Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

  • Nur dass die wenigsten das/die produzieren oder irgendwas anderes, was Geld abwerfen würde. Deine Vergleiche hinken auf beiden Füßen.

    Wenn ich nicht wenigstens ein bisschen Geld dabei übrig machen würde, auch wenn es ein mieser Stundenlohn wäre, sehe ich grad mal gar keinen Grund einen Bestand von 10 auf 30 Völker zu erhöhen. 10 Völker liefern mir ausreichend Honig, meine Apfelbäume bekomme ich bestäubt und zu kucken und zu spielen hab ich auch genug. Anfangs wird es wohl schwer sein, so kostendeckend zu arbeiten, aber deine aufgeführten Hobbys sinds ja auch nicht.

    70 Völker x 2,5 h = 175 h, resp. rd. 14,6 h/Monat

    Vollerwerbsimker mit 150 Völkern arbeiten demnach nur gut 30 Stunden im Monat? Da könnte sich der eine oder andere Hobbyimker doch dazu entschließen seinen 150 Stunden-Job dagegen einzutauschen. Selbst wenn er dann pro Honigglas ein paar Cent für die Verpackung mehr zahlen muss. Was sollen so vollkommen weltfremde Berechnungen denn beweisen?


    Nebenerwerb ist für dich nicht existent, oder wie darf man die Ausführungen deuten? In keiner Branche.

    Und dass sich bei 30 Freizeitpferden oder Hunden das Finanzamt nicht dafür interessiert, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    Wobei, die Pferde werden auch nicht in Folie verpackt versandt, um beim Thema zu bleiben. Vielleicht die Äpfel?

  • Aber nicht sinnvoll.

    Doch. Je teurer die Verpackungen werden, egal wo, ob beim Hersteller oder beim Befüller, desto mehr wird eingespart und wiederverwandt. Es geht um die Kosten, die der Nutzer der Verpackung bezahlen muss. Wann und wo er das bezahlen muss ist vollkommen uninteressant. Gläser zurücknehmen, spülen und Etiketten abknibbeln ist für viele zur Zeit unwirtschaftlich. Entscheidend ist die Differenz zwischen Altgläser wiederverwerten und neue kaufen.

  • Kosten Zuchtkaninchen, Briefmarken und -tauben, Hunde, Freizeitpferde nix? Werden deren Preise nicht kalkuliert?

    Gegenfrage:

    Sind das Lebensmittel zum täglichen Verzehr oder durch ihre Beschaffenheit dafür vorgesehen, dass man sie einzeln oder in Massenverpackungen verkauft, oder für deren Inverkehrbringung man sich ab einer Anzahl X in ein öffentlich zugängliches Register mit/ohne gewerbliche Steuernummer eintragen soll muss?

    Wenn die gewerblich aktiv sind, und das sind sicher manche bis viele von ihnen, dann werden sie auch nach entsprechend spezialisierten Steuervorschriften geführt.


    Wer mehr Erlös für sein Tier oder Objekt bekommt, zahlt mehr Steuern. Mit einem guten Steuerberater evtl. auch weniger. So einfach ist das bei gewerblich Aktiven. Dafür sind Steuerberater da: nicht die Steuerbearbeitung zu übernehmen, sondern dem Steuerzahler durch ihre Tätigkeit Steuern einzusparen.


    Gruß Andreas

  • Versteh' ich alles nicht!
    Hersteller/Händler bringen die Gläser verlustfrei an Abnehmer.
    Die spätere Entsorgung geht in Richtung Glasindustrie und stellt damit die Bereitstellung eines Rohstoffes dar. Eigentlich müssten dessen Abnehmer dafür Entgelt leisten.

    Ach, wisst ihr, sollen doch die Ämterpfiffikusse auch gleich die Biens halten und diese und vielleicht auch gleich noch die nächsten und übernächsten... Ideen persönlich als deren Empfänger realisieren.

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Du kannst ja Deine gesammelten nicht mehr verwendbaren Gläser zu Weck bringen, und denen dafür pro Glas 5 Ct. Rohstoffpreis in Rechnung stellen. Was hast Du für ein Auto? Na schätzen wir mal, da passen 300 Gläser rein, damit machst Du Dich auf den Weg Richtung Rhein. Mit den kassierten 15€ fährst Du dann beim rase vorbei zum Glückskeksbacken.


    Deine investierte Zeit und die Reisekosten stören Dich ja nicht, hast Du ja in Dienem Post auch nicht berechnet. Rücknahmelogistik kostet bei Dir offenbar nix.


    ...Pfiffikusse....:)

  • Aber nicht sinnvoll.

