Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

  • ...

    Kann eine Behörde ihre Bürger zwingen das Internet zu nutzen?

    Vorstellbar ist das... Und das sogar noch, bevor die Netzanbieter gezwungen werden, überall schnelles, flächendeckendes und zuverlässiges Internet bereitzustellen...

    Man wird ja auch unter Haftandrohung genötigt, GEZ-Gebühr zu zahlen, auch wenn man nachweislich weder Radio oder Fernsehgeräte besitzt, und gar nicht selbst nutzen könnte...


    Gruß Andreas

  • Quelle:

    https://www.deubner-steuern.de…wann-ist-sie-pflicht.html


    Zitat:

    Einkommensteuererklärung: Abgabepflicht in elektronischer Form

    Ab dem Veranlagungszeitraum 2011 sind alle Steuerpflichtigen, die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder aus selbständiger Arbeit erzielen, verpflichtet, die Einkommensteuererklärung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln.


    Das beantwortet die Frage unter Punkt #645


    Antwort: Ja, die Behörde kann!


    Viele Grüße

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca

  • Ihr rafft es doch sowieso nicht. Mit Argumenten kann man Euch auch nicht kommen. Was wollt Ihr (ribes; Kleingartendrohn) dann eigentlich von mir?

    Ich bin raus aus der Sache. Hier hat sich leider nicht viel geändert.

    Jetzt werden die beiden abgewatscht, die eigentlich in jeder noch so emotionalen Diskussion sachlich bleiben und immer versuchen, Argumente zu bringen?

    Dann bleib mal lieber raus aus der Sache.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Ich kann nicht anders bei so viel, aus dem Zusammenhang gerissenem, Unsinn!


    @bee_toothmaker

    Ich werde mal alles Wichtige zwischen den Zeilen für Dich unterstrichen hinzufügen.


    "Ab dem Veranlagungszeitraum 2011 sind alle Steuerpflichtigen, welche steuerpflichtige (Grenzen sind festgelegt ähnlich der Imkerei) Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder aus selbständiger Arbeit erzielen, verpflichtet, die Einkommensteuererklärung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln, WENN die betroffenen Steuerpflichtigen dies NICHT einem Steuerberater überlassen!


    Ich machs mal langsam, um Euch nicht zu überfordern.

  • Doch! Ging bzw. geht uns auch so.

    Nebeneffekt: Das Finanzamt weiß besser Bescheid als ich als Inhaber.

    Eigentlich ist man eine Art VEB-Direktor. Blos dass die damals für ihren Laden nicht haftbar waren.

    Grüße Ralf

  • Gegen solche gefühlten "Fakten" hilft ein Blick ins VerpackG. Dort steht präzise in § 9 Abs. 1:

    "Hersteller nach § 7 Absatz 1 Satz 1 sind verpflichtet, sich vor dem Inverkehrbringen von system-

    beteiligungspflichtigen Verpackungen bei der Zentralen Stelle registrieren zu lassen."

    Wer den Kanal voll hat, muß sogar die "dauerhafte Aufgabe der Herstellertätigkeit" mitteilen und zwar "unverzüglich".

    Auch das Wie der Registrierung ist klar geregelt und nur online möglich -> für die Behörde kein Papierkram, kein Verwaltungsaufwand und das Beste: Sofort online einsehbar für Jedermann:

    "Die erstmalige Registrierung sowie Änderungsmitteilungen haben über das auf der Internetseite der

    Zentralen Stelle zur Verfügung gestellte elektronische Datenverarbeitungssystem zu erfolgen." (§ 9 Abs. 3 Satz 1).


    Bundesumweltministerium und die Behörde wurden darüber informiert, daß nach groben Schätzungen mehr als die Hälfte der deutschen Imkerschaft keine technischen Möglichkeiten für eine solche Registrierung haben dürfte. U.a. deshalb wurde die Übernahme der 70-Völkergrenze vom Steuerrecht in die Anwendung des VerpackG beantragt. Manche Imker-Landesverbände sollen sich dagegen ausgesprochen haben und für eine niedrigere Grenzziehung zur Hobbyimkerei plädieren. Wie der DIB dazu steht, ist mir trotz mehrfacher und dringlicher Bitte um Unterstützung unbekannt.


  • Doch! Ging bzw. geht uns auch so.

    Nebeneffekt: Das Finanzamt weiß besser Bescheid als ich als Inhaber.

    Eigentlich ist man eine Art VEB-Direktor. Blos dass die damals für ihren Laden nicht haftbar waren.

    Grüße Ralf

    Da wurdest Du, bzw. Du sahst Dich genötigt! Ist aber kein Zwang.

