Zukünftig kostenpflichtige Lizenz für Imker die im Neutralglas abfüllen & in Verkehr bringen? Wer weiss etwas?

  • ...Das ist hier ein seriöses Medium! Da wird nichts veröffentlicht, was nicht von zwei unabhängigen Rechercheteams verifiziert wurde!

    Ich bin mehr als irritiert!

    Ein Team für die Große Bruder-Auslegung,
    ein Team für die EU-Auslegung,

    und, ach, da fehlt ja noch eins...!

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • ...vermutlich kann man da für mehrere hundert Euro eine Lizenz erwerben, um "echten deutschen Honig" auch im Neutralglas verkaufen zu dürfen.

    Alles andere wird wohl nicht der DIB zu entscheiden haben und wenn man politisch die Kleinimkerei abwürgen will, dann wohl nicht mit Glasgebühren, sondern mit Vorschriften zu Schleuderraum.... und da wird ein Ablass mit DIB-Lizenz auch nix helfen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Nur wenn Du tatsächlich einen Pfand nimmst - nimmst Du keinen, ist es kein Pfandglas...das wird auch weiter verschärft:

    Zitat

    Die Definition der Mehrwegverpackungen in § 3 Abs. 3 VerpackG ist gegenüber § 3 Abs. 3 Satz 1 der Verpackungsverordnung erweitert worden und enthält nun insbesondere die Anforderung, die Rückgabe und anschließende Wiederverwendung durch eine ausreichende Logistik zu ermöglichen. Damit genügt nicht allein die Zweckbestimmung zu einer mehrfachen Verwendung, sondern die Wiederverwendung muss durch die Einrichtung von Rücknahmestellen für die Endverbraucher auch tatsächlich ermöglicht werden. Bei Mehrweggetränkeverpackungen gehört zu einer ausreichenden Logistik außerdem das Vorhandensein von entsprechenden Spülvorrichtungen. Außerdem wird vorausgesetzt, dass die Rückgabe an den Hersteller durch geeignete Anreizsysteme gefördert wird (weitere Informationen ergeben sich aus der Begründung zur Bundestagsdrucksache 18/11274 vom 22.02.2017 zum Gesetzesentwurf, Seite 82; Bundestag-Drucksache 18/11274).

  • Ok, das heißt dann, dass ich als Haustür- (oder Marktverkäufer) die Praxis 50ct Rabatt bei Rückgabe eines Glases durch ein richtiges Pfand ersetze.

    Wenn ich die extra Spüleinrichtung nachweisen muss, kaufe ich mir statt DIB-Lizenz noch eine preisgünstige extra Spülmaschine für den Keller, in der dann nur die Gläser gespült werden.


    Leider ist man von Vereinen, Arbeitsstelle und Kommunalrecht mittlerweile daran gewöhnt, neue Vorschriften umzusetzen, ohne wirklich was ändern zu müssen, das bisher sinnvoll ist.

    Es ist schon irgendwo lächerlich, dass man nachhaltige und regionale Produktion behindert, indem man unter dem Deckmäntelchen von Hygiene, Entsorgung, Lärmschutz.... immer neue Vorschriften schafft, die man erst ab einer bestimmten Betriebsgröße umsetzen kann oder die Landwirtschaft/Produktion auf vielen Flächen unmöglich machen. Hier wollte man auch dem Bauern verbieten, die Kälbchen auf der Wiese neben dem Stall laufen zu lassen, weil es die Ruhe der (neuen) Nachbarn stört.

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    (Robert Green Ingersoll)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Amape ()

  • Hi,

    Tja, hoffe, dass jemand die Sache erhellen kann - ich könnte mir vorstellen, dass es entweder eine Beteiligung an den Kosten der lebensmittelrechtlichen Kontrolle handelt (die der DIB womöglich mit seiner Eigenkontrolle gewährleistet) oder dass es sich um Beteiligung an der Verpackungsentorgung handelt...

    die Kontrollen können es so nicht sein. Da hat er nicht das Recht zu.


