Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

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    Ich für meinen Teil ...

    Wenn du Erwerbsimker bist, bist du mit den Rechten, Pflichten und Verfahrenweisen eines Unternehmers vertraut, von daher würde ich der Sache aus deiner Sicht auch locker gegenüberstehen.


    Dann erkläre doch mal zum Verständnis für alle Mitleser, welche Verplichtungen denn noch auf die achso uneinsichtigen und unvernünftigen noch-Hobbyimker zukommen werden, nachdem sie vorauseilend gehorsam ihren Obulusantrag gestellt haben, nachdem sie ein Gewerbe angemeldet haben werden... Davon ist nämlich bisher kaum die Rede gewesen. Hauptsache immer schön ablenken, Nebelkerzen zünden und schlechtes Gewissen verbreiten...


    Dein Beitrag könnte aus der Feder eines Lobbyisten stammen, der auf Stimmenfang ist...


    Gruß Andreas

  • Mir ist nicht ganz klar, welche meiner Äußerungen Dich veranlassen, mich als Berufsimker oder Lobbyist einzustufen.

    Ich betreibe die Imkerei als reines Hobby und habe derzeit zehn Völker.

    Ich habe absolut keine Verbindungen zur Abfallindustrie oder zu Umweltverbänden.

    Ich bin aber überzeugt, dass ein jeder sich ein gewisses Umweltbewusstsein aneignen sollte. Das fängt schon damit an, dass ich mein Kaugummipapier nicht einfach auf die Straße werfe in der Annahme, das macht schon einer weg. Diese Beispiel lässt sich auf unseren Glas-, Plastik- und Weißblechmüll übertragen. Wir Imker können doch nicht davon ausgehen, dass schon irgendjemand den von uns in Umlauf gebrachten Müll auf eigene Kosten entsorgt. Diese Sichtweise fände ich beschämend für alle ach so naturnahen Imker!

    Dass wir uns bisher mit dem schlichten Aufdruck "Mehrwegglas" aus der Verantwortung stehlen konnten, sollten wir stillschweigend "genießen". Dass damit aber künftig Schluss sein wird, ist nur billig und gerecht!

  • Woher das Märchen stammt, ein Hobbyimker müsdte nun ein Gewerbe beim Gewerbeaufsichtsamt anmelden, ist mir schleierhaft. Eine solche Behauptung ist schlichtweg juristischer Unfug. Das VerpackungsG regelt NICHT, was als Gewerbe einzustufen ist. Es hat auch keine Auswirkungen auf die steuerrechtliche Einstufung einer Imkerei.

  • Nur wenige hier sind nicht juristisch gebildet, insofern kann man nur über den Sinn und Zweck von gesetzlichen Maßnahmen schreiben.

    Dass wir umweltbewusst handeln, sei vorausgesetzt und es zeigt sich in der allgemein üblichen Wiederverwendung der Verpackung - nach gründlicher Reinigung versteht sich.


    Wenn Du, Christian S. , der Auffassung bist, eine Verpackung, die zweifelsfrei für eine Wiederverwertung geeignet ist, nicht zu nutzen, ist es nur recht und billig, für ein Recyclingprozess zu bezahlen.


    Ist man als Hobbyimker aber bereit, den Recyclingaufwand selbst zu leisten, wäre eine zwanghafte Beteiligung an einem allgemeinen Recycling Systems m. E. eine Missachtung eines funktionierenden Systems.


    Hoffen wir darauf, dass unser oberster Lobbyist eine vernünftige Regelung erreicht.

  • Moin,

    Irgendwie nervt es: Da kommt ein Gesetz und keiner weiß, wie damit umgegangen werden soll.

    Sollte die Entsorgung eines Glases für dreißig Cent 10Cent kosten, bin ich raus.


    Weiß sowieso nicht, was die wollen: Glascontainer stehen doch sowieso überall rum, wo man das Altglas entsorgen kann.


    Das wird vielleicht wieder so eine Geschichte, wie mit den Gelben Sack, da wurde bisher mehr nach China exportiert (darum gelber Sack?) als recycelt.

    Grüße Ralf

  • Woher das Märchen stammt, ein Hobbyimker müsdte nun ein Gewerbe beim Gewerbeaufsichtsamt anmelden, ist mir schleierhaft. Eine solche Behauptung ist schlichtweg juristischer Unfug.

    Das wurde in #130 aus dieser neuen VO zitiert und erklärt.

