Zander einzargig - Humbug oder wirklich sinnvoll ?

  • Hallo Profis,


    letztens war ich beim 1. Vortrag unseres Imkervereines und dort wurde gleich klipp und klar gesagt wie hier der Hase läuft.


    -> ANGEPASSTER Brutraum !


    Was denkt ihr denn darüber ?


    Anscheinend gibt es in der Imkerei ziemlich viele Sachen die hinterher dann doch nicht so gut sind, wie am Anfang gedacht.


    Zellgröße 4,9 --- Bienensauna -- Varoa-Killer-Sound etc.


    Ist dieses 1-Zargen-imkern auch Mumpitz oder kann man so wirklich sinnvoll imkern ?


    Dr. Liebig ist ja anscheinend nicht so angetan davon.


    Ist das auch was für Anfänger oder sollte man lieber erstmal die "einfach-imkern"-Sache machen, bevor man mit 1-Zargen-Brutraum experimentiert ?


    :/


    DANKE

  • man darf die Suchfunktion im Forum benutzen

    Angepaßter Brutraum funktioniert besser als "einfaches Imkern" nach Liebig.
    Im Gegensatz zu dem anderen "Mumpitz". Aber wenn Anfänger schnell Schwärme sehen will, kann er auch nach Liebig mit geteiltem Brutraum und Kippkontrolle anfangen.

  • Der Binder sagt ja, dass man das auch in Zander praktizieren kann.

    Soapp, ich beschäftige mich schon den ganzen Winter mit dem Thema und habe hier im Forum unglaublich viel gefunden.

    Ich werde es dieses Jahr umsetzen.

    Manche schieden, andere z.B. ribes , nicht. Ich hab aus etlichen Threads Meinungen und Tipps kopiert. Falls du Interesse hast, schick ich dir das per Mail. Bei mir ist es so, dass ich 2zargig, 1zargig und 1.5zargig imkern werde. Lies auch mal die Beiträge von SK-Honig .

    Ich wühle auch immer noch hier im Forum nach wertvollen Erfahrungen.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Wenn du im Honigraum bebrütete Waben tolerierst geht es. Bei gutem Pollenangebot in deinem Flugkreis gibt es auch Probleme. Die Behauptung von Bienenfred ist schon verwegen.

    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Lieber Remsi!


    Ich widerspreche dir ungern, aber die Aussage, dass man bebrütete Waben im HR bei Zander 1-Raum akzeptieren muss ist nicht ganz richtig. Ich habe diese Zandereinraum über lange Jahre als Honigabgreifbetriebsweise durchgeführt. Denke ich weiß, was ich darüber schreibe.

    Da wird nichts prinzipiell mit bebrüteten Waben gearbeitet. Ich arbeite sogar mit Zander 2/3 im Honigraum. Also nix durchgemischt.

    Was richtig ist: Hast Du viel Pollen dann ist der Raum schnell zu eng, weil die Bienen die Zellen füllen. Aber das ist auch beim Schieden so. Oder auch bei Zander mit 2 Räumen. Da hilft es dann nur noch diese Pollenwaben zu entnehmen um übermäßigen Schwarmtrieb durch zuviel Pollen zu vermeiden.


    Wenn man das richtig gut kann, weiß ich kaum ein System, mit dem man mehr Honig ernten kann. Schnell sind die Völker aber auch trocken. Man muss schon etwas aufpassen und etwas Ahnung von dieser betriebsweise haben.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Und ob es so bienengerecht ist, sei mal dahingestellt. Nicht alles, was funktioniert und dem Imker oder der Imkerin nützt, ist auch gut für den Bien. Siehe Mellifera, Gerstung usw.

    Das greift die wichtige Frage auf: Was ist bienengerecht? Und sicher die Frage, die sich unweigerlich Imker anschließt: Wie vereinbart sich bienengerecht mit (Honig-) imkergerecht?

    Schö wenn das diskutiert werden könnte und die imkerlichen Erfahrungen dargestellt werden.

    Gruß

    Harald

  • Ich hoffe doch, dass es einige wissen. Es ist ja nicht unwesentlich, dass die Bienen nicht auchnoch von den Imkern unnötigen Belastungen ausgesetzt werden. Sie habens ja so schon schwer... und leisten trotzdem enormes!!!

    Es geht ja auch garnicht darum, dass das EINER weiß. Man könnte ja auch "Schnipsel" zusammentragen. Daraus könnte ein Bild werden.

  • Und ob es so bienengerecht ist, sei mal dahingestellt. Nicht alles, was funktioniert und dem Imker oder der Imkerin nützt, ist auch gut für den Bien. Siehe Mellifera, Gerstung usw.

    Alles, was dem Imker langfristig viel Honig bringt, ist 'bienengerecht'. Kranke u. tote Bienen machen das nämlich nicht. Nur über Karmapunkte zum besseren Menschen/Imker zu werden, ist eine Krücke. Honig (und das langfristig!) ist ein fast schon boshaft ehrlicher Indikator für die geleistete Arbeit.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife