Neonicotinoide: Risiken für Bienen bestätigt

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    Ein saudämlicher Beitrag, bar notwendigen Sachverstandes!

    Wenn wir schon dabei sind, das hier ist auch nicht schlauer:

    .....

    außerdem längst überfällig :

    verpflichtender Anteil von XX Prozent zu alternativen Anbaumethoden ( ökologischer Landbau )

    in der Ausbildung ALLER Landwirte. So manch einer würde umstellen / den Hof übernehmen, wenn

    ihm der Weg von Anfang an aufgezeigt werden würde.

    Möchtest Du Handel und Verbraucher dann bitte auch verpflichten, das Erzeugte auch zu kaufen?

    Wenn man deutschen Verbrauchern vor laufender Kamera ein Mikrofon vor die Nase hält, sind sie immer bereit mehr Geld für Lebensmittel auszugeben - sie tun es aber nicht. Deutschland hat die geringsten Lebensmittelpreise in der EU und bei jeder Sau die bzgl. "Lebensmittelskandalen" durchs Dorf getrieben wird, sind alle wieder empört , dass es für Ramschpreise keine Top-Qualität gibt.

    Scheinheilig ist das.

    Der Bio Markt wächst und der wachsende Markt wird auch bedient.


    Zitat: "....wenn ihm der Weg von Anfang an aufgezeigt werden würde" - bei dieser Art Diskussion fällt mir immer wieder auf: Von Landwirtschaft haben scheinbar alle Ahnung, nur die Bauern offensichtlich nicht - komisch


    Gruß aus dem Sauerland

  • Naja, wer putzt den die Klinke bei Landwirten und den Institutionen, die Landwirte ausbilden? Wer stellt das Material, mit und an dem ausgebildet wird? In der Regel weniger die Imker, sondern die Industrie. Das wäre schon ein Hebel, wo man ansetzen könnte, oder? Ich hab bis auf einen noch kaum Landwirte getroffen, denen das alles egal ist. Da ist tatsächlich viel Unwissenheit im Spiel. Die auch ausgenutzt wird.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Lieber Sauerländer,

    statt des Schlusssatzes wäre ein Statement wichtiger gewesen...

    Trotz der Subventionen haben wir ein dramatisches Höfesterben und die, die es sich noch leisten können ziehen das aufhören dem finanziellen Selbstmord vor. Mit jedem Hof schwindet ein Teil der Vielfalt und geht über in den Einheitsbrei der LPG 2.0 besser bekannt als Ageargenossenschaften. Hier ersetzen dann PSM Ackerbauliche Fähigkeiten und die Randflächen werden maschinengerecht gestaltet. Andere Flächen dienen der Gewinnung nachwachsender Rohstoffe und hier ist der Pflanzenschutz offenbar besonders wichtig, denn nicht nur das ganze Landstriche vermaisen um die ehrgeizigen Klimaziele zu erfüllen die Saat ist selbstredend gebeizt... ohne gibt es meines Wissens nach derzeit nicht.

    Ich bin mir bewusst das es nicht leicht ist einzugestehen das wir jeden unserer Landwirte brauchen um unsere Kulturlandschaft mit ihrem Artenreichtum zu erhalten.

    Ich kann dem Sauerländer nur zustimmen wenn er Erzeugerpreise fordert von dem der Landwirt auch leben kann. Ich zweifle nur das dies zwangsläufig mit höheren Verbraucherpreisen einhergehen muss. Mein Lieblingsbeispiel ist hier immer der Milchmarkt denn dort war gut zu erkennen das die Gewinne der Molkereien proportional zu den Einkommenseinbussen der Erzeuger stiegen. Es mag zwar opportun sein Erzeuger und Verbraucher gegeneinander auszuspielen um die eigene Kasse zu füllen aber letztendlich sind wir wenn, wir das zulassen die Verlierer.

  • ...Gewinnung nachwachsender Rohstoffe und hier ist der Pflanzenschutz offenbar besonders wichtig, denn nicht nur das ganze Landstriche vermaisen...

    Glaubst Du das wirklich, oder streust Du bewußt solche defamierenden „Alternative Wahrheiten“?

    In keiner anderen Standartkultur wird in Sachen PSM so wenig gemacht wie im Mais und selbst in den Maishochburgen gibt es nicht einen Landkreis der auf gerade mal der Hälfte der Flächen Mais hat.

  • Mein Lieblingsbeispiel ist hier immer der Milchmarkt denn dort war gut zu erkennen das die Gewinne der Molkereien proportional zu den Einkommenseinbussen der Erzeuger stiegen.

    Ach nee! Und der Handel?

    Es ist eben nicht die Molkerei, es ist der Handelskonzern, der seine Preisvorstellungen nach unten weiterreicht!


    Und es ist auch nicht die LPD 2.0 = Agrargenossenschaft, die alles versaut. Ich kenne Bauern, die Weizen verheizen. Warum? Nun ratet mal.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Moin, moin,


    hier dringt der Mais bis in's absolute Grünland vor und kann dann dort nicht mehr geerntet werden. In Sachen Unkrautbekämpfung ist der Mais durchaus ein Beispiel für unangebrachten Totalitarismus im Pflanzenbau...

