Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

  • Ja, ich habe das auch gelesen, darum wundert mich das mit den plötzlichen 38 umso mehr. Da ist irgendwas falsch gelaufen, Landesverbände sind verlängerter Arm vom DIB. Ist das zweite offiziell veröffentlichte Dokument zur Sache, von daher sollte man das als verbindlich ansehen oder wenigstens so annehmen. Daher die Irritation.


    Gruß Andreas

  • Ja, ich habe das auch gelesen, darum wundert mich das mit den plötzlichen 38 umso mehr. Da ist irgendwas falsch gelaufen, Landesverbände sind verlängerter Arm vom DIB. Ist das zweite offiziell veröffentlichte Dokument zur Sache, von daher sollte man das als verbindlich ansehen oder wenigstens so annehmen. Daher die Irritation.


    Gruß Andreas

    Hi Andreas,


    ich habe am W.ende mit Herrn Jockheck gesprochen. Dem war das Ergebnis auch noch nicht bekannt.


    Da der DIB bei dem Thema nicht wirklich aktiv war, und sich lieber auf dem DIB Glas ausgeruht hat, war


    bei uns im Landesverband das Thema kaum präsent.


    Gruss Joachim

  • ...Landesverbände sind verlängerter Arm vom DIB.

    Nein. Umgekehrt: Der DIB ist vereinter Arm der Landesverbände! Die sind die Mitglieder des DIB und niemand sonst. Die haben zu bestimmen, was im DIB geschieht. Allerdings ist deren Stimmgewicht von der Anzahl der Imker abhängig, die wiederum in den Ortsvereinen des Landesverbandes Mitglied sind. Unser Thüringer Landesverband hatte also beim DIB nicht so viel auf die Waage zu bringen zum Antrag auf die 70-Völkergrenze. Andere Landesverbände haben es dann an Unterstützung für diesen Antrag gänzlich fehlen lassen oder sich sogar für noch niedrigere Grenzziehungen ausgesprochen. Karl Pfefferle sah von oben entsetzt zu...

    Insofern richtet sich die Kritik an der jetzt auf 30 Völker/Imker festgelegte Abgrenzung zuallererst gegen uns selbst (s.a. #716 Abs. 1).

  • WFLP : Bevor schlecht informierte Imker in die Pfandfalle laufen:

    https://www.handelsblatt.com/u…-gndvk2SI1fa6OcHsIxt0-ap1


    Ist es richtig, daß der Pfandbetrag auf ein Honigglas zum Gesamtpreis gehört und deshalb mit in den anzuwendenden USt-Satz (10,7%) einzubeziehen ist? Der Wiederverkäufer wird die USt als Vorsteuer abziehen, resp. sich vom FinA erstatten lassen. Nun können ja die Kunden die Gläser beim Wiederverkäufer des Honigs oder aber beim Imker selbst abgeben und bekommen den Pfandbetrag zurück - mit oder ohne USt?

  • WFLP : Präziser gefragt: Muß der Imker dem Wiederverkäufer die USt-Anteile des Pfandes zurückerstatten und wenn ja, mit welchem USt-satz? Der Wiederverkäufer wird ja sicher Rechnungen zur Pfanderstattung schreiben - welchen USt-satz muß er ausweisen und wo steht das?

    Der Imker selbst kauft die Gläser ja mit 19% USt-satz, darf sie aber nur mit 10,7% USt-satz bepfanden. Ist eine solche Assymmetrie auch bei der Rückerstattumg des Pfandes an den Wiederverkäufer zu befürchten?

  • Das ist glücklicherweise unkompliziert:

    Nach Abschnitt 10.1 Abs. 8 Umsatzsteuer-Anwendungserlass gilt:

    "Wird das Pfandgeld für Warenumschließungen dem Abnehmer bei jeder Lieferung berechnet, ist es Teil des Entgelts für die Lieferung. Bei Rücknahme des Leerguts und Rückzahlung des Pfandbetrags liegt eine Entgeltminderung vor. Dabei wird es nicht beanstandet, wenn der Unternehmer die ausgezahlten Pfandgelder für Leergut unabhängig von dem Umfang der Vollgutlieferungen des jeweiligen Besteuerungszeitraums als Entgeltminderungen behandelt."


    Auf deutsch: Auch das Pfand für das Glas (sog. Warenumschließung) unterliegt als Nebenleistung der Durchschnittssatzbesteuerung (10,7%)

    Bei der Rückgabe wird das Pfand einfach vom neuen Verkaufspreis abgezogen. Wird das Pfand ohne neuen Einkauf erstattet, gilt das Gleiche. Also alles zum gleichen Steuersatz wie der Honig, d.h. zum Durchschnittssatz von 10,7%.

    Es entstehen also keine umsatzsteuerlichen Folgen für den Imker.


    Wolfgang



    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo, wer ist denn der preiswertester Systempartner, ich habe mich direkt beim grünen Punkt "angemeldet"

    999 kg Glas

    49 kg Karton

    49 kg Kunstoff

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    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Bei meinem bevorzugten Systembetreiber würdest du 116€/Jahr inkl. USt 19% bezahlen. Ob der für diese Mengen der günstigste Partner ist, weiß ich nicht. Forsche doch einmal auf der Liste der zugelassenen Systembetreiber. Die meisten haben einen Gebührenrechner auf ihrer Homepage.

    Gruß Ralph

  • Die Information der ZSVR geht klar von den einkommenssteuerlichen Verhältnissen aus, ist also bezogen auf die Person des Imkers. Vereinsmitgliedschaft und Familienhaushalt sind keine Kriterien. Wenn der Imker seine Bienenvölker auf verschiedene Familienmitgliederr aufteilt, sollte er das ganz streng und exakt wie mit fremden Erwerbern tun und auch im laufenden Betrieb so handhaben, sonst gibt es ganz fix Schwierigkeiten. WFLP hat in seiner PDF zur Besteuerung von Imkereien entscheidende Hinweise zur betrieblichen Trennung von mehreren Imkereien bei Familienangehörigen gegeben (#53):

    Steuernummer auf Rechnung ja/nein?

  • Die Information der ZSVR geht klar von den einkommenssteuerlichen Verhältnissen aus, ist also bezogen auf die Person des Imkers. Vereinsmitgliedschaft und Familienhaushalt sind keine Kriterien. Wenn der Imker seine Bienenvölker auf verschiedene Familienmitgliederr aufteilt, sollte er das ganz streng und exakt wie mit fremden Erwerbern tun und auch im laufenden Betrieb so handhaben, sonst gibt es ganz fix Schwierigkeiten. WFLP hat in seiner PDF zur Besteuerung von Imkereien entscheidende Hinweise zur betrieblichen Trennung von mehreren Imkereien bei Familienangehörigen gegeben (#53):

    Steuernummer auf Rechnung ja/nein?

    Ein Haushalt mit zwei Imkern ist Steuerrechtlich eine Imkerei es ei den es liegen nachweisbar zwei getrente Imkereien vor! Benutzt ihr die selbe Schleuder, Auto oder Lagerräume ist das weider eine, selbst wenn es nur teilweise Überschneidungen gibt.

    Also so nach dem Motto einer macht nur Königinnen der andere den Honig und jeder hat 30/70 Völker, geht nicht.