Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

  • Nein, Abgabepflichtig ist der "In-Verkehr-bringer" und eben nicht der Produzent der Gläser.

    Der DIB bringt die Gläser aber auch nicht in den Verkehr. Man kauft die im Imkerfachhandel.


    Wolfgang

    stimmt aber so wie ich das jetzt verstanden habe zahlt er dennoch für die Mitglieder...die zahlen das vermutlich dann indirekt bei Kauf der Gläser und die darauf anfallenden Markenlizenzgebühren des Herstellers an den DIB. Oder sie lassen sich doch als Hersteller registrieren, zusammen mit der Glasfirma... Sollte das Haus des Imkers wissen wer da mal anrufen mag....


    So hält er die Nutzer von dem Thema frei und das Recyclingsystem hat etwas mehr Geld in der Tasche um unlukrative Modellanlagen für das Sortierproblen zu entwickeln


    M.

  • Ob DIB oder Neutral ist wohl eine Weltanschauung. Ich kann verstehen, dass mancher auf sein Etikett mächtig stolz ist. Ich bin es auf meinen Honig, weiß aber, dass andere Imker auch Qualität bieten Können. In Sachen Kreislauf ist zu bemerken, dass im Jahre 1993 Etikett und Glas geändert wurde. Trotzdem ist das Glas mit Adler, im Imkermund Nähmaschine genannt, nicht auszurotten. Es kreist munter weiter und das seit 25 Jahren. Erstaunt war ich schon, dass auch ein Glas der Reichsfachgruppe mit Blechdeckel zurück kam.

    Es ist schon merkwürdig. Um die Entsorgung der Gläser findet regelmäßig eine Bieterschlacht statt. Es muss etwas verdient sein. Andererseits soll noch einmal eine Abgabepflicht eingeführt werden. Und wir Imker verzetteln uns in Grabenkämpfen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hi,


    die Glasherstellen zahlen Gebühren an den DIB, diese werden natürlich auf die Gläser aufgeschlagen.


    Daher sind diese auch teurer als Neutralgläser.


    Entsorgungsgebühren werden aber vom DIB und vom Glashersteller nicht gezahlt da wir Imker


    die Inverkehrbringer sind. Der DIB war sogar im letzten Jahr noch der Meinung das die


    Honiggläser mit entsprechendem Vermerk grundsätzlich nicht Gebührenpflichtig sind.


    Da gab es ein Schreiben von einem Minister, welches als Begründung herangezogen wurde.


    Dieses kann sich jeder gerne vom DIB zuschicken lassen.


    Auch die Aussage das keine Entsorgungsgebühren bei dem DIB Glas bezahlt sind,


    gibt der DIB gerne an Interessierte aus.


    Gruss Joachim

  • Es ist schon merkwürdig. Um die Entsorgung der Gläser findet regelmäßig eine Bieterschlacht statt. Es muss etwas verdient sein. Andererseits soll noch einmal eine Abgabepflicht eingeführt werden. Und wir Imker verzetteln uns in Grabenkämpfen.

    :daumen:

    Was am Ende dabei herauskommt: die DIB-Gläser werden teurer, die anderen auch und der Glasfand steigt dann z. B. auf € 1. Das hilft dem "Dualen System", das ohnehin ökonomisch schon dicht am Grund fährt und natürlich allen anderen Recycling Firmen.

    Die "Entsorger" müssen leben...

  • Es ist schon merkwürdig. Um die Entsorgung der Gläser findet regelmäßig eine Bieterschlacht statt. Es muss etwas verdient sein. Andererseits soll noch einmal eine Abgabepflicht eingeführt werden. Und wir Imker verzetteln uns in Grabenkämpfen.

    :daumen:

    Die "Entsorger" müssen leben...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Robert Freimann () aus folgendem Grund: Sorry verklickt. Was mir dazu nur einfällt: Ist Glas nicht ein Rohstoff? Und der Dib vertritt vor allem mal wieder in erste Linie nur eins: Seine Interessen bzw. Einnahmen. Schon schlimm genug das man bei der Mitgliedschaft im Ortsverein gezwungen ist Werbekosten zu entrichten egal was für ein Glas man benutzt. Jetzt versucht der Dib auch noch ne Extrawurst für seine Glasnutzer. Was ist denn mit den Dibmitgliedern die in andere Gläser füllen?

  • Einige Edekamärkte verlangen aber eh schon seit langem das man einen Entsorgungsvertrag vorlegt!

  • Tja, gerade war das ja großes Thema - die Chinesen haben den Import des Plastiks gestoppt und nun dreht alles am Rad was man mit dem Kram machen soll... unser schönes Kreislaufsystem funktioniert jedenfalls gerade nicht mehr:

    http://www.sueddeutsche.de/wir…n-europas-muell-1.3811255

    Denn so mit dem selber-trennen klappt hier offenbar auch nicht ausreichend sauber:

    http://www.deutschlandfunk.de/…ml?dram:article_id=413771


    M.

  • Schönes Beispiel für den "schönen Schein" und zeigt, wie "Recycling" (eben nicht) funktionierte.


    Nun wird man sich selbst kümmern müssen und dazu wird wieder mehr Geld benötigt... - doch halt, hatten wir alle das nicht schon bezahlt ?!!

  • ...Es geht um Abgaben die für die Verwendung von Verpackungen gezahlt werden müssen um deren Verwertung zu finanzieren... so neu sind die Abgaben ... gar nicht.

    Genau so ist es. Neu ist lediglich die Systematik und die Verteilung der Produktverantwortung: Nicht die Vertreiber (egal, auf welcher Handelsstufe; hier beim Honigglas bspw. Großhandel, Imkerbedarfshandel, Abfüller) werden zur Organisation und zum Nachweis des entsprechenden Entsorgungssystems verpflichtet, sondern bereits der Erst-Inverkehrbringer, also der Hersteller bzw. Importeur. Obwohl dazu vielmehr gehört, als nur die Kostenbeteiligung am jeweiligen Entsorgungssystem: Die Zahlung wird also gleich an der Quelle des (künftigen) Mülls erhoben, nicht erst später auf einer der Handelsstufen.

    Unabhängig davon sind auch diese Handelsstufen nicht frei von diesen Abgaben und den anderen Meldepflichten nach VerpackG: nämlich für das, was sie ihrerseits an eigenhergestellten Verpackungen (sei es zum Transport oder als Geschenk-/Werbe-/Schmuckverpackung) hinzufügen - wie z.B. beim Imker für das selbsthergestellte Etikett.


    Am praktischen Beispiel des Fadenthemas: Der Imker kauft Neutralgläser, um seinen Honig abzufüllen und zu verschenken/verkaufen. Der Hersteller der Neutralgläser mußte bereits seine Beteiligung am entsprechenden Entsorgungssystem der Gläser nachweisen und hat vermutlich die dabei entstehenden Kosten auf dem Vertriebsweg bis zum Imker (ggf. mit entsprechenden Handelsaufschlägen) umgelegt. Der Imker selbst muß außer dem Kaufpreis für die Gläser keine gesonderte Umlage für die Glasentsorgung mehr bezahlen - außer für evtl. von ihm selbst hergestellte Verpackungen wie z.B. Etikett aus dem Eigendruck o.ä.

    In diesem Sinne ist der Imker also abhängig von der Vorentscheidung des Herstellers zu Einweg- oder Mehrwegverpackung. Ob der Imker dies akzeptiert oder quasi "hinter dem Rücken" des Herstellers eine eigenes Pfandsystem (mit oder ohne Beteiligung des Handels) aufzubauen versucht, spielt keine Rolle - er kann die von ihm benötigten Neutralgläser nur zu der Vorfestlegung des Herstellers erwerben: als Einwegglas. Legt der Hersteller (etwa beim DIB-Glas) die Verpackung als Mehrwegglas an, müssen sich alle nachgeordneten Handelsstufen - also auch der Imker - an diesem Mehrwegsystem beteiligen, neuerdings auch mit Anreizsystem wie Glaspfand. Nur das kann Herr Maske gemeint haben, wenn er das neue VerpackG richtig gelesen hat.

  • Nur das kann Herr Maske gemeint haben, wenn er das neue VerpackG richtig gelesen hat.

    Du scheinst Dich mit dem neuen Verpackungsgesetz auseinandergesetzt zu haben. Kannst Du Deine Ausführungen daher konkret am Gesetzeswortlaut festmachen?

    Ich bin da etwas skeptisch, ob Du mit Deiner Auslegung richtig liegst. Nach der Legaldefinition in § 3 Absatz 8 VerpackG sind systembeteiligungspflichtige Verpackungen "mit Ware befüllte Verkaufs- und Umverpackungen, die nach Gebrauch typischerweise beim privaten Endverbraucher

    als Abfall anfallen". Danach ist ein Honigglas so lange keine systembeteiligungspflichtige Verpackung, wie dort kein Honig (Ware) eingefüllt ist. Erst das Befüllen eines Glases mit Honig macht das Glas zu einer systembeteiligungspflichtigen Verpackung. Daher werden wir Imker als "Abfüller" im konkreten Fall regelmäßig die ersten in der Kette sein und somit als Hersteller systembeteiligungspflichtige Verpackung gelten.

  • Das ist das Schöne an der Juristerei: Alles Auslegungssache - darum gibt es die "Kommentare", die dann nochmal erklären, was denn nun beabsichtigt und gemeint ist.


    Ich verkaufe meinen Honig erst mal so weiter wie bisher - mit Pfand an Neukunden, ansonsten ohne bei Glastausch.