Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

  • Nein, nicht zu dumm, zu alt.

    Willst Du über 800 Beiträge durchsehen, so alt wirst Du nicht mehr.

    Viele Grüße in das wunderbare Regensburg

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ich verkaufe an Supermarktketten und die stellen in jedem Fall die Frage und müssen über das Verpackungsregister LUCID auch abgesichert sein. Da hilft eine Diskussion über Sonderwege für die Imker recht wenig. Ich würde, um im Jahr 30-40€ zu sparen, in eine solche Diskussion mit den Großen auch nicht einsteigen wollen, das führt nur dazu, dass man rausfliegt.

    Für den Verkauf über den Gartenzaun oder an Tante-Emma-Läden kann man sich aber auf die Ausnahmeregelung stützen und ggf. die Diskussion führen.

    Gruß Ralph

  • Das ist ein durchaus vernünftiger Weg Ralph, den ich wahrscheinlich genau so gehen würde.

    Verpflichtend ist es für Hobbyimker aber halt nicht.

    Nichts für ungut, Berggeist, aber Du übersiehst ein wichtiges Detail. Keiner wird zum Bleistift zur Coronaimpfung gezwungen, die bleibt freiwillig. Aber der Arbeitgeber kann vielleicht Ungeimpfte nicht weiter beschäftigen, deren Kinder kommen ungeimpft nur noch unter Auflagen in Krippe, Kindergarten und Schule oder gar nicht mehr. Urlaub in bestimmten Ländern geht auch nicht mehr, usw. Waren nur Beispiele, keiner weiß was noch kommt.

    Einfaches Fazit, will man u30 an den Handel verkaufen muss ma sich eventuell fügen. Das ist nun mal die neue Moral.🤐

  • Ich finde leider keine Klärung von Ribes, wie es sich verhält, wenn der u30-Völker Imker an den LEH verkauft.

    Die PDF mit der offiziellen Auslegung der Registerbehörde, ab wann das gewerbliche Inverkehrbringen von Verpackungen angenommen wird, findest Du in #724. Das Problem, daß der LEH diese Grenze oft nicht akzeptiert, sondern auch u30-Volk-Imkern Entsorgungslizenznachweise abverlangt bzw. sich einem Pfand- und Rückholsystem strikt verweigert, ist bis heute ungelöst. Juckt aber scheinbar keinen mehr, auch nicht den DIB.

    Wer meint, mit dem Kauf von Honiggläsern mit Wegwerflizenz alle Pflichten nach VerpG erfüllt zu haben, irrt leider. Die Glasdeckel, ja sogar die Etiketten sind jeweils nach Materialart getrennt zu erfassen und selbstverständlich ebenfalls zu lizenzieren. Das hat nur noch nicht jeder geschnallt, auch nicht beim LEH. Die Registerbehörde ist zu klein, um jedem Imker hinterherzulaufen. Aber das System ist ja ganz modern selbstkontrollierend ausgelegt - das erledigen ja die Wiederverkäufer, LEH usw. und nicht zuletzt neidische Konkurrenten oder mglw. das umsatzsuchende Abmahngewerbe...

  • Jetzt mal dazwischengefragt: Wie wird das alles eigentlich kontrolliert?

    Einmal, ob jemand überhaupt lizensiert ist und dann, ob die lizensierte Menge zur Realität passt?


    Nach nunmehr gut 2 Jahren wo das System läuft, stellt sich für mich nach einer kurzen Recherche heraus: Von mehreren Hundert Imkern im Umkreis sind gerade mal genau zwei öffentlich sichtbar lizensiert. Das war schon vor über 1 Jahr genau so. Ich weiß aber, dass ein Vielfaches davon Imkereien mit wesentlich mehr als 30 Völker sind. Und die allermeisten von denen verkaufen auch definitiv an den Einzelhandel.


    Sollten die alle tatsächlich das Glück haben, nur Einzelhandelskunden zu haben, die sie nicht zur Lizensierung auffordern? Dann habe ich mir wohl die falschen Kunden ausgesucht...

    Oder funktioniert das nur, weil Imker so denken wie ich und Denunziantentum an Kollegen für sie nicht in Frage kommt?

  • Das ist ähnlich wie beim Finanzamt: Wenn es erst einmal entdeckt ist, dann wird genau kontrolliert oder aber geschätzt. Teuer wird´s auf jeden Fall, auch wenn´s lange dauern mag.

    Der kleine Unterschied zum Finanzamt, das selber suchen und entdecken muß: Beim VerpG kann jeder Lebensmittelkontrolleur in Sekundenschnelle elektronisch die Lizenzierung abfragen (seine Vorgesetzten müßten dafür freilich erst zu einer Fortbildung und dann die vorgeschriebene Checkliste nur um dieses eine Pünktchen erweitern) oder jeder Kunde oder jeder Vertriebsmitarbeiter von der EU-/Nicht-EU-Honigkonkurrenz, da braucht es keineswegs erst den neidischen Kollegen von nebenan oder den Wechsel der Verkaufsstellenleitung.

    Nur Kenntnis von der online-Abfragemöglichkeit ist erforderlich, mehr nicht.

  • Und wie wird jetzt die Menge kontrolliert? Soweit ich weiß, muss kein Imker unterhalb der Berufsimkerebene nachweisen/belegen, was er tatsächlich an Material gekauft und an Produkten verkauft hat. Das ist beim Finanzamt bezüglich eines Gewerbes schon ganz anders!


    Angenommen, so ein Imker will jetzt Verpackungsmaterial lizensieren lassen, weil z.B. Einzelhandelskunden das verlangen und er den einfachen Weg gehen will und Diskussionen vermeiden.


    Da macht es doch Sinn, nur die Menge anzugeben, die in Summe an diese Einzelhändlerkunden geht, nicht aber die Gesamtmenge. Weil maximal die tatsächlich verkaufte Menge über den Einzelhandel könnte wegen deren Dokumentations- und Steuerpflichten - wenn überhaupt - irgendwann mal über Querverbindungen aufsummiert und kontrolliert werden. Es lebe der Überwachungsstaat 4.0 ;-(

  • Ich sehe anhand der Lieferscheine, was ich übers Jahr an den Handel geliefert habe, und gebe dem entsprechend die Menge an. Kontrolliert wurde das bisher nicht. Falls aber eine solche Kontrolle käme, würde ich die Lieferscheine vorlegen.

    Gruß Ralph

  • Und wo kann man sehen, ob und wenn ja wie viel jemand tatsächlich lizensiert hat? Soweit ich das sehe, kann man nur öffentlich sehen, wer sich bei diesem Lucid Verpackungsregister registrieren hat lassen. Das alleine bedeutet aber doch noch gar nix.