Neonicotinoide: Risiken für Bienen bestätigt

  • Übrig bleiben damit noch Acetamiprid, dessen EU-Zulassung gerade bis 2033 verlängert wurde (besitzt lt. Efsa ein geringes Risiko für Bienen), sowie Thiacloprid. Allerdings hat dieses hormonähnliche Eigenschaften und steht dadurch auf der sogen. Substitutionsliste, d.h. es darf nur verlängert werden, solange es keine bessere Alternative gibt. Soll aber auch ein geringes Risiko für Bienen bedeuten.

    Die zweite Frage kann ich nicht beantworten.

  • Die 3 Wirkstoffe werden als Beizmittel im Raps und Mais und andere Kulturen angewendet. Deswegen müsstest du mal einen oder besser gleich mehrere Landwirte /Agrar befragen. Da weißt du es aus erster Hand. Denn die müssten eigentlich auf den neusten Stand sein, was sie auf ihren Feldern spritzen dürfen und was nicht . ;)

  • Die 3 Wirkstoffe werden als Beizmittel im Raps und Mais und andere Kulturen angewendet.

    Ööhhmmm..., Neonicbeize in Raps und Mais is in Deutschland schon länger nicht mehr.


    Trifft eher Zuckerrüben.

    Endlich wieder rückstandsfreien Zuckerrübenhonig! :D

  • Ja, ein Landwirt meinte zu mir, er dürfe ja kein gebeiztes Saatgut mehr nehmen, aber dafür dürfe er die Neonicotinoide nun direkt mehrmals im Jahr auf die Pflanzen spritzen. Ob das nun besser sei.

    Ich weiß leider nicht, ob das stimmt und wenn ja, welche er nimmt.

    Mir erscheint die Thematik, wie es nun tatsächlich in der Praxis gehabthabt wird, schwierig.

    Danke für die Reaktionen!

    Im Übrigen scheint Thiacloprid nach Menzels Studien mindestens so gefährlich zu sein wie die Verbotenen. Wenn es den Landwirten ermöglicht wird, darauf umzusteigen ist ja eigentlich nicht viel gewonnen für die Insekten. Oder ist ein Umstieg nicht möglich/nicht sinnvoll?

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • Ja, ein Landwirt meinte zu mir, er dürfe ja kein gebeiztes Saatgut mehr nehmen, aber dafür dürfe er die Neonicotinoide nun direkt mehrmals im Jahr auf die Pflanzen spritzen. Ob das nun besser sei.

    Ich weiß leider nicht, ob das stimmt und wenn ja, welche er nimmt.

    Mir erscheint die Thematik, wie es nun tatsächlich in der Praxis gehabthabt wird, schwierig.

    Danke für die Reaktionen!

    Im Übrigen scheint Thiacloprid nach Menzels Studien mindestens so gefährlich zu sein wie die Verbotenen. Wenn es den Landwirten ermöglicht wird, darauf umzusteigen ist ja eigentlich nicht viel gewonnen für die Insekten. Oder ist ein Umstieg nicht möglich/nicht sinnvoll?

    Um beim Raps zu bleiben: Als Ersatz für die Neonicbeize kann man kein Neonic spritzen. Die Beize wirkt im Herbst, und da sind zum Spritzen nur die Pyrethroide zugelassen.

    Mit Beize konnte man darauf im Herbst verzichten. Jetzt sind mehrere Einsätze gegen Erdfloh/Kohlfliege nötig und die Wirkung trotzdem schlechter.

    Indirekt werden dadurch die Neoniceinsätze im Frühjahr trotzdem gesteigert, da die Resistenzproblematik bei den Pyrethroiden durch den zusätzlichen Einsatz im Herbst weiter verschärft wird.

    Gleiches gilt für die Mittel mit B1-Auflagen.

    Ein mehrmaliger Einsatz von Neonics (auch wenn beim Biscaya 2 x zugelassen, bzw. man Biscaya und Mospilan nacheinander einsetzen dürfte) sollte wegen der Resistenzproblematik vermieden werden.

    Ich bin dieses Frühjahr auch ein wenig ins Rotieren gekommen, da ich die B1-Mittel "nicht so mag"... (Die Biester nehmen beim Zuflugzeitpunkt einfach keine Rücksicht auf die Wirkungsdauer der Pyrethroide! Hatte da dieses Jahr halt Pech.) :roll:

    Hängt zwar immer auch alles vom Druck in den verschiedenen Jahren ab, wird aber alles nicht leichter...

  • Das europäische Parlament hat ja nun die drei Neonicotinoide (Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam) außerhalb von Gewächshäusern verboten.

    ...

    Wenn bislang ca 120 Tonnen Neonicotinoide pro Jahr auf unseren Äckern ausgebracht wurden,

    Mich würde auch mal interessieren, ab wann genau die Ausbringung dann nicht mehr erlaubt ist? Es heißt aktuell in der Laienpresse immer nur "wurde verboten", aber nicht zu welchem Stichtag.


    Meistens haben die Bauern ja noch Vorräte und wollen die auch noch verbrauchen und meistens gibt es deshalb doch noch Übergangsfristen? Ist das diesmal auch so?

  • Kommt auf die Umsetzung in den einzelnen Mitgliedsstaaten an.

  • Mich würde auch mal interessieren, ab wann genau die Ausbringung dann nicht mehr erlaubt ist? .

    ....

    Meistens haben die Bauern ja noch Vorräte und wollen die auch noch verbrauchen und meistens gibt es deshalb doch noch Übergangsfristen?

    Huhu,


    die genaueste Info zum Termin ist lt. Top-Agrar "Ende 2018"

    Wenn eine Zulassung ausläuft gibt es eine Aufbrauchfrist von aktuell 18 Monaten nach Zulassungsende.

    Bei einem Verbot- so wie es hier der Fall ist- ist die Anwendung und der Vertrieb unmittelbar verboten.

    Gruß aus dem Sauerland

  • Jetzt könnten die reichlich mit Subventionen beglückten/erpressten Bauern mal an die Kandarre genommen werden.

    Verpflichender Dropleg Einsatz zb.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Jetzt könnten die reichlich mit Subventionen beglückten/erpressten Bauern mal an die Kandarre genommen werden.

    Verpflichender Dropleg Einsatz zb.

    außerdem längst überfällig :

    verpflichtender Anteil von XX Prozent zu alternativen Anbaumethoden ( ökologischer Landbau )

    in der Ausbildung ALLER Landwirte. So manch einer würde umstellen / den Hof übernehmen, wenn

    ihm der Weg von Anfang an aufgezeigt werden würde.