    Und die Verluste an Landschaftsstruktur sind verheerend.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    hier dringt der Mais bis in's absolute Grünland vor und kann dann dort nicht mehr geerntet werden. In Sachen Unkrautbekämpfung ist der Mais durchaus ein Beispiel für unangebrachten Totalitarismus im Pflanzenbau...

    Und die Verluste an Landschaftsstruktur sind verheerend.


    Gruß Clas

    Guten Morgen,


    zur Wahrheit gehört, daß die "Vermaisung" eine direkte Folge der über die EEG Umlage von allen (nicht gewerblichen) Verbrauchern zu zahlenden indirekten Subventionen ist.


    Und zur Wahrheit gehört auch, wie Beeklopter schon schrieb: der PSM Einsatz im Mais ist vergleichbar gering . Der Einsatz von Insektiziden und Fungiziden in die stehende Kultur ist (noch zumindest) nahe Null.



    ...

    Ach nee! Und der Handel?

    Es ist eben nicht die Molkerei, es ist der Handelskonzern, der seine Preisvorstellungen nach unten weiterreicht!


    Und es ist auch nicht die LPD 2.0 = Agrargenossenschaft, die alles versaut. Ich kenne Bauern, die Weizen verheizen. Warum? Nun ratet mal.

    Der Handel übt in der Tat erheblichen Druck aus, da die Preise für Milch und Milchprodukte zu den Eckpreisen gehören - und da hat es der deutsche Verbraucher gerne ganz billig.


    Das Geschäftsmodell der Molkereien ist trotzdem bemerkenswert: Sie können ihre Spannen in erheblichem Rahmen unabhängig von Verkaufspreisen halten/ausbauen da sie ihre Einkaufspreise sehr leicht "anpassen" können.


    Weizen wird verheizt wenn Qualitäten für die Fütterung und für menschliche Ernährung sowieso ungeeignet sind. Meistens sind die Partien pilzbelastet und damit toxisch ( Mutterkorn, Fusarium ...) . Welche Verwertung würdest Du vorschlagen?

    ...

    Natürlich gibt es Maissaatgut ungebeizt.

    Wollen muss mann es!

    ...

    Was, vermutest Du, ist der Grund dafür, dass Saatgut gebeizt wird?

    Jux und Dollerei? Boshaftigkeit? Wahrscheinlich verstehst Du einfach mehr davon als die "dummen " Bauern....

  • Und zur Wahrheit gehört auch, wie Beeklopter schon schrieb: der PSM Einsatz im Mais ist vergleichbar gering . Der Einsatz von Insektiziden und Fungiziden in die stehende Kultur ist (noch zumindest) nahe Null.

    Nicht nur das.

    In eine Wintergetreide- und/oder Rapsfruchtfolge integriert kann er den PSM-Einsatz in den anderen Kulturen mehr reduzieren als der Mais selber braucht.

    Versteht der dümmste Bauer.

    Für die selbsternannten Spezialisten aber noch zu hoch.

  • Hallo Beeklopter,

    man kann das als alternative Wahrheiten bezeichnen, nur die Zahlen zur Entwicklung der Maisanbauflächen geben mir leider recht und da hilft leider auch kein Relativierungsversuch mit Prozentzahlen auf die Fläche. Wir hätten heute sicher noch mehr Maisflächen hätte es nicht die Regulierung 2012 bzw 2014 gegeben. Legt man die Entwicklungskurven von Anbauflächen und Biogasanlagen übereinander wird schnell klar warum mittlerweile auf 2.527.900 Hektar Mais angebaut wird. Schau Dir einfach die Kurven an und behaupte dann das die Kritik völlig unberechtigt und an den Haaren herbeigezogen ist.


    Sauerländer , könnte es eventuell an den systemisch wirkenden Beizmitteln liegen das im Maisanbau keine weiteren Behandlungen nötig sind? Von BT-Mais ist man ja abgekommen.

    Das die Beizen zusätzlich zu Vergrämung eingesetzt werden ist mir bewusst allerdings für mich schwer vorstellbar das gerade bei Energiemais die Auswirkungen so gravierend wären. Ich lass mich da gern eines besseren belehren.


    David , ich sagte meines Wissens nach nicht was nicht heissen sollte das es unmöglich wäre. Hier müsste allergen und es überwiegt hier eben nicht allein die Geiz ist geil Mentalität.


    Wir können auch gern noch weiter aufdröseln wer sich von den nachgelagerten Stufen noch die Taschen voööstopft, das hilft aber weder unseren Landwirten noch unserer Umgebung, unseren Bienen noch uns selbst.

  • Könnt ihr mal wieder zu einer sachlichen Diskussion zurückkommen, Bitte.


    Gruß

    Werner

    Hallo Werner,

    der Tonfall ist für die Art der Diskussionen nach meinem Dafürhalten normal und ich kann ihn sogar ein Stückweit nachvollziehen da auf beiden Seiten die Emotionen hochkochen.