Zander einzargig - Humbug oder wirklich sinnvoll ?

  • ohne schmale Unterträger wie bei den Hoffmanns oft üblich sieht man von unten überhaupt nichts,

    mit nur einer Zarge DNM/Zander/Langstroth ist der Puffer für genug Platz zum Brüten bzw Futter sehr schmal- sobald noch Tracht oder Gelegnenheit zum Räubern wird der Freiraum knapp, deshalb bietet eine weitere Halb oder Ganzzarge mehr Sicherheit für ausreichend Platz zum Erbrüten der Winterbienen. Das sind die "Herbsttoten"- nicht an Varroa, sondern Überfütterung und zuwenig Platz zum Brüten gestorben.

  • Tatsächlich überwintere ich auch nur auf einer Zarge. Hier habe ich aber immer das Gefühlt, dass die Völker recht schwach aus dem Winter kommen. Das mag aber auch mit der TBE zusammenhängen. Frühtracht war (bis auf dieses Jahr) noch nie mein Ding.

    Nee, glaube ich nicht. Versuch mal auf zwei räumen zu überwintern. Ich bin sicher, wenn die mehr Platz und Futter haben, überwintern die größer, die sind ja nicht blöd.


  • Wenn die Völker schwächer aus dem Winter kommen, liegt es höchst selten an der TBE im Juli. Eher am geringen Platz für Brutnest und Futterstapelung. Ich beobachte solche Effekte bei den 6er Stehrkisten (6 DD = 9 DN-Wabenfläche), aus denen Völker nach dem Überwintern erst im Mai so richtig in Gang kommen.


    Wie schon empfohlen, würde ich zur Auffütterung im Sommer eine Flachzarge (= 2/3 DN-Maß) aufsetzen. Diese kann im März des Folgejahres untergesetzt werden und ab April als 1. HR dienen, der ohnehin dem Bien gehört.


    Es ist halt Aufwand mit dem Zargenschichten. Darum haben Großraumbeuten schon ihre Berechtigung.

  • ich habe Dadant 10 und Langstroth parallel. Der Platz (1-2 Rähmchenbreiten) in der Dadant-Beute ist schon praktisch bei der Durchsicht. Aber: bei Langstroth einfach 10 Rähmchen rein, fertig. Nicht mehr schieden, kein Wildbau. Praktisch: gleiches Maß im Brut- und Honigraum.


    Bei Geschwisterköniginnen vergleichbare Volksentwicklung.


    Ds Langstroth ungefähr die Größe von Zander hat, sollte das Gesagte auch vergleichbar sein.


    Viele Grüße


    Carsten

  • Ich beobachte solche Effekte bei den 6er Stehrkisten (6 DD = 9 DN-Wabenfläche), aus denen Völker nach dem Überwintern erst im Mai so richtig in Gang kommen.

    Nee, kann ich hier nicht sagen. Im Gegenteil, das sind die ersten, die dicke Backen machen. Umhängen, DW geben und einen HR.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Nee, kann ich hier nicht sagen. Im Gegenteil, das sind die ersten, die dicke Backen machen. Umhängen, DW geben und einen HR.

    Vielleicht liegt's am "timing". Wann hängst Du die um ? Mglw. warte ich zu lange. Bspw. wäre bei Dir Anf. April hier etwa Ende April, je nach Wetterentwicklung.

  • Ich beobachte solche Effekte bei den 6er Stehrkisten (6 DD = 9 DN-Wabenfläche), aus denen Völker nach dem Überwintern erst im Mai so richtig in Gang kommen.

    Nee, kann ich hier nicht sagen. Im Gegenteil, das sind die ersten, die dicke Backen machen. Umhängen, DW geben und einen HR.

    Wieviel Futter hast du zum Einwintern da drin? Rechts und links zwei volle Waben, dann zwei halb volle und zwei mit Brut?

  • Keine Ahnung. Ich mach die nicht mehr auf. Da kommt solange Futter rein, bis die sich schwer genug anfühlen. Ich hab die noch nie gewogen. Ist aber tatsächlich jedes Mal mühsam, weil ich immer die Sorge hab, das es plötzlich kalt wird und ich zu langsam war mit füttern. Dieses Frühjahr mussten ein paar vorzeitig in große Kisten umziehen, weil notfüttern in den Stehr geht nicht besonders gut.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ohne schmale Unterträger wie bei den Hoffmanns oft üblich sieht man von unten überhaupt nichts,

    mit nur einer Zarge DNM/Zander/Langstroth ist der Puffer für genug Platz zum Brüten bzw Futter sehr schmal- sobald noch Tracht oder Gelegnenheit zum Räubern wird der Freiraum knapp, deshalb bietet eine weitere Halb oder Ganzzarge mehr Sicherheit für ausreichend Platz zum Erbrüten der Winterbienen. Das sind die "Herbsttoten"- nicht an Varroa, sondern Überfütterung und zuwenig Platz zum Brüten gestorben.

    Ich überwinter auf eins plus halb Zander