Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

  • Kommt immer drauf an was man als größerer Kunde raushandelt. Die paar Imker fallen da nicht ins Gewicht. Wer soll sich deswegen die ganze Bürokratie antun?!? Da liegt die Preisgestaltung irgendwo zwischen "weniger ambitioniert" bis "Abwehrangebot".

  • Wie wäre es mit einer Petition?

    Ich habe mit ein paar Kollegen eine Petition eingereicht (andere Branche, nicht Imkerei). Kam nach ca. einen halben Jahr auf Anfrage zurück mit der Antwort, dass unser Anliegen geprüft und für nicht relevant gefunden worden sei. Aber es wurde weitergeleitet. Das ist inzwischen bereits weit über 12 Monate her und immer noch keine Reaktion.


    Petition sind vor allem seit es online-Petitionen gibt inflatiös. Die arbeitet ein kleiner Sachbearbeiter ab, fertig.


    Erkenntnis: bringt nichts. Wir werden vom Geld regiert, nicht vom Volk.


    Gruß

    Werner

  • Wir werden vom Geld regiert, nicht vom Volk.

    Und solange die Lobbyisten im Bundestag ein- und ausgehen und den Abgeordneten die Reden und Gesetze schreiben, wird sich daran auch nichts ändern.

    Wahlen sind vor diesem Hintergrund eine Farce und wahren den Schein.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Ohne Lobby geht es nicht, nur die Lobby für die Imker ist halt nicht so stark wie andere.

    Wäre unsere Lobby stärker als die der Anderen, würden wir uns auch nicht aufregen.

    So ist es halt in der Demokratie, wo jeder mitreden darf. Kann ja jeder der meckert in die Politik gehen und was ändern;) oder Lobbyist werden:):)

  • Werner Egger Villeicht hattet ihr einfach nicht genug unterschriften als dass sich das jemand ernsthaft angeschaut hätte?

    Man braucht eine mindestanzahl an Unterschriften, ab dieser muss die Petition dann zwingend dem Bundestag vorgelegt werden, und nicht nur dem Sachbearbeiter.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Werner Egger Villeicht hattet ihr einfach nicht genug unterschriften als dass sich das jemand ernsthaft angeschaut hätte?

    Man braucht eine mindestanzahl an Unterschriften, ab dieser muss die Petition dann zwingend dem Bundestag vorgelegt werden, und nicht nur dem Sachbearbeiter.

    Hallo Luis,

    was ist die Mindestanzahl?

    Dann könnte man abschätzen ob es überhaupt eine sinnvolle Möglichkeit ist.



    VG Tom

  • https://epetitionen.bundestag.de/epet/service.$$$.rubrik.oeffentlichePetition.html


    Nach meiner Erinnerung war die letzte hier im IF angeregte Bundestagspetition die zur Definition von Bienenwachs. Nach meiner Erinnerung erhielt sie in der offiziellen Zeichnungsfrist (4 Wochen ab Veröffentlichung im Portal des BT-Petitionsausschusses) nicht einmal eine vierstellige Unterstützung. Im Augenblick steht der Zähler bei 6.943. Ob er sich weiterdreht, weiß ich nicht. Das ist auch irrelevant - jedenfalls für das erforderliche BT-Quorum.

    http://www.bee-gann.de/petition.html


    Der Bundetag ist nur für Gesetze zuständig. Eine Klarstellung im VerpackG selbst wäre sicher für uns Imker das einfachste. Aber das kostet zumindest wertvolle Zeit und Geduld, die viele Hobby-Imker nicht mehr aufbringen. Die brauchen sofort Klarheit, sonst treffen sie Entscheidungen, die zum Einbruch der Völkerzahlen führen werden. Deswegen müssen wir leider die Ochsentour durch die Umweltministerien der Länder auf uns nehmen.

    Der einmalige Mehraufwand eines persönlichen Briefes an das Umweltministerium des eigenen Bundeslandes - tunlichst mit Antrag auf Klarstellung der 70-Völkergrenze (#271) ist doch überschaubar im Vergleich zum bloßen Mitzeichnen einer Petition.

  • Imker Tom : Wie im von bee_toothmaker verlinkten Artikel steht: 50.000.


    Nur mit der Imkerschaft ist das vermutlich nicht zu handeln. Aber über die sozialen Netzwerke kann man auch nicht-imker dazu bringen sowas zu unterzeichnen. Ist ja in 10 Sekunden passiert.

