Verursacher wollten nicht enden...


    Dann wurde ein Honigraum installiert, der im Winter auch als Lager für Beute etc. genutzt wird und zum Wachsschmelzen und Honigschmelzen und -Rühren. Es hat die Situation sehr entspannt :wink:

  • wir nutzen in MV umgebaute DDR-Standard-Bienenhäuser als Schleuderraum. Isoliert und innen verkleidet. Es nerven Stufen und die zu schmale Tür.

    In den ersten 1-2 Jahren wird Küche gehen , bei über 5 Völkern und/oder entsprechender Honigmenge sollte man den Wohnbereich verlassen haben.

    Spätestens, wenn Honig in Verkaufsstellen oder auf dem Markt verkauft wird, sollte es einen Schleuderraum für die Kontrolle vom Amt geben.

    Hobbyräume sind allemal besser als in der Küche - das betrifft die Nähmaschine, aber vor allem die Matscherei mit Wachs und Honig!

  • Also ich bin 100% bei Markus seiner Aussage, selber merkt man es gar nicht, aber meine Frau macht mich darauf aufmerksam. Deshalb bin ich gezwungen der Krake ab und zu mal die "Tentakeln" zu kürzen.;)

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Als sowohl Kleinimkerin als auch Hobbyschneiderin fände ich einen kombinierten Raum unpraktisch. Nähsachen und Honig? Das eine bappt, das andere fusselt. Ganz abgesehen davon, dass ich 15 qm fürs intensivere Nähen auch gerade als ausreichend betrachten würde. Die Zweitnähmaschine sollte ja auch gleichzeitig nutzbar sein, also braucht es einen langen Tisch, am besten noch ein extra Tisch zum Zuschneiden (ideal von allen Seiten zugänglich), und ein Bügelbrett muss auch noch griffbereit und aufgeklappt reinpassen, wenn das Schneidern Spaß machen soll. So ein Schneiderzimmer sollte auf jeden Fall auch im Winter gut beheizbar sein.


    Ansonsten möglichst alles auf Rollen, damit man die gerade nicht benötigten Dinge gut verstauen kann.


    Sagt Kikibee, die unterm Dach näht und im Keller imkert. (Und am Mittwoch die Zweitnähmaschine anschaffen wird.)

  • Kikibee , nach der ausführlichen Schilderung, wie es bei Dir aussieht, kann man den Eindruck haben, dass Dein Hobby nicht das Imkern und nicht das Nähen, sondern das Treppensteigen ist.

    Auf dieFrage, ob die bessere Alternative zur Kueche sein ungenutzter Raum ist, bist du garnicht eingegangen.

    Es wird doch nicht gleichzeitig geschleudert und genäht also Konflikte zwischen Fusseln und kleben gibt es nicht.

    Ich waere froh, wenn ich einen "ungenutzten" Raum zum Schleudern, Wachsschmelzen und Lagern hätte. Wohin sollten die Utensilien im Winter denn gebracht werden? Sag nicht: runter in den Keller und im Fruehjahr wieder rauf.Bei mir sind es Garage und Gartenhaus.

  • Erstmal danke für die zahlreichen Antworten!

    Genau DAMIT es NICHT erst zum "Krakenthema" wird, will ich ja von Anfang an die Trennung zu Küche und Wohnbereich. Warum man damit nun ein oder zwei Jahre warten soll, wenn der Platz nun mal verfügbar ist, leuchtet mir noch nicht wirklich ein. Warum? Um zu sehen, ob die Imkerei ein Strohfeuer ist?? Das kann ich schon mal ausschließen.

    Du schreibst, dass ungenutzte Raum verfügbar ist; schon mal gut. Aber so ein Umbau inkl. Wasserver- und Entsorgung kostet ja erheblich Geld....

    Das hält sich zum Glück in Grenzen. Die Wasserleitung zur Scheune geht sowieso da durch, es fehlt quasi nur ein Abzweig. Abfluss ist aus auch in unmittelbarer Nähe vorhanden. Und die meisten Arbeiten kann ich selbst erledigen, es beschränkt sich also fast ausschließlich auf's Material.


    Bei der Kombi Imker-/Kreativraum wird's aber wohl tatsächlich auf die Raumspartreppe nach oben hinaus laufen - die holde Weisel hat bereits Bedenken angemeldet, v.a. auch wegen dem nötigen, hier auch schon erwähnten Zuschneidetisch. Zudem wird der Raum sicherlich im Winter auch Lager werden, da ist die Trennung wohl sinnvoll.