Asiatische Hornisse

  • Sorry, das ist eine pauschal formulierte unhaltbare Behauptung.

    Ich würde in der aktuellen Situation hier eher einem Mensche vertrauen der eigene Erfahrungen gesammelt hat.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • ich bin gerade zufällig auf dieses Video gestoßen, welches die Ausmaße eines Angriffs verdeutlicht. Falls schon bekannt, einfach diese Nachricht ignorieren.

    Falsche Hornissenart. Im Video ist die Vespa mandarinia japonica. Hier eingewandert ist aber eine andere Art, die Vespa Velutina. Die grosse japanische Hornisse ist noch einmal einiges Grösser und für uns wohl Furchteinflössender.

  • Dazu müsste man wissen wieviel von 100 Jungköniginnen nach Variante A oder B überleben und erfolgreich Nester gründen könnten.

    Hallo Bernd,

    Du hast mich zum Schmunzeln gebracht.:thumbup:

    Ob Wissenschaftler, Experten in Probabiltätsrechnung, in Hornissennestern herumspionierende Beobachtungsimker oder Statistiker: Jetzt steht Arbeit an !


    Eine kleine Ermutigung (gilt nur für Variante B):

    Viertelfinale, Halbfinale und entscheidender Endkampf finden nicht in diesen beeindruckenden sekundären Fussball- und Globusnestern statt, zu denen man besser ehrfürchtigen Abstand bewahrt.

    Sie werden in aller Diskretion in einem noch bescheidenen, leicht einschaubaren Primärnest ausgetragen, aus dem die Siegerin dann bei erreichter Mannschaftsstärke auszieht.

    Ihr habt doch keine Angst vor Vogelnistkästchen, oder?;)

    LG, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Mal so ne andere Frage, wie kommt es zu diesen Unterschieden in der Auffassung.

    Von der VV ist ja bekannt, das sie Alarmpheromone abgibt, welche andere Wespen abhält, aber VV anzieht. In Frankreich gibt es deshalb ja extra die Empfehlung, VV Fallen aufzustellen und diese nur Teilweise zu entleeren, damit soll es dann ja zu einem sehr selektiven Fang der VV kommen.
    In den Teilen Frankreichs, in denen die vv gestartet ist, dachte man ja auch zuerst das die VV das Ende der imkerei bedeuten würde, da die Völkerverluste wirklich exorbitant waren. Mitlerweile steigen die Völkerzahlen in diesen Gebieten aber wieder.

  • Mir ist nicht bekannt, dass diese bei der VC bekannten Kämpfe um Nestgründungen auch bei VV stattfinden. Generell ist die Wintersterblichkeit schon groß; im Vortrag hiess es vo 300 ausfliegenden Königinnen würden 50 den Winter überleben. Die müssen dann aber auch noch erfolgreich gründen und da sind die Sterblichkeiten oft auch erheblich...zumindest bei der VC scheitern nach eigenen Beobachtungen 9 von 10 bei der Gründung. Bei VV gibt es dazu noch gar keine Erkenntnisse; der ja offenbar fast obligatorische Umzug in die dichten Baumkronen erspart natürlich Auseinandersetzungen mit Niederwild wie Menschen und anderen Wirbeltieren und mühevolle Nistplatzsuche. Die sind wirklich sehr gut ausgestattet als "invasive Art" zu werden.


    A propos: Nestfunde sollen nicht selbst bekämpft, sondern bei der Unteren Naturschutzbehörde gemeldet werden. Die Kosten für die Bekämpfung tragen - da EU-Monitoringpflichtige Art - Bund und Länder!


    M.

  • Vielleicht hat die VV auch was Gutes. Schwärme in Bäumen, Dachböden und die Krüppelchen von Imkern ohne Daumen sind dann Geschichte. Die fallen dann als Vektor für Krankheiten und Varroa weg. Immer positiv denken ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mir ist nicht bekannt, dass diese bei der VC bekannten Kämpfe um Nestgründungen auch bei VV stattfinden. Generell ist die Wintersterblichkeit schon groß; im Vortrag hiess es vo 300 ausfliegenden Königinnen würden 50 den Winter überleben. Die müssen dann aber auch noch erfolgreich gründen und da sind die Sterblichkeiten oft auch erheblich...zumindest bei der VC scheitern nach eigenen Beobachtungen 9 von 10 bei der Gründung. Bei VV gibt es dazu noch gar keine Erkenntnisse; der ja offenbar fast obligatorische Umzug in die dichten Baumkronen erspart natürlich Auseinandersetzungen mit Niederwild wie Menschen und anderen Wirbeltieren und mühevolle Nistplatzsuche. Die sind wirklich sehr gut ausgestattet als "invasive Art" zu werden.