    Mit ner tollen Erklärung dazu auf Facebook ala 'bla bla bla Imker werden unter Papierbergen erstickt, nimmt Spaß am Hobby, Bürokratisierung, Ältere Imker werden deswegen aufhören bla bla bla'.

    Keine Ahnung ob 50k möglich sind. Aber ein Versuch wäre es wert.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Ein Teil der Diskussionsbeiträge erinnert mich an eine dazu passende Begebenheit:


    Eine Frau monierte einmal ewas an der Abeit der Zimmerleute. Darauf wurde ihr gesagt: Das machen wir Zimmerleute schon! Die Frau fragte nach: Junge, wie lange bist Du schon Zimmermann? ... na übermorgen werdens drei Tage!

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Nachdem ich mich vor einiger Zeit aus dem Faden verabschiedet hatte, sind unzählige neue Beiträge geschrieben worden. Einen Erkenntnisgewinn kann ich durch diese neuen Beiträge - zumindest für mich - nicht feststellen.

    Die Diskussion wird weiterhin durch Aktionismus gepaart mit Panikmache bestimmt. Ich möchte an dieser Stelle zwei Dinge in Erinnerung rufen:


    1.

    Wer ein wirklich funktionierendes Mehrwegsystem hat, hat keine Probleme mit dem Verpackungsgesetz.


    2.

    Wer ein solches System nicht hat, dessen Gläser und Deckel also entsorgt werden, trägt zur Müllproduktion bei.

    Wir sollten doch mittlerweile alle gelernt haben, dass Müll sich nicht von allein beseitigt und eine produktspezifische Entsorgung/Verwertung wichtig für den Erhalt unserer Umwelt ist. Das kostet nunmal Geld und muss von irgendjemand bezahlt werden. Mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, mit welcher Selbstverständlichkeit gefordert wird, uns Imker einer Sonderbehandlung zuzuführen, dass wir uns aus der Verantwortung stehlen können. Man muss sich nur mal die Dimensionen vorstellen:

    Bei einem durchschnittlichen Honigjahresertrag von 30 kg pro Volk sind wir bei 70 Völkern, was die geforderte Freigrenze sein soll, bei 2100 kg Honig pro Jahr und Imker. Das macht 4200 Gläser nebst Deckel (Plastik oder Weißblech mit Kunststoffbeschichtung) je Imker und Jahr.

    Seid Ihr ernsthaft der Auffassung, ein Imker, der Jahr für Jahr für die Entsorgung von 4200 Gläsern und Deckel mitverantwortlich ist, sollte sich nicht finanziell an der fachgerechten Entsorgung beteiligen?

    Hat ein solcher Imker jedes Glas für (nur) 5 Euro verkauft, hat er jährliche Einnahmen von 21.000 Euro. Seid Ihr wirklich der Meinung, davon könnten nicht zwei Prozent für Entsorgungskosten aufgebracht werden?


    Und wer jetzt mit dem ach so hohen Bürokratieaufwand kommt, aber zugleich 70 Völker bewirtschaftet, der möge doch bitte mal im Jetzt ankommen und ehrlich zu sich selbst sein.


    Ich möchte mit meinen deutlichen Worten niemandem zu nahe treten, aber lasst uns doch mal einfach ein Stück Verantwortung beim Umgang mit den Müllbergen übernehmen!


    Christian

  • Zitat
    Zitat

    Keine Ahnung ob 50k möglich sind. Aber ein Versuch wäre es wert.

    Ich suche mir gerade einen Wolf, kann deine Petition aber nirgends finden, ich würde sofort unterschreiben.

    Oder solltest du Schelm etwa gar keine gestartet haben?

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Zur Entsorgungsgerechtigkeit:

    Als Verbraucher zahle ich seit vielen Jahren für den grünen Punkt und ging immer davon aus, dass das Duale System nun auch alles recycelt, wofür das System ja bezahlt wird.

    Jetzt stellen wir erstaunt fest, dass das ganze Zeug statt in die Aufarbeitung nach China ging.

    Die wollen nun den Müll nicht mehr und unsere „Recycling-Unternehmen“ haben ein Problem, das sie eigentlich schon immer hätten lösen sollen.


    Und nu gibt es wirklich Leute, die Verständnis dafür haben, dass ausgerechnet die Kleinproduzenten für die Müllvermeidung bezahlen sollen, wenn das die Profis schon jahrzehntelang verweigern?


    Ok - ja ich weiß: Es gibt keine Gleichheit im Unrecht. Der Zorn sollte sich trotzdem gegen die industriellen Müllerzeuger und -Händler richten.


    Grüße Ralf

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