Zander einzargig - Humbug oder wirklich sinnvoll ?

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    Zander + ein Brutraum, hab ich schon mal an vier Völkern probiert.

    Alle Waben waren reinste Brutwaben, und so ein Volk schaffte schon gut drei Honigzargen (Zander). Da ich zu dieser Zeit noch nicht so lange geimkert habe, und dann zur Schwarmzeit etwas Bauchweh bekam, hatte ich im nächsten Jahr wieder zwei Brutzargen.

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Wer das mit 2 BR nicht beherrscht, der erntet genau soviel Honig, wie der mit einem Brutraum, ob Zander oder DNM spielt keine Rolle.

    Klasse der Satz. Und wer es beherrscht, erntet deutlich mehr, füge ich mal hinzu. Drobi, Du kennst meine Philosophie.:)

  • iWei Wenn man bei Dadant mit dem Schied und dem ASG vorgibt wo die Königin nur laufen kann, weiß man doch auch, wo die Königin vermutlich Brut anlegt? Sicher nicht im Honigraum oder im Raum hinter dem Schied ohne Rähmchen. Obwohl das schon vorgekommen sein soll.

    Wenn man das Brutnest und den Aufbau von diesem beherrscht, dann kann auch ohne Schied vorhersagen, wo die Königin legt. Natürlich kann man dann noch mit einem Trick nachhelfen.

  • rase Bretschko solltest du noch einmal lesen, da steht viel gutes drin. Selbst meine Anfänger können dir das Brutnest bei der zweiten Durchsicht zeigen.

    Aber nicht jeder Malermeister ist ein Picasso, auch wenn er die gleiche Farbe nehmen würde. Nur gut, dass man bei Dadant nur selten das Brutnest suchen muss. 😎😎😎

  • iWei Wenn man bei Dadant mit dem Schied und dem ASG vorgibt wo die Königin nur laufen kann, weiß man doch auch, wo die Königin vermutlich Brut anlegt? Sicher nicht im Honigraum oder im Raum hinter dem Schied ohne Rähmchen. Obwohl das schon vorgekommen sein soll.

    Wenn man schiedet, begrenzt man das Brutnest und damit die Möglichkeiten der Königin, wo sie stiftet. Wenn Du also auf 4 Waben einengst, dann brauchst Du auch nur 4 Waben durchzusehen. Das ist banal.


    Wenn man das Brutnest und den Aufbau von diesem beherrscht, dann kann auch ohne Schied vorhersagen, wo die Königin legt. Natürlich kann man dann noch mit einem Trick nachhelfen.

    Was ich versuchte, oben mit dem Verweis auf Bretschko anzudeuten, ist der natürliche Aufbau eines Brutnestes. Dieses dehnt sich im Frühjahr zentrifugal in alle drei Raumrichtungen gleichermaßen aus.


    Josef Bretschko "Naturgemäße Bienenzucht", Leopold Stocker Verlag, Graz 1985, Seite 47:


    "Jedem Praktiker sind die sogenannten Erweiterungskränze der Brut im Frühjahr bekannt. Diese sind das Ergebnis einer schubweisen Ausdehnung des Brutumfanges auf einer Wabe. Eine Brutwabe kann in der Mitte einen verdeckelten, ringsherum einen offenen und schließlich außenherum noch einmal einen verdeckelten Brutbereich aufweisen."

    AX_EL Ich weiß, wo die frische Brut angelegt wird und muss nicht die alten verdeckelten Brutfächen mit durchsehen.... bin einfach ein fauler Imker.

    In einem harmonischen Brutnest wird man eben neben verdeckelter auch offene Brut finden und zwar in einer ringförmigen Anordnung ... sonst würde ich jedenfalls ein solches Nest nicht als harmonisch bezeichnen.


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • iWei schrieb:

    Zitat


    Wenn man schiedet, begrenzt man das Brutnest und damit die Möglichkeiten der Königin, wo sie stiftet. Wenn Du also auf 4 Waben einengst, dann brauchst Du auch nur 4 Waben durchzusehen. Das ist banal.

    Wenn man richtig schiedet, optimiert man das Brutnest, und verhindert das Verhonigen und Verpollen, was Schwarmstimmung fördert. Den Bienen in der Natur ist das egal, die Schwärmen dann eben.

    Wenn man das Brutnest nicht "begrenzt", hat man vielleicht ein größeres, aber nicht optimales Brutnest, das mehr Bienen für die Pflege und die Wärmung bindet, da weit auseinander gezogen, also weniger Flugbienen freigibt.

    Die Grenze für das Brutnest setzt man eben möglichst genau dort, wo das künftige Nest im Februar antizipiert wird; das zeigen die Putzbienen an Hand der geputzten Zellen an, wohin sie die Königin führen werden.

  • Zander einzargig ist eine Honigabgreifmaschinerie...

    Jahrelange persönliche Erfahrung in der Wanderimkerei.

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ja, Bretschko sollte gelesen werden. Leider vergisst rase, bei seinen Kommentaren, wie sie auf erwachsene Leute wirken können.


    Was kann ich ihm sagen, was er nicht wüsste?

    Selbst ein Anfänger kann bei der zweiten Durchsicht sagen, wo die Bienen ihre Brutnest haben. Es ist keine Kunst.

    Und wer schon einmal Ableger mit Brutwaben gezogen hat, weiß auch, wie sich das Brutnest verändert, durch den Eingriff.

    Und da gibt es viele Imker, die sich genau die Veränderungen zu nutze mache. Nur weil eine Hummel schwer und aerodynamisch ein Alptraum ist, fliegt sie doch.


    Bei Dadant braucht man das Wissen nicht und daher guckt man da vielleicht einfach nicht mehr hin und vergisst den natürlichen Aufbau, der ja durch das Schied auch verändert wird. Aber jede Maßnahme erzeugt eine Reaktion im Volk.... Nichts neues.


    Es gibt halt nur mehr als Dadant und Schied unter dem Horizont der Imkerei. So what?

  • Ein brauchbares Volk hat zur Schwarmzeit 8-10 Zanderwaben Brutnest bei einem Brutraum, nicht 4. Und selbst da ist es kein "natürlicher Aufbau" mehr, weil Teile des Honigraumes noch vergeblich zum Brutnest mit einbezogen werden.

    Es ist nicht schwer das Brutnest zu bestimmen: Linke Beuteninnenseite bis rechte Beuteninnenseite.

    Zander einzargig ist eine Honigabgreifmaschinerie...

    Nanana, wer wird denn so gierig sein?

    das zeigen die Putzbienen an Hand der geputzten Zellen an, wohin sie die Königin führen werden.

    Bei mir zeigen die die Putzbienen im Februar noch nicht an, wohin sie die Königin führen würden, wenn sie könnten. Wahrscheinlich auch nicht im März oder April, wenn geschiedet wird.