Standort Feldrand

  • Moin, moin,


    ist es tatsächlich. Von irgendeinem im Getreide gespritzten Fungizid kriegte ich vor Jahrzehnten immer Atemprobleme, also, immer dann, wenn. Die Abdrift war über Kilometer wirksam, gegen mich.

    Ich bin dann hier her gezogen, weil hier viel, und nach meiner Einschätzung, davon viel absolutes Grünland war.

    Inzwischen ist der Wirkstoff offenbar weg, oder meine Reaktion auf ihn, aber der Ackerbau rückt näher und findet auf Flächen statt, die einfach nicht verlässlich befahrbar sind. Drei Trecker vor einem Hächselwagen, und fahren sich noch fest...


    Aber Mais muss.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Flugloch und Gitterboden vorübergehend zu schließen würde gegen die Abdrift wohl ein wenig helfen... Dennoch habe ich die Idee mit dem ungeschützen Standort am Feldrand verworfen. Ich hoffe auf ein besseres Plätzchen auf einer Lichtung - einige 100m vom nächsten Feld entfernt. Mehr als 500m sind auch bei mir außerorts kaum machbar... Das Imkern werde ich trotzdem nicht lassen - ich möchte aber versuchen das Bestmögliche für meine Bienen und Honigkunden rauszuholen.

  • Danke für den Hinweis, Clas. Das war wohl zu kurz gedacht von mir. Ein geschlossenes Flugloch hilft bei offenem Gitterboden aber wohl kaum gegen direkte Abdrift. Die Vorstellung, dass der Landwirt 5m vor den Beuten sein PSM ausbringt...


    Noch ne Info zur Distanz, die mir bei meinen Recherchen untergekommen ist:


    "Im Umkreis von 60 Metern um einen Bienenstand dürfen bienengefährliche Pflanzenschutzmittel während des täglichen Bienenfluges nur mit Zustimmung des Imkers angewendet werden." (Pflanzenschutzmittel- Verzeichnis 2018; https://www.bvl.bund.de/Shared…sm_verz_1.html?nn=1798082)

  • ...aber nicht vor Abdrift. Bei mir in der Gegend wäre es egal, ob ich meine Völker woanders hinbringen würde, bewirtschaftete Felder gibt es bis vor den Toren Berlins einfach überall.

    8| wie überleben das Deine Bienen? Ist ja grauenhaft!

    Mensch, würde sie ja fragen, aber du kannst es bestimmt besser erklären. Ach ne brauchst du nicht, deine Arroganz gespickt in Sarkasmus erklärt alles.Ja das meine Bienen bis jetzt überlebt haben, ja das freut den Imker. Man hofft doch jedes Jahr aufs neue ,dass es nur bei einigen Bienen zu Vergiftungserscheingen kommt und nicht das ganze Volk dahin rafft. Das ständige Beneblung mit Acker Gifte für Mensch und Tier in unmittelbarer Umgebung nicht gesundheitsfördernd (noch zaghaft ausgedrückt)ist , steht ja wohl ausser Frage.

  • Gespräch mit den Bauern und verteiltes Risiko durch mehrere Stände- wir wandern nicht mehr (seit 1987?) Die Stände sind den Bauern/Unternehmen bekannt. Es wurde in den letzten Jahren nachts gespritzt. Ob das wirklich geholfen hat oder die Völker das nur verkraftet haben, steht auf einem anderen Blatt. Es gab keine Völkerverluste in den letzten Jahren. Aber die Bienen hatten zu futtern, um trotz guter Ernte für den Imker mit einigen gepflanzten Robinien bis zur Linde zu kommen- zu mindestens die Carnica. Wenn die Bauern nur noch Mais, Getreide und andere von Bee-Bestäubung unabhängige Kulturen anbauen, fällt die Bilanz für die Bienen und den Imker schlechter aus. Dann kann man nicht mit dem Raps Ableger bilden oder Kunstschwärme machen. Und für den Saatgutanbau verschiedener Pflanzen sind die Bienen mit Imker willkommen, Imker sind sind auch Landwirte- ohne Land. Man kann aber auch pflanzen und die Landschaft gestalten für die kommende Imkergeneration.

  • Noch ne Info zur Distanz, die mir bei meinen Recherchen untergekommen ist:


    "Im Umkreis von 60 Metern um einen Bienenstand dürfen bienengefährliche Pflanzenschutzmittel während des täglichen Bienenfluges nur mit Zustimmung des Imkers angewendet werden." (Pflanzenschutzmittel- Verzeichnis 2018; https://www.bvl.bund.de/Shared…sm_verz_1.html?nn=1798082)

    und was ist mit den "bienenungefährlichen" Pflanzenschutzmitteln?