Warum ist mein gekaufter Honig oben ganz weiß

  • hmmmm, und dann den einen einzigen Eimer rühren? Ich will ja nicht Korinthen kacken, aber schrieb hier nicht jemand, in den einzelnen Eimern in der kleinen Menge kommt wieder Schaum oder Bläschen?


    Jeder hat so sein Rührgeheimnis ( oder sucht es noch)

    Es sind zu viele Faktoren, darüber sollte man wirklich mal ein Buch schreiben ;-)


    By the Way: Nicht jeder mag es feinsteif. Ich gebe mein Bestes beim Rühren, manchmal aber lässt es die Zeit nicht zu. Es gibt aber immer Kunden, die den Honig so oder so wollen.

    Ähnlich wie bei Marmelade: mein Mann mag die Körner von den Brombeeren darin, ich nicht!

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • "Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst die niemand kann."

    Ich habe einige Kunden, die den Honig gerne trotz (oder wegen) des Rührens noch leicht flüssig mögen. Ein grober Fehler nach verbreiteter Imkermeinung und den DIB-Bewertungsrichtlinien. Soll ich diesen Kunden den Honig deshalb in der festen Konsistenz aufzwingen?


    Grob kristallisierten Honig nur anwärmen und mit dem Rapido die Kristalle zerschlagen geht

    nicht. Die Kristalle bekommt man nur wieder raus, wenn man den Honig verflüssigt und dann wie frischen behandelt.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

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  • Das ist keine. Ob es mit dem Originalrapido mit hochgestelltem r im Kringel geht, weiß ich nicht sicher; mein Nachbau geht im Akkuschrauber gut, um eimerweise Futterzucker aufzulösen...


    Honig damit zu rühren, hat mich nicht überzeugt. Und runder Schaft in SDS - Bohrmaschinenfutter: Missfällt mir, rutscht immer mal durch, wenn der Honig nicht Robinie ist, und die Schabspuren geben mir zu denken. Und einen Auffanglappen an einen drehenden Schaft zu halten...? Lieber nicht.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Das erste Problem ist dabei der Akkuschrauber. Die sind zwar besser geworden, aber eine ans Netz angeschlossene Bohrmaschine hat schon Schwierigkeiten genug Honig zu rühren.

    Man kann den Schaft an drei Seiten oben leicht anschleifen um einen besseren Halt zu bekommen, hilft. Geht aber auch in rund, wenn man sich beim Einspannen etwas Mühe gibt. Manches Bohrfutter kann auch arretiert werden, was die Durchrutschwahrscheinlichkeit ebenfalls nahe an Null bringt.

    Rührwerk mit Gewinde am Rührstab ist natürlich die bessere Lösung. Das ist aber unabhängig davon, wie der Rührer unten gestaltet ist.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

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  • Mein Rapido, den ich nicht für Honig nehme, hat 3 Flächen am Einspannschaft.


    Gruss

    Ulrich

  • Moin, moin,


    nein, nicht zum Honigrühren, den Akkuschrauber, aber für 1:1 geht das. Für den Honig hatte ich eine blaue Bosch gekauft, aber die hat eben leider so ein modernes Bohrfutter. Und das rutscht, auch am angefeilten Schaft der Spirale. Ruckt mehr und gibt größere Späne. Also habe ich mir noch einen Eibenstock Zweihandmischer gekauft, den Edelstahlrührkorb außen abgeschliffen und poliert, und nun kratzt da kein Schweißpickel mehr. Und wenn ich mal weiß, welche Gebindegröße nun Trumpf wird, kommt sicher auch noch mal eine richtige Honigrührmaschine, aber wohl erst nach der Abfüllmaschine...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Ich weiß ja nicht, wie ihr rührt, aber bei mir gibt es keinen Schaum. Trotzdem bekommt mein Honig eine weiße Schicht und das auch an der Seite, dabei zieht sich der Honig leicht zusammen und löst sich vom Glas.

    Das nennt sich Blüte bei uns. Und die Blüte besteht aus Glucose. Bei bestimmten glucosehaltigen Honigen kommt es zum Auskristallisieren der reinen Glucose. Guter Rapshonig zum Beispiel macht so etwas.

    Schaum würde sich gleich nach dem Abfüllen bilden, die weiße Schicht benötigt aber Tage bis Wochen um sich zu bilden. In festem Honig können sich zwar noch Kristalle bilden, aber keine Blasen aufsteigen.

    Gedanken würde ich mir tatsächlich über die schwarzen Punkte machen, die gehören da nicht rein. Pollen, Staub, Reste im Glas, Sand bzw. Ruß könnte es auch sein, auch Bienenteile sind möglich, sollte alles nicht im Honig sein.

  • Das nennt sich Blüte bei uns...

    Wo ist denn bei uns ?

    Wenn dich die "Blüte" stört mußt du auf den Wassergehalt achten, daß der Honig nicht zu trocken ist. Gerade gestern hat mich ein Kunde gefragt, ob mein chremiger Honig auch nicht so hart ist, weil er es nicht so sehr mag, wenn man im Honig den Löffel abbrechen kann... :)

    Hab ihm erklärt, das ich den so mische, daß ich auf 17,0-17,5 % Wassergehalt komme, damit er nicht zu hart wird.

    Der kannte zwar einen Smoker und hatte mir vorher schon erklärt, das er früher mit seinem Opa manchmal geimkert hatte, aber von Wassergehalt hatte er keine Ahnung und fragt mich doch tatsächlich: " Ach sie mischen da Wasser ran?" 8|

    Ich gleich, "nein, ich mische z.B. 16 % mit 18 % damit 17 % ... "

    aber das sind so Sachen, da denkt man gar nicht dran, vor allem wenn man sich mit jemandem unterhält, der scheinbar etwas Ahnung haben müßte.

    Also Vorsicht mit dem Wort "Wassergehalt" !

  • Honig ist ein Naturprodukt, jede Charge ist anders- 40kg kommen idR aus 2-3 Völkern.

    Honig mischen? Manche Diskussionen sind einfach sinnlos.

    Der Honig wird cremig gerührt, um eine größere Charge gleicher Qualität -auch optisch- zu haben. Probieren sie mal den...

    Honig wird nichts hinzugefügt oder entzogen.

  • Winzige Lufteinschlüsse und Wachspartikel.

    Keinerlei Qualitätseinschränkungen.

    Wachs Partikel gehören aber nicht in den Honig!!!

    Dieser Honig wurde nicht richtig abgeschäumt bzw hätte noch einmal abgeschäumt werden müssen. Für mich definitiv ein Qualitätsmangel.

    Carnicabiene in Segeberger Deutschnormal (DNM) 1.0 :)