Einstieg in die Imkerei mit Langstroth (12er Dadant + Zander) mit je 1-2 Ablegern

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    Nachdem Ihr mir hier den Tipp gegeben habt mit Ablegern zu starten, habe ich mir nun meine ersten "1-2 Ableger" für Anfang Juni reserviert. Ich bekomme Buckfast Bienen auf Dadant - nachdem ich einiges über Dadant gelesen habe wollte ich das einfach ausprobieren. Parallel liebäugle ich jedoch damit, als zweiten Ableger nicht Buckfast + Dadant, sondern Carnica + Zander zu holen. (Ist bei uns in der Region gebräuchlicher).


    Nun bin ich beim recherchieren auf die Magazinimker / Langstroth Beuten gestoßen. Im Grunde wären die doch ideal, um die Flexibilität zu bewahren - oder sehe ich das falsch? Spricht denn etwas dagegen, mit Langstroth (10er Dadant) und parallel Langstroth Zander zu beginnen. Je mit 1-2 Ablegern. Wenn ich dann selbst Erfahrungen gesammelt habe, dann kann ich mich immer noch auf ein System festlegen - oder ich baue einfach verschieden große Zargen und gebe den Bienen das was Sie gerne möchten. (Honigraum würde ich ganz gerne mit den Dadant Rähmen machen - liebäugle nämlich mit einer kleinen Radialschleuder).

  • Meine Erfahrung ist, man sollte am Anfang nicht soviel durcheinander mixen. Entscheide dich für ein Maß für beide Ableger, dann ist man flexibel.

    Teilen, zusammenlegen , Brutwabe mit Stiften einhängen ......

    Wer weiß, was und warum man darauf angewiesen ist.


    Liebe Grüße Bernd

  • Kann nur nochmals wiederholen, was Bernd geschrieben hat.

    Die Bienen werden Dir nicht sagen können, welche Beuten und welches Rähmchenmaß sie gerne möchten. Orientiere Dich zunächst an Deiner Umgebung / Region und nach x Jahren Grunderfahrung mit den Bienen wird Dir das Zargenbauen (gleich welches System) auch leichter fallen.


    Schön, dass Du den Weg zu den Bienen gefunden hast.


    Gruß Sepp

  • Wenn du mit Dadant liebäugelst, dann nimm Dadant. Warum jetzt mit was anderem anfangen und später alles umrüsten bzw. Kompromisse eingehen?

    Ich hab auch Dadant genommen obwohl Opa und die meistens im Verein DNM haben.


    Grüße Tobi

  • Mit Dadant liebäugle ich insbesondere, da es nur eine Brutraumzarge benötigt und die Honigraumzarge / Rähmchen relativ niedrig ist. Das wäre ja bei Langstroth / Dadant 10 ebenfalls der Fall - ich hätte dann aber die Flexibilität relativ kostengünstig und schnell auf Zander zu wechseln (ist in meiner Region einfach verbreiteteter). Deswegen mal die Grundsätzliche Überlegung bzgl. Langstroth / Dadant 10.


    Teilen und zusammenlegen wäre natürlich ein Argument - könnte mir dafür ja im Grunde auch 4 Ableger (2x Zander, 2x Dadant 10) holen - und damit dann Erfahrungen sammeln.


    Letztendlich kann ich hier soviel lesen wie ich möchte und ohne Ende Diskutieren. 2 Imker - 20 Meinungen... ;-) Wenn ich selbst die verschiedenen Systeme nicht ausprobiere werde ich nicht wissen was mir persönlich am Besten liegt.


    Mit Langstroth / Dadant 10 für die bereits reservierten Buckfast Ableger dürfte ich im Grunde nichts falsch machen, oder sehe ich das falsch? Ob ich dann noch 2 Völker auf Zander dazu nehme könnte ich mir ja überlegen - ggf. auch erst nächstes Jahr...

  • Hallo,

    das System der Magazinimker e.V. ist gut. Du hast ja die Vorteile erkannt.

    Deine Rähmchensysteme interessiert eher beim Verkauf von Bienen.

    1. Kunstschwärme lassen sich zum Start der Imkerei erwerben. Du kannst doch auch Voll-Völker kaufen und die Bienen vor Ort abkehren. Die Brut bleibt zurück. Die verkaufenden Imker sind normalerweise damit auch einverstanden.

    2. Kaufe Zander und tacker eine Leiste oben drauf. Dann passt sie auch in Langstroth oder Dadant

    Mit Grüßen aus Nürnberg

    Thomas

  • Wenn du alles mixen können willst, besorge dir die 10er Systembeute.

