Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

  • Ja,

    Wenn Du das auch nicht weißt, ist ja nicht schlimm. Das soll jetzt kein Vorwurf sein…


    Ich möchte nur keinen Anreiz schaffen, dass ich mit allerlei Müll bombardiert werde. Das geschieht zwar schon immer, ich mach ein freundliches Gesicht, weil unter den 12 Gläsern in der Kiste ja auch drei brauchbare sein können - der Rest -> Container.


    Dafür zahlen mag ich aber nicht. Mich mit Kunden streiten auch nicht. Evtl nimmt die Kundschaft das dann übel und geht zum nächsten „Schwarzimker“.


    Anzeigen werde ich trotzdem niemanden - der größte Lump im ganzen Land, das ist… der Dennunziant.


    Grüße Ralf

  • Kein Imker muß sich mit Kunden streiten wegen des Pfandes. Da es keine bundeseinheitliche Bepfandung gibt, ist er nur verpflichtet, seine eigenen Gläser zurückzunehmen, keine Fremdgläser. Das machen die Leergutautomaten des Einzelhandels ja auch nicht anders: Was im Laden nicht gelistet oder gar Einweg ist, wird nicht angenommen. Jeder Kunde wird verstehen (müssen), daß das bei Imkern nicht anders sein kann, auch wenn es bisher ohne Bepfandung anders, aber trotzdem Mehrweg war. Das VerpackG definiert Mehrweg ab 1.1.19 nun einmal anders, da kann weder Imker noch Kunde etwas daran ändern.

  • Wenn ich versuchen sollte, dem Kunden dieses Gesetz zu erklären …


    Weiß gar nicht, wer zuerst abwinkt.


    Anfangs war von einem zertifizierten Rücknahmesystem die Rede - keine Ahnung, ob das richtig zitiert war.


    Grüße Ralf

  • Da gibt es doch nicht viel zu erklären: Ab 1.1.19 wurde Pfandpflicht für Mehrweggläser gesetzlich eingeführt. Da es kein einheitliches Honigglas und auch kein einheitliches Pfand gibt, kann ich als Imker leider nur den Pfand für meine eigenen Gläser zurückerstatten, den ich beim Verkauf erhalten habe.

    Beschädigte oder sonst unbrauchbare Gläser/Deckel sind von der Pfandrückerstattung ausgenommen - wie bei den Bierflaschen ja auch.Das müßte eigentlich jeder halbwegs vernünftige Mensch auf Anhieb verstehen


  • Das mit dem Pfand wurde auch schon anders kommuniziert. Gab vor Jahren mal einen „Skandal“, weil irgendein Einzelhändler nur das Leergut zurück nehmen wollte, dass dort gekauft wurde.

    Damals hieß es, dass alle Pfandflaschen angenommen werden müssen.

    Hab gerade gelesen, bei Einwegpfandverpackungen dürfen Läden und 200qm die Annahme fremder Verpackungen verweigern.

    Der NDR behauptet, dass die Verpackungsverordnung sich nicht mit Mehrweg beschäftigt …

    Je mehr man fragt, um so differenzierter werden die Antworten. Es scheint aber, dass die Höhe des Pfands irgendwo festgestelegt ist …


    Gut - Anfang Dezember ist Imkerversammlung, letztens wollte von der Verpackungsverordnung noch keiner was wissen. Vielleicht haben die dann schon das Merkblatt …

    Bis dahin lass ich Euch auch mit diesem Thema in Frieden. Wie so oft wird man sich der Gewalt beugen müssen.

    Ich bin aber nicht verpflichtet, das auch noch gut zu heißen.


    Grüße Ralf

  • Wenn ich so manchen Scherbenhaufen vorangegangenen Flaschenbierkonsums ansehe, sind auch 0,08 EU Glaspfand offenbar als Rückgabeanreiz noch zu wenig...

    Hast du hier auch deine Finger mit im Spiel;)


    "Verbandschef Georg Rittmayer fordert ein höheres Pfand auf Bierflaschen und -kästen. Das Pfand müsse nah an den Wiederbeschaffungskosten liegen, denn immer mehr Mehrwegflaschen und -kästen verschwänden und die Brauereien müssten neue beschaffen. „Es muss sich für den Konsumenten lohnen, die Flaschen zurückzugeben“, sagte der Sprecher. Aus Sicht des Verbandes müsste dafür das Pfand für normale Bierflaschen von acht auf 15 Cent angehoben werden, für Kästen von um die drei auf etwa fünf Euro."


  • Hast du hier auch deine Finger mit im Spiel;)



    Auch wenn das Wirtshaus, in dem der Musicus germanicus geboren wurde, nicht weit weg liegt und auch heute noch das berühmte Schwarzbier in dieser Stadt gebraut wird und wir das überschüssige Quellwasser dieser Brauerei trinken, ja sogar damit spielen, duschen und kochen durften, da habe ich meine Finger nicht mit drin. Aber die Argumente von Georg Rittmayer klingen stichhaltig. Er kommt jedoch von einem anderen Stern als wir Imker, weil es für Bierflaschen ein überwiegend einheitliches Pfand gibt (noch?).

  • ... hat mein Schulrat erhalten. Er hat sie sehr nachdenklich gelesen.


    Gruß

    Werner

    Das lag wohl eher an der denkwürdigen Kommasetzung in dieser Ameisen-Version?

    Ich habe aus urheberrechtlichen Gründen die Version nicht kopiert, ob dann die Kommasetzung besser wurde, weiß ich nicht :P


    Gruß

  • Was mich wirklich enttäuscht hat und auch nachwirken wird: Wie wenig elemantarste Sachinformationen der DIB dort hinterlassen hat.

    Hab gerade den neuen Newsletter des DIB überflogen und kann nur sagen, die dort getätigten Aussagen zum Thema sind irreführend und widersprechen sich zum Teil. Im Eingangstext : Löwer, DIB Glas nicht betroffen bis hin zu Auszügen aus dem Gesetzestext und der Empfehlung zu einem "Rücknahmesystem" Korb, in den die benutzten Gläser vom Kunden zurückgegeben werden sollen, war alles drin. Auch die 30 er Grenze wird erwähnt und dem Einsatz des DIB zugeschrieben.

    Absolut irreführend das Geschwurbel.

  • Scheinbar besteht nicht überall derselbe Wissensstand zur Sache...

    Am Wochenende war in Löningen Landesverbandstagung, da wurde von 38 Völker als Grenze berichtet, ein Vereinskollege war da und wollte mir gestern die 30 nicht glauben, obwohl die schon vorher von dieser Stiftung am 08.11. veröffentlicht worden waren... :rolleyes:

    Ist jetzt zwar nicht mehr weltbewegend, aber lässt nicht nur an der Ernsthaftigkeit mancher Funktionäre zweifeln, der Kollege ist nämlich sehr penibel, was solche Dinge betrifft und denkt sich sowas nicht aus... :/


    Gruß Andreas