Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

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    Als Brandenburger hab ich schmerzlich erfahren, dass es Gesetze gibt, die dem BVG nicht standhalten, aber trotzdem bisher durchgesetzt werden sollen.


    Ich werde gelegentlich meinen Anwalt konsultieren. Wer nicht klagt, stimmt zu und das kann teuer werden. Wer wissen will, wieso ich da so kritisch bin, kann ja mal unter Altanschliesserregelung Brandenburg, das Abwasser betreffend, nachgucken.

    Eigentlich eine Komödie, für manche ein Drama.


    Im obigen Link steht was von Herstellern und Marken. Das hat ja wohl nix mit mir zu tun. Ich stelle keine Gläser her und eine Marke bin ich auch nicht.


    Grüße Ralf

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ralf_2 ()

  • Mein Händler verkauft auch Gläser an jedermann, wie will er da den bitte Unterscheiden zwischen dem Hobbyimker der Verkauft und Tante Emma die jedes Jahr massig Gele kocht und an die 10 Enkel die jeden Tag vorbeigucken verfüttert? Die ist ja kein Inverkehrbringer.

    Hi,


    das verstehe ich nicht. Was hat dein Händler damit zu tun?


    Er verkauft eine Ware. Und zwar Gläser. Dieses muss nicht lizensiert werden.


    Erst in dem Moment wo du etwas in die Gläser einfüllst und dieses in Verkehr bringst


    entsteht die Lizensierungspflicht, da das Glas dann als Verpackung Zählt.


    Und dafür bist du verantwortlich, nicht derHändler.


    Gruss Joachim

  • Joachim

    Es soll auch bereits Händler geben, die dies für Ihre Kunden im Vorfeld übernehmen😊

    Hab ich gehört.


    Und by the way:

    Vielleicht mal drüber nachdenken, das Glas besten deutschen Honig nicht für 3,50€ zu verschleudern, dann hat sich die ganze Diskussion schon erledigt.

    Es gibt viel zu tun; packen Wir`s an!

  • Und wenn ich die unbenutzt wegschmeise wer bezahlt dann die Entsorgung?

    Da steht doch auch was von in Verkehr bringen und nicht von befüllen.

    In aller Regel ist ein Glas doch eine Verpackung und wird vom Protuzenten für diesen Zweck verkauft. So wie du das darstellst müsste dann ja jeder der Müllsäcke verwendet dafür dann auch bezahlen da er ja den erst befüllt.


    MfG Frank

  • ...weil es dem, der die Entsorgung zu verantworten hat* beileibe nicht nur um die Entsorgungsgebühren geht, sondern v.a. um die bürokratischen Pflichten und nicht zuletzt die Kontrolle, die Behörden und Jedermann (= Öffentlichkeit) über ihn erlangen.


    * Befüllender Imker oder aber von diesem nach § 7 Abs. 2 VerpG abgetreten an seinen Glashändler - sofern dieser sich darauf einläßt und nicht weiterhin nur Gläser ohne Entsorgungslizenz (resp.: Mehrweggläser) anbietet.

  • Offenbar möchte die Verpackungswirtschaft, dass andere für die Entsorgung ihrer Erzeugnisse zahlen.

    Für mich ist das einmalig, dass der Verursacher des Problems ermächtigt wird, per Gesetz die Anwender/Kunden für die Entsorgung in Haftung zu nehmen.


    Und dann auch noch so umständlich. Anstatt einfach einen Cent für Entsorgung auf den Verkauf draufzulegen, den dann jeder Anwender zählt, versucht man eine Art Behörde zu installieren…


    Das war bisher dem Staat vorbehalten.


    Wenn das jetzt jeder Industriezweig machen würde: Einfach mal die Kunden zur Lösung der mit dem Erzeugnis verbundenen Probleme unter eigener Überwachung zu verpflichten.


    Ich hoffe, dass das keinen Bestand hat.


    Grüße Ralf

  • Und ich bin zunehmend ratlos, wie es passieren konnte, dass wir in unserem Land einen solchen Aprilscherz Wirklichkeit werden lassen!


    Dass Entsorgungskosten verlangt werden und sich hier etwas ändern musste, finde ich durchaus in Ordnung. Aber doch nicht SOOO!


    Anstatt bei wenigen Dutzend professionellen Herstellern die hergestellten Verpackungsgüter professionell, automatisiert und genau zu zählen und abzukassieren, wird ein riesiger bürokratischer Zähl-/Verwaltungs- und Kontrollapparat über deren Käufer aufgebaut.

    Ein Apparat, der höchst ungenau ein viel schlechteres Ergebnis erzielt, dabei aber unglaubliche Kosten verursacht und statt wenige Dutzend Hersteller lieber Hunderttausende von kleineren Unternehmern und Privatleuten gängelt, überwacht und diese einem teuren bürokratischen Prozess unterzieht und mit Strafe bedroht.


    Nur ein hergestelltes Glas muss doch irgendwann auch mal entsorgt werden. Nach meiner Logik wäre daher eine Entsorgungsgebühr beim Hersteller am besten aufgehoben. Der kann diese Mehrkosten ja durchaus weitergeben, so dass auch der Käufer zahlt. Mit dem Unterschied, dass es so eben viel genauer und billiger geht.

    Weil bei dem einen Hersteller muss man nur einmal zählen, überwachen und abkassieren.


    Bringen tut die Aufregung nichts, aber es mussste mal raus. Ich habe mal rumgefragt: 0,0% meiner Kollegen haben von dieser Neuerung ab 1. Januar bisher überhaupt schon etwas gehört. Und zwischen hören, verstehen und dann zur Tat schreiten, registrieren und blechen liegen noch Welten.


    Das wird lustig, wenn die da ab 1.1. wirklich durchgreifen wollen.

  • Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Seh ich genauso.

    Was ist den dann eigentlich mit unseren Honigeimern? Die befüllen wir ja auch.=O  :/


    MfG Frank

  • Genau die Firmen, die jahrelang Schiffsladungen mit Kunstststoffschrott nach China verbracht haben, anstatt zu recyceln, wie versprochen, wollen mir jetzt meine drei Honiggläser vorzählen?


    Nö, lass mal. Dann verkauf ich eben nur noch so lange, bis die vorhandenen Gläser alle sind, und dann hat sich entweder die Vernunft durchgesetzt, oder bei mir ist Feierabend.


    Zu diesem System habe ich kein Vertrauen mehr. Inzwischen soll verstärkt Plastikmüll nach Polen exportiert werden, um dort mal eben in Kiesgruben verbrannt zu werden. Selbst in Deutschland brennen in regelmäßigen Abständen Altreifenlager… alles Zufall?


    Nö, danke.


    Grüße Ralf