    Zitat

    20_10er_Systembeute_C.jpg

    Unser bewährtes Komplettsystem aus Vollholz. Bei einem einheitlichen Außenmaß von 50,9 x 42,6 cm unterscheiden sich nur die Innenmaße der Zargen, je nach Rähmchengröße. Die 10er Systembeute hat passende Zargen für 12 Rähmchen Normalmaß, 10 Rähmchen Zander, 10 Rähmchen Langstroth, 10 Rähmchen Dadant US oder 10 Rähmchen Dadant Blatt.


    Hergestellt aus bis zu 22 mm starkem Massivholz sind die Zargen falzlos und verfügen über glatte Edelstahlschienen. Alle Beutenteile solide verleimt, geschraubt und astfrei.

    hier oder andere: https://www.holtermann-shop.de/index.php/cPath/1_233


    Ich würde jetzt nicht irgendwas, irgenwie drauf tackern.


    Bleibt für mich trotzdem der Sinn der Sache auf der Strecke.

    Darum auch die Empfehlung, wenn man wissen will was man noch nicht weiß und was einem liegt, geht man parallel eine Saison bei verschiedenen Imkern mit und findet DANN sein Favoriten.


    Dies hätte ich mir gern gewünscht für den Anfang, aber war leider nicht möglich und so dümpelt man dann einige Jahre mit verschiedenen Beutensystemen herum.

    Jedes hat seine Vorteile, doch im Enddefekt habe ich auch die Erfahrung gemacht, es ist vorteilhafter ALLES im selben Standmaß (Brutraum) zu führen.


    Was einem liegt oder vorteilhafter scheint, erschließt sich einem erst nach einer längeren Zeit und damit meine ich nicht Monate.

    Imkern kann man so gesehen mit allen Behausungen.

    Es kommt immer darauf an, was man sich als Ziele steckt und damit erreichen will.


    Liebe Grüße Bernd

  • Ableger ains eigentlich das Falsche, mit Kunstschwärmen wärst du besser bedient.


    Da du Dadant ausprobieren willst, würde ich als zweites Maß Langstroth empfehlen.

    Langstroth ist das selbe wie Dadant nur in der Höhe ca. ×1,2. Langstroth ist sehr ähnlich zum Zander. Der Vorteil wäre ganz eindeutig. Das du wenn du dich für Dadant entscheidest, die LS Zargen als Honigraum nehmen kannst. Willst du LS nehmen macht dir ein Kreissäge aus Dadant schnell LS. Zander wäre da nicht kompatibel, aber ist das selbe wie LS nur als deutsche Eigenheit.

  • Mit zwei verschiedenen Beutenmaßen würde ich nicht beginnen, entscheide dich für eines.
    Ich habe auch erst vor ein paar Jahren angefangen und wenn man dann mal plötzlich alleine vor den Kisten steht ist man froh, wenn man die Betriebsweise für diejenige Beute die man hat, kapiert.

    Sich das Leben mit zwei Maßen und den daraus resultierenden unterschiedlichen Betriebsweisen unnötig schwer zu machen würde ich tunlichst vermeiden.

    VG Olli

  • Achtung, bevor hier alles durcheinander geht, bei LS gibt es Rähmchen mit den Höhen normal (232mm), 2/3 (185mm) und 1/2 (159mm) und wer weis was noch.


    Liebe Grüße Bernd

    ich dachte eher so:

    ...Höhen normal (232mm), 3/4 (185mm), 2/3 (159mm) und 1/2 (137mm)...

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • Wenn es darum geht herauszufinden, welches Beutesystem einem persönlich am Besten gefällt, finde ich den Ansatz des Fragestellers nicht verkehrt.

    Das bisserl Mehraufwand bei 3 Völkern lohnt sich meines Erachtens.

    Einmalige Chance.

    Elk

  • Wenn es darum geht herauszufinden, welches Beutesystem einem persönlich am Besten gefällt, finde ich den Ansatz des Fragestellers nicht verkehrt.

    Das bisserl Mehraufwand bei 3 Völkern lohnt sich meines Erachtens.

    Einmalige Chance.

    Elk

    Der materielle Mehraufwand ist wirklich gering. Jetzt kommt das große ABER:


    Natürlich kann man als Anfänger ein Volk zweiräumig und das andere in einer Großraumbeute haben. Welchen Erkenntnisgewinn hat er davon? Man braucht Jahre eine Betriebsweise zu entwickeln um auf Tracht-, Wetter- und sonstige Bedingungen reagieren zu können. Und dieser Prozess wird immer weitergehen.


    Meiner Ansicht ist es als Anfänger besser zuerst den Bien und eine Betriebsweise kennenzulernen. Danach, am besten vor größeren Anschaffungen, kann man immer noch eine andere Betriebsweise ausprobieren.