Vortrag Torben Schiffer zu "artgerechten Beuten" am 7.3.2018 - kleines Resumée

  • auf jeden Fall musste ich feststellen, dass das Wachstuch und ein paar Rähmchen oben zum Deckel mit leichtem Schimmel durchzogen waren.

    Gewachstes Tuch ist nicht "offen", da geht nichts durch.

    Besser ist es, ein Tuch aus Sackgewebe auf die Rähmchen zu legen und es von den Bienen propolisieren zu lassen.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Besser ist es, ein Tuch aus Sackgewebe auf die Rähmchen zu legen und es von den Bienen propolisieren zu lassen.

    Das vergiss mal so lieber schnell wieder: Die Bienen nagen dir dieses Jutegewebe innerhalb von ein paar Wochen mit wachsender Begeisterung durch! Und die Jutefasern zusammen mit dem Füllstoff des Kissens (bei mir war es Stroh) findest du dann überall - wirklich in jedem Winkel, auf jeder Wabe - in der Beute... :(
    Wenn man es aber nach der Original-Anleitung von Warre mit Mehl-Wasser-Kleister so gründlich einstreicht, dass im Sackgewebe keine offenen Poren mehr ersichtlich sind, funktioniert das tatsächlich wunderbar: Es wird nicht genagt, sondern ordentlich propolisiert.

  • Besser ist es, ein Tuch aus Sackgewebe auf die Rähmchen zu legen und es von den Bienen propolisieren zu lassen.

    Das vergiss mal so lieber schnell wieder: Die Bienen nagen dir dieses Jutegewebe innerhalb von ein paar Wochen mit wachsender Begeisterung durch! Und die Jutefasern zusammen mit dem Füllstoff des Kissens (bei mir war es Stroh) findest du dann überall - wirklich in jedem Winkel, auf jeder Wabe - in der Beute... :(

    Das kann ich so nicht bestätigen. Habe seit letztem Jahr auf einigen Völkern Kaffeesackzuschnitte liegen, also Jutegewebe. Klar liegt hier und da mal ein Stückchen rum, habe sie aber auch an den Rändern nicht vernäht. Durchgenagt wurde aber bisher nicht eine einzige Stelle, verkittet wird das Ding natürlich schon.

  • 50Kg Weizensäcke sind bei unserem Hühnerhandel aus einem festen Kunststoffgewebe, das wird auch nicht so schnell durchgenagt.

    Aber sagt mal, ist Holz-Einstreu in der Kissenzarge nicht viel besser als Schaafswolle, wegen der Möglichkeit Feuchtigkeit aufzunehmen? Oder kann das die Wolle auch?

    Ich hab ja nur noch 1 Warre-Volk, da ist die Kissenzarge mit Holz-Kleintier-Einstreu schon seit ein paar Jahren im Einsatz. Davor hab ich mich mit Heu (laut Warre) rumgeärgert, das regelmäßig schimmlig wurde...

    Allerdings hab ich auch oft Monatelang eine Folie mit Loch und Fütterer als Abdeckung und eine Leerzarge und dann das Dach drauf, da schimmelt auch nichts, genauso wie bei allen anderen Beuten mit Folie drauf. Schimmel gibt es eigentlich nur bei toten oder viel zu kleinen Völkern, bzw. auch bei zu großer Beute (z.B. zwei Zargen im Winter).

  • Hallo,

    Natürlich Schimmer Heu! Frag doch mal einen Bauern. Der kann genau sagen was Heu bei Feuchtigkeit macht.

    Mein Spitzenreiter ist immernoch Faulholz, und obendrauf etwa 10cm Sägespäne.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo meister-miezebien,

    das Kissen ist durch die Deckelschlitze frei zugänglich. Bisher habe ich jedoch kein Einnisten von Ungeziefer festgestellt.


    Kruppi

    Holzspäne gehen sicherlich auch. Schafswolle hat jedoch den Vorteil, wenn es doch feucht werden sollte, dass die Dämmwirkung weiter aufrecht erhalten bleibt. Zum Start des Umbaus hatte ich zum Test eine Beute mit Schafswolle und eine mit getrocknetem Heu ausgestattet. Die Heuvariante hatte ich dann im Winter durch Schafswolle getauscht, da ich beim Wenden des Kisseninhaltes fest stellte, das das Heu sehr stak die Feuchtigkeit hält. Wenn man da nicht am Ball bleibt wird es sicherlich auch zu Schimmeln anfangen. Die Kissen mit der Schafswolle hingegen fühlten sich nicht so feucht an, hier scheint die Feuchtigkeit besser/ schneller nach oben abgeleitet zu werden.

    Meine Erfahrungen stellen natürlich keinen Standart dar, da grundsätzlich die Standortbedingungen, Bauphysik der Abdeckung und etc. mit reinspielen.

    Es geht auch ohne hochtrabene Sprüche.