    Doch. Je teurer die Verpackungen werden, egal wo, ob beim Hersteller oder beim Befüller, desto mehr wird eingespart und wiederverwandt. Es geht um die Kosten, die der Nutzer der Verpackung bezahlen muss. Wann und wo er das bezahlen muss ist vollkommen uninteressant. Gläser zurücknehmen, spülen und Etiketten abknibbeln ist für viele zur Zeit unwirtschaftlich. Entscheidend ist die Differenz zwischen Altgläser wiederverwerten und neue kaufen.

    Noch einmal kurz und knapp:

    1. Wenn Ware aus dem Ausland kommt, muss die Verpackung hier entsorgt werden. Der Glashersteller im Ausland ist an deutsche Gesetze nicht gebunden. Daher muss diejenige Firma die Abgabe leisten, die die Ware nach Deutschland und damit in den Geltungsbereich deutscher Gesetze einführt.
    2. Wenn Ware exportiert wird, muss die Verpackung im Ausland entsorgt werden. Eine Abgabe an das Duale System in D. nützt dem dortigen Entsorger nichts. Deshalb wird auf Exportware auch keine Gebühr für das Duale System fällig.

    Ist doch wohl alles logisch, oder?

    Gruß Ralph

  • Der Glashersteller im Ausland ist an deutsche Gesetze nicht gebunden.

    Doch sehr wohl, für alles was er hierhin liefern will. Auch die Beschaffenheit der Produkte muss dann deutschen Anforderungen entsprechen.


    Ja, es ist logisch und viel leichter durchzuführen als wenn jeder kleine Kleckerbefüller das einzeln machen soll. Die Kontrolle ist viel einfacher. Vielleicht nicht so ganz informativ bezüglich anderweitiger Daten.

  • Versteh' ich alles nicht!
    Hersteller/Händler bringen die Gläser verlustfrei an Abnehmer.
    Die spätere Entsorgung geht in Richtung Glasindustrie und stellt damit die Bereitstellung eines Rohstoffes dar. Eigentlich müssten dessen Abnehmer dafür Entgelt leisten.

    Ach, wisst ihr, sollen doch die Ämterpfiffikusse auch gleich die Biens halten und diese und vielleicht auch gleich noch die nächsten und übernächsten... Ideen persönlich als deren Empfänger realisieren.

    Genau das ist meine Meinung von Anfang an.

    Aber offenbar werden manche nur zu gern besteuert und regiert. Da kann der Grund nicht skuril genug sein.

    Grüße Ralf

  • Der Glashersteller im Ausland ist an deutsche Gesetze nicht gebunden.

    Doch sehr wohl, für alles was er hierhin liefern will. Auch die Beschaffenheit der Produkte muss dann deutschen Anforderungen entsprechen.

    Der ausländische Glashersteller liefert aber nicht nach D. sondern liefert überwiegend an Kunden in seinem Land. Das sind entweder Großabnehmer, die die Gläser befüllen oder Kleinhändler, die die Gläser weiter verkaufen. Schließlich werden die Gläser durch viele unterschiedliche Unternehmen im Land des Glasherstellers gefüllt. Erst diese Unternehmen entscheiden, wohin die Gläser verkauft werden; deshalb können auch erst diese Unternehmen die Entsorgung in den jeweiligen Ländern anmelden. Der Glashersteller ist dazu nicht in der Lage.

    Gruß Ralph


  • Der ausländische Glashersteller liefert aber nicht nach D.

    Kann er aber doch?!

    Und natürlich ist der verpflichtet das anzumelden, der die Verpackungen über die Grenze bringt.

    Warum aber um Herrgottswillen muss denn das auch in Deutschland so kompliziert gemacht werden, wenn es mit zertifizierten Verpackungen vom Hersteller so viel einfacher wäre. Ging doch bisher auch. Ich bin sogar der Meinung, dass auch das Verpackungsgesetz dies weiterhin zulässt. So würde ich es auslegen. Damit scheine ich aber alleine zu sein. Warten wir die Umsetzung ab. Ich kann das machen.

  • „Ging doch bisher auch.“ ?(

    Wenn wir was verändern, wird es nicht automatisch besser. Wenn wir nichts verändern, wird es auch nicht besser. Es muss aber besser werden. Denn wir als Gesellschaft, produzieren zu viel Verpackungsmüll. Wir brauchen auf jeden Fall eine Veränderung.

    Man sieht durch den Einsatz von ribes (:thumbup:), der Schwerpunkt beim Verpackungsgesetz liegt nicht bei den Imkern oder Kleinproduzenten.

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive