Zander einzargig - Humbug oder wirklich sinnvoll ?

  • Werbung

    Servus,


    Ableger werden bei mir brutfrei mit gesprühter Oxalsäure behandelt. Schwammtuch mit Ameisensäure stecken die nur sehr schlecht weg, und werden so schnell zu einem schwach einwinternden Volk. Thymovar kriegen bei mir im August hingegen auch Ableger, die bessere Verträglichkeit für die Bienen kann man dabei gut beobachten.


    Beste Grüße


    Peter

  • Hallo, das konnte ich auch bei der STuch Methode beobachten.

    Trotzdem haben es alle geschafft...

    Wie siehts mit Verdampfen aus?

    Falls es mal in D genehmigt wird...

    Gruß

    Jungimker

    Zander und Zadant, Einräumig

    Rheinland-Pfalz

    Donnersbergkreis

  • Sch

    So gesehen ist von zweizargigem Winterbetrieb auf einzargig Sommerbetrieb zu wechseln "Schieden für DNM/Zander 1.0".

    Das hört sich gut an.Wie Dadant und Zander und DNM in einem Topf.


    Doch möchte ich einwenden, dass bei Dadant unterschiedlich stark das Schied gesetzt wird. Jemand der 4 Waben dem Volk nur lässt. Gibt für etwas Futter, Pollen und die Brut gerade mal 32 000. Er erweitert dann nach und nach. Und bei 7 Dadantwaben kommt er auf 56 000 Zellen.

    Wenn man jetzt DNM nimmt hat eine Zarge mit 11 Rähmchen um die 57 000 Zellen, 10 Zander haben 60 000 Zellen. Bei der Reduktion von Zweizargig auf einzargig geht es doch alleine um den Platz für die Königin. Somit erst 114000 Zellen mit viel Futter etc. Auf 57 00ü Zellen verkleinert. Wobei man weiß, dass eine gute Königin ca. 42000 Zellen für ihr Brutnest braucht ohne Pollen etc.


    Somit wird bei hier beispielhaft DNM eigentlich der Königin die ganze Zeit der volle Platz für das Brutnest gewährt, bei Dadant wird es dagegen fast von Mini Plus auf DNM erweitert im Verlauf der Saison.

    Deswegen sag ich immer, auch wenn es um meine Dadant Völker geht, ich arbeite mit DNM. 😉

    Der Raum ist in der Saison gleich, aber der Weg dorthin, ist verschieden.

  • Welcome to the club:)

    Wollte dir schon die ganze Zeit geschrieben haben und dich fragen, wie es Deine Völker denn jetzt handhaben, und sehe, sie haben es beibehalten.

    Hier genau das Gleiche, es gibt genau 1 Volk, das die untere Zarge verlassen hat, und das ist auch das schwächste.

    ich werde es, auch nachdem ich am WE auf dem IFT ebenfalls Tipps bekommen habe, genauso machen Blütenbiene es schrieb, so macht es SK-Honig auch und ich habe gleich einen Einzarger, ohne auf das Auslaufen warten zu müssen.

    Zeitgleich werde ich, nachdem ich die BW in einer Zarge vereinigt habe, ASG und HR aufsetzen.

    Das einzige Problem ist nur das Wetter zur Zeit. . Das lässt solche Arbeiten einfach nicht zu.

    Dann hab ich halt mehr Zeit fürs Forum;)

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • (...)

    Auch die Erfahrung, dass die AS-Behandlung auf einer Zarge mehr Erfolge bringt als auf zwei Zargen, lenkt ja schon in diese Richtung.

    Interessant, hast du dazu eine Quelle ?

    Leider nein. Ich kann dir nur aus meiner eigenen Erfahrung erzählen. Ich finde, diese Erfahrung hat deswegen Gewicht, weil ich das schon tausendfach gemacht und erfolgreich durchgeführt habe. Ich bin nicht der Einzige, der dieser Meinung ist.

    Ich denke, die AS wirkt daher zielsicherer, weil der Raumvolumen natürlich viel geringer ist als wie mit zwei Zanderzargen. Außerdem macht es Sinn, das Muttervolk nach der letzten Ernte noch auf zwei Ableger zu teilen (und damit auch die Varroapopulation).

    Natürlich gibt es hundert andere Wege die super klappen, es kommt sicher auch sehr auf die Region an, wo man imkert.


    Andreas K. und Elbdorfbiene @ Da ich vor einigen Jahren einmal mit ApiLifeVar gearbeitet habe, finde ich eure Methode später mit Thymovar quasi die noch nach der AS-Behandlung überdauerten und eventuell durch Reinvasion eingeschleppten Varroas abzufangen, interessant! Eine Dose für den ganzen Herbst reicht? Habt ihr die Varroawindel immer im Auge gehabt? Hat sich das Thymovar gelohnt, oder war das bisher "einfach gutes Bauchgefühl mit Erfolg", wenn ich das so nennen darf?

    (Hm, wird leider langsam Offtopic, was? Sorry)

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Nachtrag: Ich habe Thymovar mit Apiguard verwechselt und außerdem schon über die Suchfunktion hier einiges gefunden, so auch einen Beitrag von Elbdorfbiene.


    Auch möchte ich noch nachtragend zur AS-Behandlung in 1-Zanderzargenvölker erwähnen, dass hier immer mit geschlossenen Böden gearbeitet wurde. Man liest ja mittlerweile, dass das keinen Unterschied mehr machen soll ob offen oder geschlossen, aber bzgl Luftfeuchtigkeit oder die Feuchtigkeit aus der Bodennähe könnte da schon eine beeinflußende Rolle spielen.

    Nur so Gedanken..

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Tatsächlich lässt mit einer aufgesetzten Leerzarge, wie beim Liebig Dispenser üblich, die Wirkung der AS messbar nach.

    Bei gleicher AS-Menge wahrscheinlich? Hat ja was logisches. Wenn ich das Raumvolumen verdoppele dürfte sich die Konzentration in der Luft etwa halbieren.Bei der Dosierung wird aber bei zwei Zargen eine doppelt so hohe Verdunstungsmenge angegeben, wie bei einer Zarge. Außerdem dürften auch die Mengenangaben der Langzeitverdunster auf die nötige Leerzarge oben zugeschnitten sein.

    Die bessere Wirksamkeit bei einer Brutzarge führe ich auf eine wesentlich bessere Verteilung im Volk zurück.

    Ableger werden bei mir brutfrei mit gesprühter Oxalsäure behandelt. Schwammtuch mit Ameisensäure stecken die nur sehr schlecht weg

    Die Wirtschaftsvölker besser oder gar gut?

  • Wünsche dir viel Spaß auf dem IFT! Da ich die nächsten beiden Wochen unterwegs bin hoffe ich dieses Wochenende auf halbwegs gutes Wetter (>10°) um folgendes zu machen:


    - Einzarger: HR über ASG aufsetzen. Restliche FW will ich drin lassen, da ich einerseits denke, sie tragen es eh nicht um und zum andere annehme, sie können es noch brauchen

    - Zweizarger: mit ASG zwischen 1. und 2. BR trennen und hoffen, dass die Kö oben ist. Zum Durchsehen der BW wird das Wetter wohl nicht ausreichen. Ein Wochenende später (23./24.3.) kommt die untere Brutzargen dann weg und ich hänge ev. BW von unten nach oben um. Oder auch nicht, werde ich sehen. Dann kommt auch bei denen direkt der HR mit drauf, das ASG wird ja wieder frei.


    Wann ich den Baurahmen setzte weiß ich noch nicht, denke in zwei Wochen (23./24.03.).


    Wer mir zu- oder abraten will: GERNE! Gute Ratschläge schaden nie!


    Dank vorab!

  • Hallo Berggeist,


    Bei Wirtschaftsvölkern kann ich nur einen geringen negativen Einfluss feststellen. Klar, Ameisensäure ist harter Tobak, Brut wird ausgeräumt, die Bienen werden gestresst.


    Ich vermute aber, dass du diesbezüglich mehr und andere Erfahrungen gemacht hast als ich oder?


    Trotzdem halte ich das Schwammtuch, gerade wegen der gut absehbaren Wirkung in Abhängigkeit vom Wetter und der verdunstenden Höchstmenge an Ameisensäure für ein gutes Verfahren zur Varroabekämpfung.


    Beste Grüße


    Peter

  • Ich vermute aber, dass du diesbezüglich mehr und andere Erfahrungen gemacht hast als ich oder?

    Ich hab nur nicht verstanden, warum die einen das schlecht wegstecken und die anderen das besser können. Hab da noch immer keine Erklärung für.

    Wegen der Menge an Bienen? Bei den größeren Wirschaftsvölkern ergeben die Kollateralschäden einen geringeren Prozentsatz als bei einem kleineren Ableger?

  • Ich vermute aber, dass du diesbezüglich mehr und andere Erfahrungen gemacht hast als ich oder?

    Ich hab nur nicht verstanden, warum die einen das schlecht wegstecken und die anderen das besser können. Hab da noch immer keine Erklärung für.

    Wegen der Menge an Bienen? Bei den größeren Wirschaftsvölkern ergeben die Kollateralschäden einen geringeren Prozentsatz als bei einem kleineren Ableger?

    Die Antwort darauf hätte ich auch gern. Möglicherweise sind Wirtschaftsvölker auch besser darin, die Säuredämpfe aus der Beute zu ventilieren?

  • So hat es mir damals unser Vorsitzender erklärt, als ich 2015 bei einem sehr starken WiVo mit 100 Milben / Tag im Juli eine AS Behandlung durchgeführt habe.

    2 Zarger Zander, LD 85 % AS 3 Tage Behandlung.

    Die Bedingungen waren gut, Liebig Dispenser war nach 3 Tagen leer

    Es fielen aber nur 3000 Milben. Man empfahl mir zu wiederholen, es fielen trotz bester Bedingungen auch beim zweiten Mal nur 3000 Milben.

    ( 12.000 waren wohl ca im Volk bei Beginn der Behandlung, wenn man den Hochrechnungen, denen das zugrunde liegt, glaubt)

    Ende vom Lied war, das Volk war im November tot.

    Man erklärte mir, dass starke Völker die AS schneller aus der Beute ventilieren können.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Moin, moin,


    so ein Ableger erbrütet seine Winterbienen später, als ein Wirtschaftsvolk. Eine wirksame AS-Langzeitbehandlung unterbricht nach meiner Erfahrung immer die Brut und es wird viel ausgeräumt. Je später im Jahr, desto weniger leicht legen die noch mal los. Wenn da dann die Winterbienen in der Mache waren... Und 2 Wochen Brutausfall ist für ein WV leichter wegzustecken, als für einen Ableger.


    Gruß Clas, der vor allem wegen der Überwinterung auf DN einzargig kam.

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...