• Moin, moin,


    ich gebe zu bedenken, dass das Gras an den genannten Stellen meist nicht so dominant ist, weil dort die Büsche und Bäume es dominieren...


    Damit sollten Frühlingsgeophyten klarkommen, Krokusse aber mögen keinen tiefen Waldschatten. Bis in den Juni brauchen die Licht.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Der Lichtbedarf ist das eine. Die Durchlässigkeit des Bodens ein weiterer Faktor.

    Hier breiten sich die Krokusse auf Flächen aus, die im Frühjahr zwar feucht genug (Bodendeckung durch belassenes Herbstlaub, sonnig bis Halbschatten) sind, danach aber abtrocknen (vor mehr als 100 Jahren mit Keramikindustrieabfällen abgemagerter Boden). Die Herbstlaubdecke verzögert auch den Grasaustrieb soweit, daß die Krokusblätter (treiben zeitig durch die Laubdecke durch) genügend Zeit haben, die Zwiebeln zu ernähren und im natürlichen Rhythmus bis Mai/Juni abzuwelken. Allerdings ist der Krokusbestand über die Jahre so dicht geworden, daß die Krokusblätter dann selbst den Grasaustrieb hemmen - nicht umgekehrt.

  • Das sind doch krokusfreundliche Perspektiven , weisst Du welche Sorte das betrift ?

    Crocus napolitanus , den würde ich auch mit den selben Absichten pflanzen .

    Dann natürlich Crocus vernus , den bei uns eigentlich heimischen Frühlingskrokus . Da konnte ich jedoch bis jetzt leider keinen Händler ergoogeln der glaubwürdig die Wildform anbietet .

    " Wohlstand ist die Summe aller Sünden ." (mw)

  • Ich bin kein Botaniker. Aber angesichts des frühen Blühzeitpunktes und der Blütenform/-farbe und des offensichtlichen Umstandes der Ausbreitung auch durch Samen/Ameisen meine ich, Crocus tommasianus hier zu haben.

    Eins nochmals: Sehr empfindlich reagiert der Bestand auf Beschädigungen des Blattwerkes. Man kann im Folgejahr genau den Bestandsrückgang bspw. an den Stellen feststellen, auf denen das Blattwerk (auch nach der Blüte) bspw. durch Belaufen beschädigt wurde. Auch die Entfernung der Herbstlaubdecke wirkt sich m.E. negativ aus.

  • Meine 1001+ sind seit heute Nachmittag alle im Boden:) . Dazu habe ich mir ein einfaches " Werkzeug " gebastelt . Sollte ich noch einen Lieferanten für Crocus vernus , die Wildform finden werde ich auch von dieser noch 1000 stecken .


    Gruss Markus

    " Wohlstand ist die Summe aller Sünden ." (mw)

  • Hallo Robert

    Sieht aus wie ein Holzkreuz - das Kopf steht . Mit der Spitze der gewünschten Tiefe des zu stechenden Lochs.

    Dann habe ich da noch einen kleinen Becher für die Zwiebeln angebracht . Stechen, leicht drehen , raus ziehen , Zwiebel rein und beim hochgehen wieder eine neue Zwiebel in die Hand . Fuß drauf und gut ist .

    Gruss Markus

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  • Kurze Frage in die Runde mehr oder minder erfahrener Krokus-Setzer: Was würdet Ihr sagen wie viele Krokusse man so pro Stunde schafft? Wir würden gerne in einem Projekt die Nachbarschaft zum Pflanzen einladen und überlegen, wie viele Krokusse da zu kalkulieren wären...


    Grüße

    Melanie

  • Hallo Melanie, das kommt auch auf den Boden an. Unserer ist derzeit unterhalb drei cm betonhart, den müsste man erst mehrfach wässern, damit man überhaupt irgendwie reinkommt.

    Mal unabhängig davon, welche Zahlen Dir die Profis hier noch nennen, mach mal ein paar Probebohrungen. Nicht dass Du dann heulende Kinder mit abgebrochenem Schäufelchen da sitzen hast und frustrierte Erwachsene, die mit schmerzenden Handgelenken nach 10 Zwiebeln wieder abziehen.


    Grüße von Kikibee

  • Hallo

    Die Zeit für das eigentliche Stecken ist auch nicht ausschlaggebend . Gemächliche 15 Sekunden pro Zwiebel . Aber ; Die Wiese sollte schon kurz gemäht sein und Steine sind auch lästig . Um ein ansprechendes Bild zu erhalten oder nicht die Übersicht zu verlieren kann es sinnvoll sein die Stellen an denen gesteckt werden soll oder schon ist mit Sägemehl zu markieren .

    Tausend Zwiebeln tönt womöglich erst mal viel - ist es aber nicht .

    Gruss Markus

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