Vortrag Torben Schiffer zu "artgerechten Beuten" am 7.3.2018 - kleines Resumée

  • Moin zusammen,

    vieleicht kann ich etwas konstruktives zu dem Ausgangsbericht beitragen. Im letzten Frühjahr startete ich mit der ERB (Eigenbau-nach Melifera) die Bienenhaltung(Kunstschwärme).

    Aufbau ab Zarge OK-alt(ohne Bilder): Wachstuch, Holzwolledämplatte(mit Abstandhalter), Stulpdeckel

    Vieleicht habe ich da etwas mit dem Lüftungschlitzen etc. zeitlich nicht richtig koordiniert, auf jeden Fall musste ich feststellen, dass das Wachstuch und ein paar Rähmchen oben zum Deckel mit leichtem Schimmel durchzogen waren. Nach kurzer Recherche im Netz, stieß ich auf https://chelifer.de/d-deckel/. Auf dieser Plattform wird der "diffusions" offene Deckel beschrieben.

    Das erschien mir bautechnisch einleuchtend und kurzer Hand modelte ich meine Beuten um.

    Aufbau ab Zarge OK-neu(siehe Bilder): Baumwolltuch-Kissen (Füllung Schafwolle)- Deckel (mit Neigung und Lüftungsschlitze)

    Das Ergebnis hat mich persönlich überzeugt.

    Ich konnte anschließend keine Ansamlungen von Kondensat sowie erneute Schimmelbildung fest stellen.

    Weiterhin für evtl. andere ERB-Betreiber auch interessant kann ich durch den neuen Deckel( mit separaten Kissen) den Nassenheider pro(also von oben) nutzen(siehe Bild 4) und könnte so auch von oben Futterteig zu geben.


    PS: Heute Bienen aktiv, sammeln Pollen, erste Durchsicht-kein Schimmel im Brutraum, sehr viele Gassen mit Bienen besetzt, kein Futterabriss

    Dateien

    • Bild 1.jpg

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    • Bild 3.jpg

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    • Bild 4.jpg

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    • Deckel -mit Gefälle.jpg

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    Es geht auch ohne hochtrabene Sprüche.

  • Liebe Melanie,

    vielen Dank für die Antwort zu Wärmekissen/Leerzarge.

    Das ist ja gut umzusetzen, ich probiere es zum nächsten Winter.

    Viele Grüße, Lavender

  • Nun denn, probiers

    Schade, dass niemand mehr hier schreibt, der sich in den 30er, 40er, 50er Jahren schon mit Imkerei befasste.

    Der könnte euch Stories erzählen von Wärmekissen ...

  • Nun denn, probiers

    Schade, dass niemand mehr hier schreibt, der sich in den 30er, 40er, 50er Jahren schon mit Imkerei befasste.

    Der könnte euch Stories erzählen von Wärmekissen ...

    Auch wenn man ganz einfach jetzt mal die Völker in verschiedenen Kisten vergleicht - je klappriger und schlechter gedämmt, desto besser der Bienensitz, desto weniger Schimmel und Schmuddelecken.

    Natürlich werden die Bienen in den schlechter gedämmten Kisten jetzt mehr Kraft und Futter beim Brüten verheizen, aber die können das!

    Mein Fazit:

    Ein gut gedämmter Deckel und eine gute Belüftung von unten.


    Gruß Jörg

  • Hallo meister-miezebien,

    in dem Kissen(Leer-/Tauschkiste) auf dem die Holzwolleplatte liegt befindet sich der Verdunster(siehe Bild 4). Nur in der Zeit wo die Behandlung mit der Ameisensäure statt findet wird die Holzwolleplatte wie auf Bikld 3 genutzt, um Nachts die Wärmeverluste zu minimieren. Den Rest des Jahres werden die mit Schafwolle gefüllten Kissen genutzt.

    Es geht auch ohne hochtrabene Sprüche.

  • Liebe Melanie,

    ...

    Das ist ja gut umzusetzen, ich probiere es zum nächsten Winter.

    Viele Grüße, Lavender

    Warum erst im nächsten Winter?

    Ich habe die Kissen immer drauf.

    Sie sind 150mm dick und mit groben Sägegatterspänen gefüllt.

    Im Sommer immer trocken, und im Winter auch.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallöchen Schafwollfans,


    ich bin zwar kein Anhänger aufwendiger Deckelkonstruktionen, aber falls jemand größere Mengen Schafwolle sucht, dann könnte ich helfen...

    Anfang Mai gibt es ganz frische.


    Gruß Jörg, Kleinimker und Großschäfer


    (Sorry Hartmut!)