    Ein Beispiel:

    Ein mir bekannter Rentner besitzt ein Haus und ist durch Vermietung steuerpflichtig. Außerdem besitzt er gemeldete(!) 50 Völker, von welchen er ca. 25 auf seine Frau hat schreiben lassen. Am Honigverkauf ist Verwandschaft beteiligt, so dass er auch die Gewinngrenze nicht reisst. Das geht schon Jahre so und bei fast 3-stelligem Durchschnittsertrag die letzten 5 Jahre. Da kommt kein Amt ran. Der hat auch kein Internet und nicht mal Telefon. Irgendein (Abfall-) Gesetz greift nicht mal bei dem. Wie soll das auch gehen? Alle anderen Wert-bezogenen Steuern und Abgaben werden über Verbrauch/ Verkauf zur Geltung gebracht. Dass Jemand 10000 Gläser Leergut kauft und an "Dritte" Institutionen aus eigenem Antrieb Gelder bezahlt, weil er im Internet was gelesen hat bzw. per Post ne Broschüre gekommen war, das ist ein absolutes Märchen. Denkt doch mal logisch! Man erhöht für alle Verpackungsarten die Herstellunskosten direkt, oder indirekt über Steuererhöhung und kassiert einmalig beim Verkauf ab. Da kann man noch den Umweltschutz vorschieben und die Sache ist gegessen. Wenn so was Unausgereiftes 46 Seiten hat, ist die Grenze des Sinnvollen und Durchsetzbaren weit überschritten.

  • Schillbee : Du hast völlig recht: Eine Pfandpflicht steht nicht im VerpG, aber 3§ Abs. 3 verschärft die Anforderungen an ein Mehrwegglas ab 1.1.19 wie folgt: a) Rücknahmelogistik und b) Anreizsystem (in der Regel Pfand, geht aber auch mit anderen materiellen Anreizen).

    Ab 1.1.19 werden alle Honiggläser (ja, auch das Einheitsglas, das der DIB bis dahin noch sein "Mehrwegglas" nennen darf) als Einmalgläser angesehen mit der Folge: Verkaufsverbot, wenn keine Registrierung - mit Ausnahme der Gläser, für die eine Rücknahmelogistik und eine Anreizsystem nachgewiesen werden können.

    All dies gilt wie bereits mehrfach gesagt für das gewerbsmäßige In-Verkehrbringen (worunter auch die unentgeltliche Abgabe definiert ist nach § 3 Abs. 9 Satz 1). Die noch immer nicht geklärte Frage ist eben, wo genau die Grenze zwischen Hobby- und gewerbsmäßigem In-Verkehrbringen verlaufen soll. Mit denselben guten Gründen wie im Steuerrecht sollte diese Grenze bei >70 Völkern/Imker verlaufen.

  • Schillbee betrifft Post #650


    Das es Dir beim Lesen im Forum nicht gut geht, tut mir wirklich leid. Da Du mich aber im Zusammenhang mit Unfug zitierst, möchte ich Dir auf Deinen Post antworten und es für Dich mit einfachen Worten richtig stellen:


    Punkt 1: Ich habe eine Quellenangabe mit einem Zitat gepostet. Du brauchst da nicht extra für mich „zwischen“ den Zeilen etwas hinzufügen.


    Punkt 2: Der Begriff „Steuerpflichtiger“ beinhaltet den Begriff der Steuerpflicht! Wer nicht steuerpflichtig ist, ist nicht verpflichtet nicht steuerpflichtige Einnahmen zu erklären.


    Punkt 3: Auch wenn die Steuerpflichtigen die Steuererklärung dem Steuerberater übergeben, muß der es eben elektronisch melden.


    Ich habe es auch langsam gemacht, das sollte selbst Dich nicht überfordern. Im übrigen bin ich seit exakt heute 27 Jahre Unternehmer in Ostsachsen, da brauchst Du mir nichts übers Steuer zahlen erzählen!

    "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen" Lucius Annaeus Seneca

  • Moin,

    Nicht die Imkerei muss die Abrechnung per Internet die Umsätze ans Finanzamt melden, sondern meine Stahlbaufirma mit 35 Beschäftigten.


    Deswegen möchte ich die Bienen auch raus halten, überwacht wird schon genug, meiner Ansicht nach. Der Steuerberater will von den Bienen bisher auch nix hören. Hoffentlich bleibt das so.


    Mal zum Thema: Wie stellt sich der Gesetzgeber ein zertifiziertes Rücknahmeprogramm vor?

    Um Abfall zu vermeiden, wäre das doch wichtig.

    Für Zertizierung müssen aber die Anforderungen bekannt sein, bevor man ersteres fordert.


    Grüße Ralf

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