    A propos: Nestfunde sollen nicht selbst bekämpft, sondern bei der Unteren Naturschutzbehörde gemeldet werden. Die Kosten für die Bekämpfung tragen - da EU-Monitoringpflichtige Art - Bund und Länder!


    M.

    Hi Melanie,


    Dr. Turchi glaubt, dass die Königinnen kämpfen.


    Turchi 2018

    3.1.2 | Spring queen trapping


    In fact, it is not uncommon to see several dead queens on the ground at the bottom of primary nests that are likely to result from fighting for the possession of the nest. Thus, randomly trapping the strongest queens may be counterproductive as these could kill several other queens claiming the same nest site (Monceau et al., 2012).


    https://www.imkerei-schooler.de/links/


    Viele Grüße,

    Patrick

  • Vielleicht hat die VV auch was Gutes. Schwärme in Bäumen, Dachböden und die Krüppelchen von Imkern ohne Daumen sind dann Geschichte. Die fallen dann als Vektor für Krankheiten und Varroa weg. Immer positiv denken ;)

    Nach den Schilderungen die hier im threat getätigt wurden hat es aber nicht nur die Mickerlinge erwischt. Von daher wäre ich mit dem Optimismus eher vorsichtig.

  • Mal so ne andere Frage, wie kommt es zu diesen Unterschieden in der Auffassung.

    Von der VV ist ja bekannt, das sie Alarmpheromone abgibt, welche andere Wespen abhält, aber VV anzieht. In Frankreich gibt es deshalb ja extra die Empfehlung, VV Fallen aufzustellen und diese nur Teilweise zu entleeren, damit soll es dann ja zu einem sehr selektiven Fang der VV kommen.
    In den Teilen Frankreichs, in denen die vv gestartet ist, dachte man ja auch zuerst das die VV das Ende der imkerei bedeuten würde, da die Völkerverluste wirklich exorbitant waren. Mitlerweile steigen die Völkerzahlen in diesen Gebieten aber wieder.

    Mir wurde gesagt, wenn eine Königin in eine Falle gerät, viele weitere Hornissen folgen werden. Es scheint etwas mit dem Pheromon zu tun zu haben. Leere oder saubere die Falle nicht.


    Grüße

    Patrick

  • Moin, moin,


    also bei V. cabro habe ich letzte Saison in Gänsehütten von 1,80 mal 1m jeweils zwei Nester unter dem Dach gehabt, die dann umgesiedelt wurden, aber bis dahin, geschätzt zwischen 50 und 100 Töchter, offenbar coexistierten...

    150 m weiter das nächste Nest konnte belassen werden, die haben ein Wespennest ein Stockwerk tiefer ausgenommen, und 400 m weiter eines kam ebenfalls zum Ausflug der Jungköniginnen. In dem Toilettenhäuschen waren außerdem 5 Wespennester. Eines davon hatten die geplündert und umgebaut.

    Es scheint mir also möglich, dass auch die V. velutina da flexibler ist...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • ich bin gerade zufällig auf dieses Video gestoßen, welches die Ausmaße eines Angriffs

    Falsche Hornissenart. Im Video ist die Vespa mandarinia japonica. Hier eingewandert ist aber eine andere Art, die Vespa Velutina. Die grosse japanische Hornisse ist noch einmal einiges Grösser und für uns wohl Furchteinflössender.

    Ohhps, danke für die Richtigstellung.

    Ralf

  • V. crabo ist aber hier angepasst und die Bienen auch an sie.
    Aggressionspotential ist bei denen auch nur sehr niedrig. Wenn die Crabo Probleme macht, weis man auch ganz genau, das das Volk zu schwach ist und aufgelöst werden sollte.