    Er kann die Gläser mit dem Logo des DIB kontrollieren ( lassen ) aber Neutralgläser hat


    der DIB keinen Zugriff drauf. Für die Verpackungsentsorgung ist der Hersteller, also Imker,


    verantwortlich. Da gibt es momentan keinen Unterschied zwischen DIB und Neutralglas.


    Beide müssten theoretisch Abgaben zahlen. Zumindest sehen es der Grüne Punkt usw. so.


    dafür führt der DIB m.E. auch was ab für die Gläser.

    Dieser Irrglaube hält sich hartnäckig. Frage mal bitte beim DIB an, die werden ganz schnell den


    Kopf schütteln. Lediglich für den Karton sind Gebühren bezahlt worden.


    Ich vermute mal das mit diesen Gebühren ermöglicht wird auch bei Neutralgläsern


    das Logo des DIB und die geschützte Bezeichnung "Echter Deutscher Honig" zu nutzen.


    Das sind Sachen wo der DIB direkt Einfluss drauf hat. Dann hätte er ggf. auch wieder Einfluss auf


    die Kontrollen, da man sich den AGB des DIB unterwerfen muss.


    Gruss Joachim

  • Der Karton ist keine Verkaufsverpackung.

    Den bringt bereits der „Glasverkäufer“ als (Transport)Verpackung der Gläser in Verkehr und muß entsprechend Lizenz zahlen.


    Glaub, wenn ich die Woche im Hotel mal viel Langeweile hab, mach ich nen Fred zur Verpachungsverordnung, bzw. ab 2019 -Gesetz auf.


    Grausam was hier so verbreitet wird...

  • Na wunderbar, ein EXPERTE!!!

    Sollte es denn wirklich die neue 2019er VerpackVO sein auf die sich Herr Maske da bezog, dann können wir ihn ja dann aufklären falls er das falsch verstanden haben, resp. wiedergeben sollte...nicht, dass er noch weitere Unruhe verbreitet auf den kommenden JHVs der anderen Bundesländer...hier schlagen die ersten Wellen nämlich hoch...


    M.

  • Bevor hier Meinungen geäußert werden, sind Schreiber wie auch Leser dringend angehalten, den amtlichen Gesetzestext - je nach Übung - ein- oder mehrmals durchzulesen und v.a. die Begrifflichkeiten des Gesetzes strikt auseinanderzuhalten. Z.B.: Hersteller ist nicht Letztvertreiber, Mindestmengen- und Ausnahmeregelungen etc.

    https://www.bgbl.de/xaver/bgbl….pdf%27%5D__1521495822886


    Ganz gleich, wieviel neue Fred-Fäden dazu noch aufgemacht werden, die Diskussion kann durch solche Selbstdisziplin nur gewinnen...

  • Sehe ich wie Ribes, ich hatte auch schon Beiträge fertig und sie wieder gelöscht.

    Ich habe gerade eben angefangen zu lesen, was da im Gesetzestext steht und bin am §15 hängengeblieben, dort wird schon etwas klarer, wen es betrifft, bzw. wer als die eigentlichen Adressaten zu verstehen sind.

    Ich denke, dass hier in der aufkommenden Hektik einiges verwechselt wird, auch wenn man sich zu Recht Gedanken macht.

    Ich bin aber auch erst jetzt angefangen, den Gesetzestext abschnittweise genauer zu lesen...


    Gruß Andreas

  • Ein Pfandsystem ist m.E. nicht schlecht. Mancher Imker fragt bei seiner knappen Kalkulation (wenn er überhaupt eine macht), wie er sich vor finanziellen Verlusten durch Pfandauszahlung für fremde Gläser schützen kann. Nur noch Gläser mit eigenem Etikett zurücknehmen? Oder: Alle nähmen einheitlich Pfand für ausnahmslos alle Honiggläser wie früher bei der DDR-Altstoffsammlung?

  • Kein Pfand auszahlen und die fremden Gläser trotzdem annehmen. Mach ich auch so.

    Das läuft hier ebenso, dass wir die Gläser der Kundschaft annehmen!

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