Anordnung MW / ausgebaute Waben Honigraum Dadant

  • Hallo Zusammen,


    eine weitere kurze Frage zum Honigraum - auch schon zigfach diskutiert :), dennoch für mich seit langer Zeit ein Rätsel.


    Es geht um Anordnung MW und ausgebauter Waben im ersten Honigraum - v.a. im 10er Dadant Kasten (kein 90° Drehen möglich). Josef Koller schreibt u.a. im Newsletter - https://www.josefkoller.de/newsletter032013.php


    -> für den ersten Honigraum nur 2 Mittelwände und Rest soll mit ausgebauten Waben ausgebaut werden. Dabei soll im Kern und Rand alles ausgebaute Waben zum Zuge kommen?


    Jetzt stellt sich mir die Frage, weshalb zentral die MW, wenn die Bienen assymetrisch in Dadant in der Kiste sitzen? Ist es ratsamer Mittelwände über das Brutnest zu hängen und die ausgebauten über den Leerraum ("Abzug der Baubienen") oder gerade umgekehrt (also ausgebaute Waben übers Brutnest und MW über Leerraum)?


    Danke für Eure Erfahrung.


    Chris.

  • Hallo Chris,


    Ich verstehe Herrn Koller so, dass er zwei ausgebaute Randwaben gibt, dann eine Mittelwand, vier ausgebaute, 1 Mittelwand und wieder zwei ausgebaute Randwaben.


    So hast Du die Mittelwand direkt über dem Brutnest. Bei der Drehung um 180° ist wieder die Mittelwand über dem Brutnest.


    Es hängt sicherlich auch von der Volksstärke und der Wettervorhersage für die nächsten 1-2 Wochen ab, ob man davon ausgehen kann, dass die Mittelwände zügig ausgebaut werden. Wäre es noch kalt, würde ich nur ausgebaute Waben über das Brutnest hängen. Sobald es wärmer wird dann die MW über das Brutnest geben.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Das Ausbauen hängt zwar auch von der Temperatur ab aber wenn nix honigt wird auch nix ausgebaut.

    Ich hab gute Erfahrungen mit folgender Anordnung gemacht (10er Dada):

    An den Seiten jeweils eine Ausgebaute, dann jeweils 2 Mw oder abgeschrottete Waben, in die Mitte 3 Ausgebaute.

    So statte ich die ersten 2 Hr aus, danach wird nur noch mit Mw bzw. Abgeschrotetten erweitert.

    Drehen braucht man bei 10er Dada und trachtstarken Völkern absolut nix!

  • Ich setze in der ersten Honigzarge ausgebaute Waben über das randständige Brutnest, um die Honigraumannahme zu erleichtern und um einen Puffer für ersten eingetragenen Nektar zu schaffen. Dann kommen 5 Leerrahmen und dann wieder eine ausgebaute Wabe, um Anbauten an der Beutenwand zu vermeiden.

    Wenn ich Mittelwände verwendete, würde ich ähnlich verfahren, nur statt der Leerrahmen Mittelwände einsetzen.

    Diese Verfahrensweise passt gut zu engem Schieden. Wer nicht schiedet, kann die Waben mehr zur Mitte verlagern.

    Gruß Ralph

  • N'Abend


    Ich hatte die letzten 2 Jahre bei den ersten HR je 2-3-4 ausgebaute Rähmchen in die Mitte und links und rechts mit MW aufgefüllt. Das wurde trotz BN mit 4-5 Waben an einem Rand ganz gut angenommen (9er HR über 10er BR). Man könnte diesen Block ja auch mehr in Ri Brutnest schieben, erleichtert sicherlich den Damen die Annahme.


    Grüsse aus dem frühlingshaften Seeland, Robert

  • Über dem Brutnest sollte mindestens eine Mittelwand, besser noch eine ausgebaute Wabe hängen. Alles andere ist nur von sehr geringer Bedeutung und kann sich höchstens in leicht unterschiedlichen Dicken der Waben auswirken. Das ist aber nicht wesentlich. Wenn sie Platz brauchen, bauen sie. Das ist die einfache Regel zur Ausstattung. Sorgt dafür dass sie Platz brauchen.