    Die StNr. wird zudem vom FA zugeteilt, nachdem man ein Gewerbe beim lokalen Ordnungsamt angemeldet hat. Die bisherige StNr. wird dann ersetzt.


    Dass ich dich als Lobbyist, bzw. Erwerbsimker betrachte, liegt schlicht und ergreifend an deinem naiven Beitrag, den du zum Thema verfasst hast. Wenn du kein Erwerbsimker, Lobbyist oder sonst ein Nebengewerbetreibender bist, hast du schlichtweg keine Ahnung, was du hier schönredest. Denn es gibt an dieser Neuregelung nichts schönzureden.


    Gruß Andreas

  • Woher das Märchen stammt, ein Hobbyimker müsdte nun ein Gewerbe beim Gewerbeaufsichtsamt anmelden, ist mir schleierhaft. Eine solche Behauptung ist schlichtweg juristischer Unfug. Das VerpackungsG regelt NICHT, was als Gewerbe einzustufen ist. Es hat auch keine Auswirkungen auf die steuerrechtliche Einstufung einer Imkerei.

    Bin mal gespannt, ob er stutzig wird bei der Anmeldung und er dann erst anfängt zu überlegen.

    Meinst Du mit "er" mich?


    Wie wäre es, wenn Du diesen unsubstantiierten Beitrag mit normbasierten Argumenten unterlegst?

    - nationale Kennnummer (sofern vorhanden Handelsregister-Nr., alternativ die Gewerbeschein-Nr.)

    - Erklärung über die Systembeteiligung bzw. über eine Teilnahme an einer sog. Branchenlösung


    https://www.verpackungsregiste…faq-zur-zentralen-stelle/


    Sind beides Punkte, die sehr sehr hässlich sind, aber wenn du dich registrierst, sag mal wie du diese Punkte erfüllst, ohne das ein weiterer Rattenschwanz an zusätzliche Aufgaben und Dokumentationspflichten dazugekommen ist.


    Einzige Möglichkeit die ich dort sehe, ist die "Landwirtschaftsnummer" auch zu akzeptieren.

  • Ist schon echt lustig das Thema hier.

    Ich bin Imker mit zur Zeit 5 Wirtschaftsvölkern und ein paar Miniplus.

    Habe die notwendige Honigschulung mitgemacht, bei der Tierseuchenkasse mich gemeldet, Gesundheitszeugnis vorgelegt usw. Nun ist hier von einer neuen Verpackungsverordnung die Rede und es wird gestritten um die Auslegung derer. Ich mache mir bis jetzt erst einmal keine Sorgen und werde schön meinen Honig in Gläser abfüllen. Außer hier im Forum habe ich auch noch nichts darüber gehört das der Imker mit seinen paar Völkern davon betroffen wäre. Im Verein oder aber Kreis und Landesverband war dazu auch noch nichts zu hören. Kann ja auch sein, das ich irgendwo im Niemandsland lebe und das alles bis hier noch nicht vorgedrungen ist. Also interessieren mich bis Dato auch keine ungelegten Eier. Wie soll der Imker denn von der Verordnung erfahren bzw. wann? Wenn es wirklich so kommen würde, wäre auch die Honigbiene schlagartig in De bedroht da der größte Teil der Imker aufhören würde und das kann nicht im Sinne der Politik und Umweltschutz liegen, wo derzeit so viel drüber gesprochen wird.

    Gruß

    Martin

  • Okay, mit dem Gesetz magst Du also nicht argumentieren. Dort wirst Du den von Dir zitierten Klammerzusatz auch nicht finden.

    Wer kein Gewerbe hat, muss auch keine Gewerbenummer mitteilen. Nationale Kennnummer kann möglicherweise auch die Nummer sein, mit der wir Imker registriert sind.

    Jedenfalls führt das VerpackungsG nicht dazu, dass Imker ein Gewerbe anmelden müssen.


    Systembeteiligung ist der Vertrag mit einem Unternehmen über die Teilnahme am Recyclingkreislauf.


    Und der Clou ist, all das entfällt bei Mehrwegverpackungen. Neu ist dabei nur, dass der Aufdruck „Mehrwegglas“ nicht mehr reicht. Das Mehrwegsystem muss auch funktionieren, was zumeist über ein geeignetes Anreizsystem sicherzustellen ist. Das kann ein Pfand sein, muss es aber nicht. Möglicherweise reicht auch bereits die persönliche Beziehung zwischen Imker und Kunde.