• Was haltet ihr eigentlich vom Herbst Krokus. Dieser blüht ja zu einer Zeit, wo sonst nicht mehr so viel blüht.

    Ich habe überlegt, davon auch etwas zu pflanzen, um den Damen noch etwas vor der Einwinterung zur Verfügung zu stellen. Von einer Hobbygärtnerin (jedoch keine Imkerin) habe ich gehört, dass sie nicht viel vom Herbst Krokus hält. Wie sieht es bei euch aus?

    Meine ersten Recherchen haben ergeben, dass die Herbst Krokusse scheinbar deutlich teurer sind als die "normalen Frühlings Krokusse". Gerechtfertigt? Sind das auch eure Erfahrungen?

    Der bekannteste Herbstkrokus ist wohl der Safrankrokus, ich glaube Crocus sativus o.ä.
    Vor etlichen Jahren habe ich mal versucht, hier im bergischen Land mit humidem (feuchten) Klima Herbstkrokusse zu pflanzen. Diese habe maximal 1mal geblüht. Meines Wissens gedeihen die eher in wärmeren, trockeneren Regionen wie Wallis, Mittelmeerraum und West-/Zentralasien. Vielleicht hättest Du eine Chance, wenn Du ein sehr sonniges Grundstück hast und die Pflanzstelle sehr gut drainierst.

    Herbstzeitlose habe ich auch in Westdeutschland, z. B. in der Eifel, schon gesehen; sie sind wohl anspruchsloser. Über ihren Wert für Bienen weiß ich nichts. Bei beiden mag auch der pH-Wert des Bodens eine Rolle spielen.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Vielen Dank für die Rückmeldungen.


    ribes : Den Link den du zum Herbst-Krokus geschickt hast hatte ich auch gelesen. Vielen Dank.

    Überlege auch noch ob ich einen Bienenbaum hole, aber dafür müsste ich noch einen Standort ausfindig machen.

    Krokus Zwiebeln passen noch überall dazwischen, notfalls auf den Rasen.


    Zu den Erfahrungen aus der Nachbarschaft, da hat nur eine Nachbarin berichtet dass sie nicht so gute Erfahrungen gemacht hat. Ihre sind einfach nicht alle aufgegangen. (Das kann ja mit Zwiebeln durchaus mal passieren)


    Mich würde halt interessieren ob Erfahrungen aus imkerlicher Sicht bestehen. Sprich ob sie gut von den Damen angenommen werden und ob sie die gleichen Nektar und Pollenwerte haben, wie die Frühjahr Krokusse.


    Genau. Ich meine nicht die Herbstzeitlose.

  • Kurze Frage an die Krokus-Experten: Gibt es eine empfohlene "Besatzdichte" oder einen Pflanzabstand, Zwiebeln pro qm o.ä.? Wir würden gerne ein Pflanzprojekt im Herbst starten und ich würde gerne eine vernünftige und sinnvolle "Startpopulation" je Fläche kalkulieren. Soll für die Bienen aber auch für unser Auge was sein...


    Danke für Euren Input!


    Melanie

  • Gestern hat das Tiefbauamt seine eigenen Initiativen zu Blühflächen und geplanten Maßnahmen bei unserem lokalen stadtratsgleichen Gremium (Bezirksvertretung, aber das sagt nicht jedem gleich etwas) vorgestellt. Für die Herbstpflanzung von 'Geophyten' brauchen die einen Zuschuss, Saatgut haben se noch, sagte er. Alle nickten bedächtig vor sich hin, ich dachte schon, ich sei der einzige, der da ne Lücke in Bio hat. Suchmaschine...ok, Zwiebelgewächse. Osterglocken helfen aber echt nicht weiter, sehen zwar toll aus, blühen aber zu einer blöden Zeit. Tretet jetzt mal an eure Entscheider heran und schubst die in Richtung "10.000 Krokusse im Herbst, kostet 500€, müssen nur in die Erde im Herbst.", da geht noch was. Wirklich :)


    Grüße

    Holger

  • Nur kurz noch zur Herbstzeitlose. Ihre Blätter und den Fruchtstand hat sie im Frühjahr/Sommer. Daher kann sie, im Gegensatz zum Krokus, nicht in Rasenflächen gepflanzt werden, wenn diese vor Juli gemäht werden. Dann ist er weg. Ich habe zahlreiche auf meiner Wiese stehen und kann daher erst ab Juli mähen.

    Safran habe ich auch probiert, ging aber nicht gut aus. Denke, das klappt nur an optimalen Standorten in den wärmsten Gegenden Deutschlands.

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe