Vortrag Torben Schiffer zu "artgerechten Beuten" am 7.3.2018 - kleines Resumée

  • Und wobei stört da ein Imker, der einen begründeten Gedanken an einen etwas anderen Beutendeckel verschwendet?

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • 'stören' ist da vielleicht das falsche Wort. Aber ok, was MICH dabei 'stört', sind zweierlei Dinge:


    1.) Wie oben ausgeführt, verdienen da Leute, die von Imkern anstatt Bienen leben, Geld an Leuten, die auch nicht von Bienen leben, und bezahlen tun das oft genug die Bienen mit ihrem Leben. Wenn das passiert, ist die Lösung mehr davon (Medizin muß bitter schmecken!), anstatt das man zugibt, sich verrannt zu haben. Typisches Anzeichen von Ideologie.


    2) Diese Debatte lenkt ab von den wesentlichen Ursachen für sterbende, dahinvegetierende oder sich schlicht nicht optimal entwickelnde Völker, bindet Energie an Nebenkriegsschauplätzen, die dann an den entscheidenden Punkten fehlt. Weiterbildung in Handwerk u. Theorie, PSM (ein möglicher Grund, warum Bayer den Schiffer so mag) usw.


    Man hat bei den Kisten den Boden geöffnet, weil unsere Ahnen bemerkt haben, daß es sonst im Winter schimmelt. Die jetzt wieder zu schließen ist das eine, aber sich zu wundern, daß dann wieder Kondenswasser in den Beuten steht (mit allen Folgen), das ist hahnebüchend.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

    • Offizieller Beitrag

    Man hat bei den Kisten den Boden geöffnet, weil unsere Ahnen bemerkt haben, daß es sonst im Winter schimmelt.

    Nach meinem Kenntnisstand hat man den Gitterboden eingeführt um Milben zählen zu können.

    In einem Buch von Kieß, welches ich um die Jahrtausendwende gekauft habe, war ein Beiblatt mit dem neuen Varroaboden (Gitterboden) eingefügt. Im Buch selber ist noch der geschlossene Boden beschrieben. Meine ersten Beuten hatte alle geschlossene Böden und kleine Fluglöcher.


    Gruß

    Werner

  • Sorry aber sobald wir den Käfer hier haben und das ist Dank Schwarmkauf etc. eh nur noch eine Frage der Zeit hat sich dieses ganze Beutendeckel- und Bodensumpfgefummel eh erledigt.

    Spätestens wenn das Vetamt auf so ne Käferfabrik aufmerksam wird.

    Eure Motivation echt in Ehren aber das is nix!

  • Nach meinem Kenntnisstand hat man den Gitterboden eingeführt um Milben zählen zu können.

    In einem Buch von Kieß, welches ich um die Jahrtausendwende gekauft habe, war ein Beiblatt mit dem neuen Varroaboden (Gitterboden) eingefügt. Im Buch selber ist noch der geschlossene Boden beschrieben. Meine ersten Beuten hatte alle geschlossene Böden und kleine Fluglöcher.


    Gruß

    Werner

    Also wenn man mal bei Schundau (Mitentwickler der Segeberger) nachliest ging es da nicht um Milbenzählen oder Behandeln sondern in erster Linie um Belüftung. Da bin ich schon bei Ralf.

  • ich weiß nicht, wer es war... oder welches Jahrtausend...

    aber ich habe eine Schweizer Bienenzeitung von ca 1960 in Händen gehabt, da haben sich Magazinimker schon gestritten, ob Holz-Magazine mit geschlossenen oder offenen Boden betrieben werden. Und auch das Ankippen der geschlossenen Böden im Winter gab es als Tip.

  • Offene Böden waren z.B in Dänemark und Südshweden bereits seit ca 1950 ein Thema. Ich habe Fotos von solchen Böden gesehen, die Mitte der 50er in Betrieb waren.

    Damals ging es darum, daß die Bienen im den feuchten, relativ warmen Wintern nicht am Schwitzwasser leiden mussten.

    Schundau hat laut eigener Aussage spätestens seit den frühen 70er Jahren damit experimentiert .

  • Ich glaube das in dieser Richtung wieder ein Umdenken stattfinden ( muß) und wird. Mit der Bretschkow Betriebsweise und dem hohen Boden hatte ich immer trockneren Honig und das bei geöffneten Obenflugloch

    Komisch, den trockensten bekomme ich eigentlich aus den Segebergern mit Wanderboden und Einlegeplatte. Schimmelprobleme hab ich in den auch nicht. Im offnen Boden dagegen schon mal. Andere können damit aber gar nicht umgehen. (Na gut ich bekomm mitm Sammelbrutableger aber auch immer nur quatsch raus).

  • Hallo Leute,

    früher war wohl doch alles besser😊. Mein Vater hat 50 Jahre in Freundenstein, Kuntsch, Gerstung und zuletzt in NM HB geimkert, ich 50 Jahre in DM HB, 8 W Büttnermagazin und jetzt 10er Liebigkompakt. Schimmel war immer unser geringstes Problem. Aber die Philosophie der Imker über das, was dem Bien im Winter gut tut, hat sich seit dem Auftreten der Varoa, also in den letzten 30 Jahren wesentlich geändert. Es erstaunt mich immer wieder was der Bien alles aushält! Überwintere mit offenem hohen Boden. Die Mini+ Styropor kommen mit 3 Zargen aber auch gut durch. VG Jörg

  • Für alle, denen der Winter noch zu lange dauert, schon alles wichtige für die kommende Saison vorbereitet haben und noch etwas Bastelinspiration brauchen. :S

    Hier ein Schnappschuß vom Klimadeckel so wie wir ihn in der kommenden Saison testen.

    Er ist schon auf ein paar Völkern im Einsatz


    Klimadeckel - Prototyp II


    Mein Kontingent an Bilder ist hier ausgereizt, darum muß ich extern verlinken.